5 ½ Verfahren zur Newsletter An- und Abmeldung

Mit welchen Verfahren kann man eine Newsletter-Anmeldung bzw. -Abmeldung durchführen? Ist das, was wichtig bei der Anmeldung ist, auch wichtig bei der Abmeldung? Wir wollen 5 ½ gängige Begriffe und Möglichkeiten kurz im Vergleich vorstellen:

1. Double Opt-in

Zu diesem Verfahren brauchen nicht viele Worte verloren zu werden, denn wer rechtssicheres E-Mail-Marketing betreiben will, kommt um das Double Opt-in nicht herum. Die Anmeldung zu einem Newsletter erfolgt in zwei Schritten: Nach Ausfüllen des Anmeldeformulares erhält der Abonnent eine E-Mail mit einem Bestätigungslink an seine E-Mail-Adresse. Wird dieser Link mittelfristig nicht geklickt, unterbleibt der Newsletter-Versand. Dies dient vor allem dem Schutz vor unerlaubtem Eintragen der E-Mail Adresse durch Dritte bzw. Spammer. Da das Verfahren für Laien nicht ganz intuitiv ist, sollte es im Zuge des Anmeldeprozesses erläutert werden.

2. Opt-in

Das Opt-in ist ein einstufiges Verfahren und wird deshalb auch Single Opt-in genannt. Nach Absenden des Formulares ist die Anmeldung ungeprüft direkt gültig, der Abonnent gelangt lediglich auf eine Bestätigungsseite. Durch die fehlende Rückversicherung per E-Mail ist das Opt-in Verfahren anfällig für Missbrauch und Spam durch Dritte.

3. Confirmed Opt-in

Das Confirmed Opt-in ist eine Zwischenlösung der oben genannten Methoden. Zwar ist keine Bestätigung der Anmeldung durch Klick auf einen Link nötig, der Abonnent erhält aber nach der Anmeldung eine Bestätigungs-E-Mail. Zwar kann Spam durch dieses Verfahren nicht verhindert werden, der Empfänger erhält aber zumindest Kenntnis über eine eventuelle Newsletter-Anmeldung durch Dritte und kann entsprechend reagieren.

4. Double Opt-Out

Was bei der Anmeldung erwünscht ist, wird bei der Abmeldung eher negativ bewertet: ein zweistufiges Abmeldeverfahren, bei dem die Abmeldung durch Klick auf einen Link in einer E-Mail bestätigt werden muss.  Das Double Opt-out stellt zwar sicher, dass sich kein Abonnent unbeabsichtigt aus dem Newsletter austrägt, gestaltet die Abmeldung aber unnötig kompliziert, verärgert so die Abonnenten und birgt die Gefahr, dass die Bestätigungs-E-Mail als Spam gekennzeichnet wird. Dies alles schadet der Reputation des Versenders.

5. Opt-Out

Der Abonnent sollte sich mit einem einfachen Klick auf einen Abmeldelink oder ein Abmeldeformular von der Empfängerliste austragen können. Die Abmeldung muss jederzeit möglich sein und wird deshalb fest in den Newsletter integriert. Wo sich der Empfänger per Opt-out austragen kann, musste vorher eine Einwilligung per Double Opt-in vorgelegen haben. Eine automatische Eintragung in eine Empfängerliste mit der Möglichkeit sich nachträglich per Opt-out auszutragen, ist rechtlich nicht zulässig.

5 ½. Confirmed Opt-out

Confirmed Opt-out ist zwar kein gängiger Begriff, lässt sich aber analog zum Confirmed Opt-in auf die Abmeldung übertragen. Demnach würde einem Empfänger nach Klick auf einen Abmeldelink oder ein -formular nicht nur eine Bestätigungsseite angezeigt, sondern auch eine Bestätigungs-E-Mail zugestellt. Zwar beinhaltet diese E-Mail für die Abmeldung keinen weiteren Handlungsbedarf, der Versender könnte aber die Abmeldung bedauern, dem Empfänger die Möglichkeit bereitstellen, ein Feedback zum Grund der Abmeldung zu geben, oder stattdessen einen themenspezifischen Teil-Newsletter zu abonnieren. Hier verbirgt sich zwar Reaktivierungpotenzial, dennoch besteht auch hier die Gefahr, als Spam eingestuft zu werden.

Weitere Fachbegriffe rund ums E-Mail-Marketing werden verständlich im sitepackage:// Online-Marketing Glossar erklärt.

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