Meine Oma und die CSA

„Zuviel Technik macht dumm, mein Junge.“ pflegte meine Oma immer zu sagen und tatsächlich hat die Technik mich gestern zumindest dumm dastehen lassen. Auf dem Heimweg kam ich an einem Auto vorbei, das hell erleuchtet in der Parklücke stand und dessen Besitzer sich gerade zum nächsten Hauseingang entfernte. Auf mein durchaus freundlich gemeintes Rufen mit dem Hinweis, er habe vergessen, sein Licht auszuschalten, antwortete mir dieser sichtlich genervt: „Das geht gleich automatisch aus – das ist Coming Home Light!“

Aha! Coming Home Light. Ich muss zugeben, ich hatte noch nie etwas davon gehört. Meine Oma hatte also recht. Vielleicht war es nicht so herum gemeint, aber im Grunde ist die Aussage doch die, dass man sich ständig mit der verändernden Technik beschäftigen muss, um nicht dumm dazustehen – den wirklichen Nutzen eines Coming Home Light mal außer acht gelassen. Ähnliches gilt für die sich schnell entwickelnde E-Mail-Marketing Branche.

Warum wird man immer mit Spam in einen Topf geschmissen? Es sollte so eine Art Siegel geben, das einen als „guten“ E-Mail-Versender ausweist, sagte neulich ein Kollege zu mir. „Gibt es schon – CSA“ war meine kurze Antwort. Aha! CSA. Dachte sich der Kollege sicher auch.

CSA steht für „Certified Senders Alliance“ und ist ein Projekt, das vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. und dem Deutschen Direktmarketing Verband DDV e.V. im September 2004 ins Leben gerufen wurde. Hierbei verpflichten sich die Teilnehmer vertraglich, ausschließlich seriöses E-Mail Marketing (Permission Marketing) zu betreiben und dem Nutzer die Möglichkeit einer unkomplizierten Abmeldung zu geben. Auch auf Beschwerden von Empfängern muss der Versender umgehend reagieren.

Im Gegenzug setzen die teilnehmenden Internet Service Provider die angemeldeten CSA-Versender auf eine Whitelist, wodurch die Zustellungsquote erheblich verbessert wird. Aber das löst leider noch nicht alle Probleme der Zustellung. Zum einen kann eine Filterung aufgrund von individuellen Einstellungen des Empfängers dadurch nicht verhindert werden, zum anderen nehmen noch nicht alle wichtigen Internet Service Provider an dem Projekt teil. So fehlen noch solche wie AOL, MSN oder Yahoo! an Bord des Projektes. Für größere Versender bedeutet die CSA aber schon jetzt eine Zeitersparnis, da Whitelisting jetzt nicht mehr bei den Providern einzeln ausgehandelt werden muss.

Und sagen sie jetzt nicht, sie hätten von nichts gewusst.

Mehr Infos unter www.eco.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.