Permission, Permission und noch mal Permission

Als Seth Godin 1999 in seinem Buch „Permission Marketing“ den Begriff zum ersten Mal erwähnte, ging er dabei von einer simplen Grundidee aus. Erst nach einer Einverständniserklärung des Kunden gegenüber dem Versender erhält dieser Informationen für einen bestimmten Interessensbereich. Nach dem Motto: „Turn strangers into friends, and friends into customers“ sollen beide Seite davon profitieren.

Tatsächlich liegen die Vorteile einer solchen Marketingstrategie auf der Hand. Kunden erhalten nur die für ihre Interessen relevanten E-Mails, haben eine Reaktionsmöglichkeit auf diese E-Mails und genießen darüber hinaus einen gewissen Schutz ihrer Privatsphäre.

Newsletter-Anbietern hingegen bietet das Permission Marketing eine kostengünstige Art der Kontaktaufnahme, die zeitlich genau gesteuert werden kann. Sie ermöglicht den Aufbau einer persönlichen Beziehung zum potentiellen Kunden. Darüber hinaus verbuchen die Newsletter-Anbieter üblicherweise eine Steigerung der Click-Through-Rate von 1-2% auf 5-20%.

Bei all diesen fantastischen Vorteilen sollte man aber die ursprüngliche Grundidee nie aus den Augen verlieren. Denn Permission Marketing ist eben „[…] eine auf dem Einverständnis des Empfängers basierende Direktmarketingstrategie“. (Schwarz, T. (2000))

Das bedeutet, so lange ein potentieller Nutzer nicht sein Einverständnis zum Erhalt der E-Mails gegeben hat, sei es per Opt-In oder Double Opt-In, bleibt seine E-Mail-Adresse vollkommen wertlos (vgl. hierzu auch Die Letzte Hürde) Auch gekaufte Adressen sind ohne eine solche Permission nutzlos. Wer sie trotzdem verwendet, macht sich strafbar. Es verhält sich also ähnlich wie damals als Kind: Lieber einmal zuviel fragen als einmal zu wenig – sonst gibt es Stubenarrest.

Mehr Informationen auch im Buch „Permission Marketing – macht Kunden süchtig“

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