„The Principles of Beautiful HTML Email“ ..

.. nennt sich ein Anfang des Jahres bei sitepoint.com veröffentlicher Artikel, welcher sich mit den wesentlichen Elementen eines HTML-Newsletters beschäftigt. Verschiedene Aspekte wie Schlüsselelemente, Layout und Design werden näher beleuchtet, Probleme werden aufgezeigt und Lösungsvorschläge gegeben. Abschließend werden einige Beispiele für gute Newsletter aufgeführt und noch ein paar Worte zum Thema Coding verloren.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen eine Zusammenfassung des sehr lesenswerten Artikels geben.

Schlüsselelemente

In dem Artikel werden sechs Elemente aufgeführt die unabdingbar in einen Newsletter gehören. Diesen Punkten kann ich mich nur anschließen. Hierzu gehört zum einen eine Erinnerung für den Empfänger an die Art und Weise wie er sich zu dem Newsletter angemeldet hat, z.B. „Dies ist der Newsletter von XYZ für den Sie sich am XX.XX.XXXX mit der Adresse XYZ@XYZ.XZY angemeldet haben…“.

Die gute Formatierung des Newsletters ist ein sehr wichtiger Punkt. Hier liegt ganz klar der Vorteil von HTML-Newslettern. Man kann durch Absätze, Überschriften und Listen das Lesen des Newsletters erheblich erleichtern und ihn dadurch freundlicher für den Empfänger machen.

Ein gut sichtbarer Abmeldelink sollte in jedem Newsletter vorhanden sein. Alles andere wäre unseriös und könnte im schlimmsten Fall rechtliche Folgen haben.

Neben der HTML-Version des Newsletters sollte immer noch eine reine Text-Version mitgeschickt werden. Ansonsten ist es nicht gegeben dass der Newsletter bei einigen Empfängern wirklich ankommt bzw. gelesen werden kann. Einige Firmen blocken kategorisch E-Mails die nur aus HTML bestehen.

Für kommerzielle Newsletter stellt das Impressum ein wichtiges Element dar. Wir haben uns mit diesem Thema bereits in einem unserer früheren Beiträge beschäftigt.

Der letzte, von sitepoint.com, angesprochene Punkt betrifft die Verbindung des Newsletter-Designs mit dem Corporate Design der Firma. Hier ist der Wiederkennungswert auf jeden Fall von Nutzen. Der Empfänger sollte auf den ersten Blick Assoziationen herstellen können.

Layout und Design

Wenn man die oben genannten Schlüsselelemente berücksichtigt hat, kann es mit dem Layout und Design weitergehen. Natürlich gibt es auch hier einige Dinge zu beachten:

  • Ein Newsletter ist keine Webseite. Darüber sollte man sich von Anfang an im Klaren sein.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Priorisierung von Inhalten. Newsletter haben in Bezug auf Aufmerksamkeit mit ziemlich vielen anderen Dingen zu kämpfen, wie z.B. andere eintreffende Nachrichten, eventuelle gerade im Entwurf befindliche Nachrichten und Spam. Es sollte daher versucht werden schnell zum Punkt zu kommen. Denn viele Leute schauen nur mal kurz drüber. Der Autor von sitepoint.com schlägt eine kleine Übersichtsliste zu Beginn der E-Mail vor mit der man einen ersten groben Einblick gewinnen kann.
  • Eine weitere Entscheidung, die man treffen muss, betrifft die Länge des Inhalts. Entweder man stellt längere Artikel in den Newletter oder belässt es bei Anreißern die auf die Webseite verweisen.
  • Auch auf das Design der reinen Text-Version sollte geachtet werden. Z.B. sollten die Zeilen nicht zu lang sein, da viele Server bzw. Clients nach einer bestimmten Länge umbrechen und somit den Textfluss verändern. Eine Vielzahl von Möglichkeiten bezüglich der Formatierung ist bei dieser Version nicht gegeben, aber man könnte Überschriften durch eine Reihe von Bindstrichen oder Sternchen gut sichtbar abgrenzen.

„So tonight I’m gonna party like it’s 1999!“

Es bleibt zu bezweifeln ob Prince, Symbol, TAFKAP oder wie auch immer er sich derzeit nennt, in der Lage ist HTML-Newsletter zu gestalten die unter allen gängigen Clients richtig angezeigt werden. Aber wenn es nach sitepoint.com geht wäre es ein guter Ansatz sich die Technik des von Prince besungenen Jahres 1999 wieder ins Gedächtnis zu rufen. Gerade was die CSS-Unterstützung angeht sind einige Clients nicht über das Niveau des letzten Jahrtausends hinausgekommen.

Weiterhin sollte man bei der Verwendung von Bildern darauf achten, dass diese eventuell nicht angezeigt werden, da viele Clients sie erstmal blocken. Trotz dieser Blockierung sollte der Newsletter gut lesbar sein und nicht „auseinanderbrechen“. Flash- und Audiodateien sollten genauso wenig eingesetzt werden wie JavaScript. Die Unterstützung hierfür ist einfach zu gering.

Abschließend sollte man den Newsletter testen, was in Anbetracht der Vielzahl von Clients keine leichte Aufgabe ist. Eventuell könnte man den Test etwas näher eingrenzen wenn man seine Empfänger und ihre eingesetzten Systeme kennt. Dies ist aber meistens nicht der Fall.

Auswertung und Verbesserung

Der letzte Abschnitt in dem Artikel beschäftigt sich mit der Auswertung und Verbesserung von Newslettern. Es gibt vielfältige Möglichkeiten den Erfolg eines Newsletters zu ermitteln:

  • Anzahl der Öffnungen
  • Anzahl der angeklickten Links
  • E-Mail-Kontakte die über den Newsletter zustande kommen

Mit den geeigneten Werkzeugen kann es sogar soweit gehen, dass man eventuellen Umsatz an Newslettern festmachen kann. Für die Verbesserung ist es natürlich auch wichtig, die Auswertungen verschiedener Newsletter-Kampagnen miteinander zu vergleichen. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, was gut und was weniger gut geklappt hat. Ferner beschreibt sitepoint.com noch einige Punkte bei denen man bezüglich der Verbesserungen ansetzen kann:

  • Betreffzeile: Ein guter Betreff sollte Interesse wecken und den Inhalt des Newsletters auf den Punkt bringen.
  • Zeitpunkt des Versands: Dies kann großen Einfluss auf den Erfolg eines Newsletters haben. In dem Artikel wird dazu geraten experimentierfreudig zu sein und verschiedene Zeiten auszuprobieren bzw. sich selbst zu fragen wann man seine eigenen E-Mails liest.
  • Überschriften: Neben der Betreffzeile dienen Überschriften dem Empfänger als schnelle Orientierung und können im schlimmsten Fall davon abhalten den gesamten Abschnitt zu lesen, etwa wenn die Überschriften keine Neugier wecken.
  • Positionierung des Inhalts: Auch bei diesem Punkt ist es wichtig zu experimentieren und nach der Auswertung gegebenenfalls die Inhalte anders zu positionieren oder im Zweifel sogar ganz wegfallen zu lassen.

Fazit

Der Erfolg eines Newsletter hängt von vielen Faktoren ab, die sich oftmals nur durch Ausprobieren und eine nachfolgende Auswertung ermitteln lassen. Andere Faktoren wie z.B. die gute Lesbarkeit, sauberer Code und die Kompatibilität mit E-Mail-Clients sollten vom ersten Newsletter an zur Basis gehören.

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