Archiv der Kategorie: Social Media

Artikel, die sich mit Sozialen Netzwerken beschäftigen

Open Graph: Newsletter für Facebook optimieren

Social E-Mail-Markeing

Wer Social-E-Mail-Marketing betreibt, sollte darauf achten, dass der Newsletter ansprechend aussieht, wenn man ihn auf Facebook teilt. Open-Graph-Tags spielen daher nicht nur bei Websites, sondern auch im E-Mail-Marketing eine wichtige Rolle.

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Facebook-Karriereseite für Unternehmen

Viele Unternehmen betreiben neben ihrer offiziellen Facebook-Seite auch eine eigene Facebook-Karriereseite, um sich als Arbeitgeber möglichst attraktiv zu präsentieren und mit potenziellen Bewerbern in Dialog zu treten. Dabei gibt es jedoch im Vorfeld einiges zu beachten und nicht für jedes Unternehmen ist eine Facebook-Karriereseite als Teil des Personalmarketings auch sinnvoll.

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Opt-ins für das E-Mail-Marketing auf Twitter sammeln

Laut einer Studie von artegic wird Twitter aktuell so gut wie gar nicht zur Lead-Generierung im E-Mail-Marketing genutzt. Das mag vor allem daran liegen, dass – im Gegensatz zum Facebook-Tab – keine entsprechende Infrastruktur im sozialen Netzwerk vorliegt. Doch das könnte sich bald ändern, denn Twitter kündigt die sogenannten Lead Generation Cards an.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Twitter-Card, die es Nutzern ermöglicht, ihre Kontaktdaten mit einem Klick direkt aus dem sozialen Netzwerk heraus an ein Unternehmen zu übermitteln und so dessen Angebot, wie z.B. einen Newsletter oder einen Rabattgutschein, zu nutzen. Über eine ähnliche Funktion in den Anzeigenerweiterungen von Google AdWords haben wir bereits berichtet.

So funktionieren Lead Generation Cards

Klappt ein Twitter-Nutzer einen mit einer Lead Generation Card versehenen Tweet auf, erhält er nicht nur Informationen zum jeweiligen Angebot, sondern kann über einen Call to Action direkt die in seinem Twitter-Profil hinterlegten Kontaktdaten übermitteln. Name, Benutzername und E-Mail-Adresse werden automatisch ausgefüllt:

LeadGenCard_Twitter

Um möglichst viele Opt-ins über Twitter zu generieren, ist es wichtig klar zu kommunizieren, für welches Angebot sich der Nutzer mit dem Klick tatsächlich anmeldet. Um die Newsletter-Anmeldung rechtskräftig zu machen, sollte an die übermittelte E-Mail-Adresse anschließend eine Bestätigungsmail im Rahmen eines Double Opt-ins verschickt werden.

Klingt gut? Dann gibt es aber noch eine schlechte Nachricht: Momentan befinden sich die Lead Generation Cards noch in der Testphase und stehen nur ausgewählten Marken zur Verfügung. Zudem ist noch unklar, ob die Funktion nur für Promoted Tweets oder auch für normale Twitter-Stautsmeldung bereit stehen wird.

SWYN-Links im Newsletter: viel ungenutztes Potenzial im E-Commerce

Social Media und E-Mail-Marketing schließen sich keinesfalls aus, sondern profitieren sogar voneinander. artegic wollte es genauer wissen und eine Antwort auf die Frage erhalten: Setzt der E-Commerce auf Social E-Mail-Marketing? In einer Studie wurden die Newsletter von 95 großen deutschen E-Commerce Anbietern zwischen Juni und Dezember 2012 auf Verlinkungen zu Social-Media-Profilen und die Integration von SWYN-Links überprüft sowie die Generierung von Opt-ins über sozialen Netzwerke untersucht.

Links zu Social-Media-Profilen im Newsletter

  • 63,4 % der untersuchten Anbieter verlinken auf ihre Social Media Profile, etwa ein Drittel demnach nicht
  • Facebook (65,4 %) und Twitter (47,8 %) werden am häufigsten verlinkt
  • SWYN-Links werden meist im Footer (85 %) platziert

Integration von SWYN-Links im Newsletter

  • Nur 12,6 % setzten SWYN-Links ein, fast 90 % demnach noch nicht
  • Jeder, der SWYN-Links einsetzt, bietet die Möglichkeit, auf Facebook zu teilen
  • 72 % bieten die Möglichkeit, den gesamten Newsletter zu teilen, der Rest ermöglicht das Teilen einzelner Beiträge – eine Kombination aus beidem wird nicht angeboten

Generierung von Opt-ins über Soziale Netzwerke

  • Nur 34,6 % nutzen die Möglichkeit, Opt-ins über ihr Social Media Profil zu generieren
  • Weniger als 1/3 der Anbieter, die eine Facebook-Seite betreiben, nutzen diese zur Opt-in Generierung – obwohl dies durch die Integration einer App denkbar einfach wäre
  • Google+ (4,4 %) und Twitter (1,6 %) werden selten genutzt – wahrscheinlich aufgrund der fehlenden Möglichkeiten

Die Ergebnisse zeigen, dass noch viel Nachholbedarf besteht und Potenzial verschenkt wird. Denn erst vor kurzem hat GetResponse gezeigt, dass SWYN-Links die durchschnittliche Klickrate um 158 % steigern können.

Die Studie „Social Media Integration im E-Mail Marketing von E-Commerce Anbietern“ mit vielen Beispielnewslettern kann bei artegic.de kostenlos heruntergeladen werden.

Wie focus.de Facebook-Fans generieren will

Wer aktuell auf www.focus.de online einen Beitrag lesen möchte, wird in ausgewählten Artikeln nach einigen Absätzen durch den unten angezeigten Störer unterbrochen. Der Rest des Beitrages ist ausgegraut, so wird dem Leser auf den ersten Blick vorgegaukelt, dass es hier nicht weiter geht, sofern er nicht den „Gefällt mir“-Button für die Facebook-Seite von Focus klickt.

Tatsächlich ist dies aber nicht der Fall, man kann den Störer auch schließen, ohne Fan oder Follower zu werden und den Artikel trotzdem weiter lesen. Ziel der Aktion ist natürlich, die Fanzahlen der Facebook-Seite von Focus in die Höhe zu treiben. Inwiefern das gelungen ist, ist uns nicht bekannt. Ob die Idee nun gut oder schlecht ist, darüber lässt sich sicherlich streiten –  sie erregt aber auf jeden Fall die Aufmerksamkeit des Nutzers.

Mediensprung: von der klassischen Werbung ins Web

Die klassische Werbung ist tot. Lang lebe die klassische Werbung! Zwar spielen Empfehlungen von Freunden und Produktbewertungen im Internet eine immer größere Rolle bei der Kaufentscheidung – dennoch werden klassische Werbemedien wie Radio, Fernsehen und Print immer noch gerne eingesetzt. Allerdings findet dabei mehr und mehr die Verknüpfung zum Web statt: Fernseh- und Radiospots weisen auf Websites und Social-Media-Profile hin, in Zeitschriften finden sich QR-Codes, die den Leser direkt auf eine, hoffentlich für mobile Endgeräte optimierte, Zielseite führen. Begünstigt wird dieser Trend vor allem durch die stetig steigende  mobile Nutzung des Internets. Sei es zu Hause mit dem Tablet vor dem Fernseher oder in der Bahn mit dem Smartphone in der Tasche, der Sprung ins Netz geht schneller denn je.

Mediensprung: Ja bitte! Aber richtig.

Aber auch bei dieser scheinbar einfachen Vernetzung kann einiges schiefgehen, fangen die Probleme doch bereits bei der Frage an: Wohin verlinke ich? Es macht wenig Sinn, in einem Fernsehspot auf eine Facebook-Seite hinzuweisen, nur um „hip“ zu sein, wenn es dem Nutzer keinen konkreten Mehrwert bietet. Vielleicht wäre er auf der Website wesentlich besser aufgehoben, um sich beispielsweise weitergehend über ein Produkt zu informieren. Im Gegenzug reicht es aber auch nicht, auf eine tolle Social-Media-Aktion schlicht mit „Finde uns auf Facebook“ hinzuweisen. Jeder weiß, dass die Facebook-interne Suche selten die gewünschten Ergebnisse liefert – deshalb direkt die Vanity-URL der Fanseite angeben.

Gleiches gilt für QR-Codes, der Scan muss dem Leser einen tatsächlichen Mehrwert bieten und die Ziel-Website auch auf dem Smartphone oder Tablet gut lesbar sein. Beim Einsatz gilt daher häufig: weniger ist mehr. Oft erfüllt eine einfache URL denselben Zweck oder ist durch ihren Erinnerungseffekt sogar besser geeignet, beispielsweise an Plakaten, die im Vorbeifahren wahrgenommen werden. Natürlich kann man von der reinen vernetzten Werbung noch einen Schritt weiter gehen und ganze crossmediale Kampagnen aufsetzen. Hier lassen traditionelle Werbeträger ebenso viel Raum für interessante und kreative Kommunikationsmöglichkeiten wie das Web, vor allem soziale Netzwerke bieten aber ideale Voraussetzungen für die Abwicklung einer Werbeaktion, eines Contests oder eines Gewinnspiels.

Grundsätzlich gilt also: keine Angst vor dem Mediensprung! Zwar leben wir in einem Internetzeitalter, klassische Werbung spricht potenzielle Kunden aber weiterhin an und mobile Endgeräte schaffen die Brücke zwischen beiden Welten.

Whitepaper: Social Media für kleine und mittelständische Unternehmen

Eine Bitkom-Studie hat es unlängst gezeigt: Social Media ist in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) angekommen – zumindest ebenso wie in großen. Schon oder doch eher nur etwa die Hälfte der KMU sind in Sozialen Netzwerken aktiv. Häufig ohne wirkliches Konzept, denn die Studie zeigte auch, dass Monitoring oder die Definition von Kennzahlen oft vernachlässigt werden.

Grund genug, immer wieder auf den richtigen Einstieg in Soziale Medien hinzuweisen, denn ohne Grundwissen und Konzept geht es auch hier nicht. Passend zu diesem Thema hat die Social Media Akademie das Whitepaper „Social Media für kleine und mittelständische Unternehmen“ zum kostenlosen Download bereitgestellt. Inhaltlich vermittelt es eine Wissensbasis darüber, was Social Media eigentlich ist und wie sich Kommunikation und Nutzerverhalten im Web 2.0 verändert haben.

Im Whitepaper wird mit fünf Gerüchten über Social Media aufgeräumt. Eine Zielgruppe, die nicht in Sozialen Netzwerken unterwegs ist, oder die Angst vor Kontrollverlust, wenn (negativ) über das Unternehmen gesprochen wird, werden gern als Gegenargumente für eine Präsenz angebracht. Doch gesprochen wird im Web sowieso über ein Unternehmen – warum also dem Dialog nicht eine Plattform geben, auf der man reagieren kann?

Dass Social Media auch oder gerade für KMU funktionieren kann, wird anhand von zwei Praxisbeispielen dargestellt: Westaflex und Volker Geyer Malerische Wohnideen. Abschließend werden zehn Schritte zum professionellen Einstieg in Social Media präsentiert, darunter die Definition von Zielen und Maßnahmen, sowie die Frage nach Ressourcen und Kompetenzen.

Wer vor dem Start noch tiefer in das Thema einsteigen möchte, kann einen entsprechenden Lehrgang an der Social Media Akademie belegen. Eine Kursübersicht für die berufsbegleitende Weiterbildung gibt es auf der Website – für jeden Wissensstand sollte etwas dabei sein.

E-Mail-Marketing und Pinterest einmal anders kombiniert

Pinterest, der Bookmarking-Dienst für Bilder und Videos, erfreut sich auch in Deutschland weiter steigender Beliebtheit. Und auch die Pinterest-Funktionen werden stetig ausgebaut – aktuell das Video-Pinning. So können Nutzer mittlerweile nicht mehr nur YouTube-Videos, sondern auch Vimeo-Videos pinnen.

Mit Hilfe des sogenannten Pin it-Buttons können Inhalte auf Webseiten mit einem Klick an die eigenen Pinterest-Pinnwände geheftet werden. Warum Pinterest also nicht auch in die SWYN-Funktion des Newsletters aufnehmen? Voraussetzung ist natürlich, dass der Newsletter aussagekräftige Bilder bzw. Video bereithält. Rein textbasierte E-Mails sind für Pinterest natürlich nutzlos.

Zugegeben, die Integration des Pin it-Buttons in die SWYN-Funktion des Newsletters ist keine besonders neue Idee – es gibt aber noch weitere Möglichkeiten um Pinterest mit dem E-Mail-Marketing zu verknüpfen.

MailChimp: E-Mail-Kampagnen aus Pinterest-Inhalten erstellen

Der Software-Anbieter MailChimp bietet seinen Kunden mit dem Pinterest Chimplet jetzt die Möglichkeit, Pinterest-Boards als E-Mail-Kampagnen zu versenden. Einfach Nutzernamen eingeben und Board auswählen. Anschließend kann man zwischen vier unterschiedlichen E-Mail-Templates wählen. Besonders interessant: Das einspaltige Layout scheint für die Smartphone-Nutzung optimiert zu sein. Die Kampagnen können die Nutzer dann wie gewohnt in der Newsletter-Software verwalten.

Wir finden: eine schöne Idee für Unternehmen, die auf Pinterest besonders aktiv sind!

Social Media Monitoring als Contentquelle für Newsletter

Dass Social Media und E-Mail-Marketing voneinander profitieren, betonen wir immer wieder. Durch SWYN-Links kann die Reichweite eines Newsletters erhöht werden. Aber wie kann Social Media unser E-Mail-Marketing noch bereichern? Durch Social Media Monitoring!

Was schreibe ich nur – auf der Suche nach relevantem Content für den Newsletter

In Sozialen Netzwerken tauschen sich Nutzer über Unternehmen und Themen aus. Mit Social Media Monitoring beantworten sich Unternehmen die Frage, was und wo in Sozialen Netzwerken über sie gesprochen wird. Hierbei kann man weiter über den Tellerrand des eigenen Unternehmens und der Produkte hinausschauen und identifizieren, welche verwandten Themen von der Zielgruppe diskutiert werden. Wer hier zuhört, kann neuen und vor allem relevanten Input für seinen nächsten Newsletter aufgreifen.

Beim Social Media Monitoring kann man nicht nur passiv vorgehen und zuhören, sondern auch aktiv mit der Zielgruppe in Dialog treten. Wer beispielsweise eine eigene Fanseite auf Facebook betreibt, kann Interessen, relevante Themen und Unklarheiten erfragen – diese Erkenntnisse können dann in einem kommenden Newsletter aufgegriffen werden und die inhaltliche Relevanz für die Zielgruppe wird deutlich erhöht.

Hier schließt sich der Kreis zum Social E-Mail-Marketing: In Sozialen Netzwerken kann man Themen für relevante Newsletter-Inhalte identifizieren, diese erhöhen die Relevanz für den Nutzer und veranlassen wiederum zum Teilen über SWYN-Links.

Pinterest: Was Unternehmen darüber wissen sollten

Um ein Thema kommt man im Web momentan nicht herum: Pinterest. Kein Portal wird aktuell mehr gehypt. Auch wenn es primär nichts mit dem Thema Newsletter und E-Mail-Marketing zu tun hat, möchten wir an dieser Stelle einen Leitfaden für Unternehmen zur Nutzung von Pinterest präsentieren.

Pinterest – Was ist das eigentlich?

Pinterest kann man gut mit dem Begriff Visual Bookmarking beschreiben. Nutzer haben die Möglichkeit, Bilder und Videos aus dem Web an eine digitale Pinnwand (Board) zu heften, versehen mit einem Backlink zum Fundort.  Jede Pinnwand eines Nutzers stellt eine individuelle Collage aus persönlichen Interessen und Themenwelten dar, eine Art Foto-Lesezeichen-Sammlung.

Hat ein Nutzer beispielsweise ein Bild an eines seiner Boards gepinnt, stehen die üblichen Social-Media-Funktionen bereit: kommentieren, repinnen – also von einer fremden auf eine eigene Pinnwand übernehmen – und auf anderen Sozialen Netzwerken teilen. Zudem kann man Nutzern oder deren einzelnen Pinnwänden folgen.

An dieser Stelle auf detaillierte Nutzerstatistiken einzugehen, ist wenig sinnvoll, da Pinterest momentan eine der am schnellsten wachsenden Plattformen im Web ist. Fest steht: Ihre Anzahl steigt exponentiell, in den USA spricht man aktuell von etwa 12 Millionen Unique Visitors. Die Mehrheit der Nutzer ist weiblich. In Deutschland steckt das Portal allerdings noch in den Kinderschuhen.

„Pin it“ – wie funktioniert das genau?

Bislang ist die Nutzung von Pinterest nur auf Einladung möglich – entweder durch andere Nutzer, oder man beantragt diese direkt bei Pinterest. Nach Erhalt einer Einladung verknüpft man Pinterest zwecks Registrierung mit seinem Facebook- oder Twitter-Account. Registrierte Nutzer haben anschließend die Möglichkeit in ihrem Profil unbegrenzt viele, thematisch sortierte Boards anzulegen. Diese können dann mit Bildern und Videos aus dem Web oder durch Repins von Inhalten anderer Pinterest-User befüllt werden.

Der „Pin it“ Button für den Browser

Um an jeder Stelle im Web Bilder und Videos an die Pinterest-Boards pinnen zu können, installiert man sich das von Pinterest bereitgestellten Bookmarklet in der Lesezeichenleiste des Browser. Stößt man nun beim Surfen auf ein interessantes Bild und möchte es an eine der eigenen Pinnwände anheften, klickt man auf den „Pin it“ Button für den Browser. Anschließend öffnet sich eine Auswahl aller Bilder der aktuell aufgerufenen Seite, die an Pinterest übergeben werden können. Dem gewünschten Bild fügt man nun ggf. noch eine Beschreibung hinzu und wählt das Ziel-Board aus. Der Link zur Quellseite wird automatisch übergeben. Schon erscheint das Webfundstück an der eigenen Pinnwand. Gleiches ist auch mit Videos möglich. Mit wenigen Klicks lässt sich so das Pinterest-Profil zum Leben erwecken.

Pinterest und das deutsche Recht

So weit, so gut. Das junge Startup hat allerdings bereits mit dem deutschen Recht zu kämpfen. Ausnahmsweise geht es dabei nicht um Datenschutz, sondern um Urheberrecht. Durch das Anpinnen von Bildern aus dem Web werden Kopien erzeugt, also fremde Inhalte vervielfältigt und öffentlich zugänglich gemacht. Dies ist bei urheberrechtlich geschützten Bildern und Videos ohne die Einwilligung des Inhabers nicht erlaubt und kann zu Abmahnungen führen. Ein weiteres Problem des Teilens: Durch die bewusste Verbreitung eines Inhalts macht man sich diesen zu eigen und damit auch eventuell verbundene Rechtsverletzungen.

Was darf ich denn nun eigentlich?

In den USA wird das Ganze etwas lockerer gesehen: Die sogenannte „Fair-Use“ Regelung besagt, dass Bilder und Videos unter speziellen und nicht-kommerziellen Umständen für den Privatgebrauch genutzt werden dürfen. Inwiefern die deutsche Rechtsprechung für den privaten Online-Gebrauch diesbezüglich noch zeitgemäß ist, bleibt fraglich.

In vielen Fällen stehen die Urheber der viralen Verbreitung ihrer Bilder gerade im Web allerdings wohlwollend gegenüber, sofern ein Link zur Quelle angegeben ist. Empfehlungschaltflächen sind ein guter Hinweis darauf. Auch Bildern, die unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen, können für den privaten Gebrauch verwendet werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Pinnen aber vorsichtig sein.

Jetzt aber: Online-Marketing mit Pinterest

Trotz der oben genannten Kritikpunkte muss man als Unternehmen aber nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, denn man kann Pinterest durchaus für die eigene Marke nutzen. Für welche Branchen bietet sich Pinterest besonders gut an? Vereinfacht gesagt: Dientsleister müssen etwas kreativer sein, Hersteller materieller Güter haben es etwas einfacher.

Das Unternehmensprofil

Spezielle Unternehmensseiten wie in anderen Sozialen Netzwerken gibt es auf Pinterest nicht. Als Unternehmen legt man sich daher ein normales Profil an und verknüpft es beispielsweise mit dem Unternehmensaccount von Twitter. Profilbild und Beschreibung werden automatisch übernommen, können aber auch nachträglich bearbeitet werden. Den Benutzernamen wählt man ebenfalls bei der Registrierung, kann ihn aber auch nachträglich ändern. Aus dem Benutzernamen ergibt sich auch eine Vanity-URL für das Profil: pinterest.com/benutzername.

Und was pinne ich nun?

Womit erweckt man als Unternehmen nun seinen Account zum Leben? Einige Dinge liegen auf der Hand: Für Produkte und Produktreihen können beispielsweise eigene Boards mit entsprechenden Fotos angelegt werden. Auf 08/15-Produktfotos sollte man dabei aber verzichten, kreative, witzige, schöne Bilder, die zum Teilen anregen, sind gefragt. Als Unternehmen hat man schließlich ein Interesse daran, dass die Inhalte viral verbreitet werden.

Wie in allen sozialen Netzwerken geht es aber auch auf Pinterest nicht um reine Selbstdarstellung. „Pin what you know and love“ – es empfiehlt sich deshalb über den Tellerrand des eigenen Sortiments hinaus zu schauen. Wie wäre es beispielsweise mit Infografiken, Zusatzinformationen, Boards, auf denen sich einzelne Mitarbeiter verwirklichen können, Moodboards, thematisch passenden Netzfundstücken, verwandten Produkten oder einfach mal einem Bilderrätsel? Persönlichkeit und Mehrwert sind gefragt! So haben Unternehmen die Chance, sich als „Experten“ auf einem Gebiet zu platzieren. Zudem besteht die Möglichkeit, anderen Nutzern das Pinnen auf der eigenen Pinnwand zu erlauben. So könnte man beispielsweise zu Fotoaktionen aufrufen.

Bei allen Pins und Repins ist allerdings – wie oben bereits erläutert – Vorsicht in Bezug auf Urheberrechtsverletzungen geboten. Und auch bei Aktivitäten auf Pinterest ist wichtig: kontinuierlich aktiv sein, um nicht im Grundrauschen des Portals unterzugehen. Ganz ohne Strategie geht es auch hier nicht.

Das Profil ist ausgefüllt – fehlen nur noch die Nutzer!

Um auf das Profil bei Pinterest aufmerksam zu machen, gibt es unterschiedliche Ansätze. Wie bei Facebook wird auch bei Pinterest ein Follow-Button bereitgestellt, den man in die eigene Website integrieren kann. Bei Klick kann sich der Nutzer entscheiden, ob er dem gesamten Profil, oder nur einzelnen Boards folgen möchte. So wird ein wichtiger Faktor bedient: die Relevanz.

Zudem kann man seine Pinterest-Aktivitäten automatisch auf Facebook und Twitter verbreiten. Durch dieses Crossposting erzeugt man Aufmerksamkeit bei bestehenden Fans und Followern. Und warum nicht im nächsten Newsletter auf das Pinterest-Profil aufmerksam machen? Außerdem gilt wie auch bei Twitter: interessanten und thematisch passenden Nutzern folgen, ggf. folgen sie dann zurück.

Wer möchte, dass die eigenen Inhalte seiner Website auf Pinterest verbreitet werden, kann Inhalte analog zum „Gefällt mir“ Button mit einem „Pin it“ Button versehen.

SEO – Wie stehen die Suchmaschinen zu Pinterest?

Jedes Bild besitzt einen Backlink zur Quell-Website, ein Potenzial, das nicht unterschätzt werden sollte: Shareaholic veröffentlichte eine Statistik, die besagt, dass der im Januar 2012 von Pinterest ausgehende Traffic über Verweise (Referrals) in den USA bereits das Niveau von Twitter erreicht hat.

Durch den Backlink bringt Pinterest nicht nur Traffic, sondern ist in Maßen auch für den Aufbau von Linkpopularität interessant. Zwar sind Repins seit Ende Januar auf nofollow gesetzt, beim normalen Pin steht aber (noch) ein Follow-Link. Wichtig ist, dass das Profil bei der Einrichtung nicht vor Suchmaschinen versteckt wird (Settings). Denn wird das Profil gefunden, generiert es im Idealfall Traffic für die eigene Seite.

Und was ist mit Keywords?

Ob Profilbeschreibung, Boardbeschreibungen und Bildbeschreibungen von Suchmaschinen berücksichtigt werden, kann noch nicht sicher gesagt werden. Es sollte aber natürlich nicht schaden, dort das eine oder andere Keyword zu platzieren. Außerdem werden die Tags für die interne Pinterest-Suche berücksichtigt. Ein weiterer Link in der Bildbeschreibung kann für zusätzlichen Traffic sorgen und wird ggf. sogar auf den ersten Blick besser wahrgenommen als der automatisch hinterlegte Link. Wie immer in der SEO gilt auch hier: natürlich bleiben und nicht übertreiben!

Fazit: Na dann, nichts wie los! Oder doch nicht?

Bei allem Potenzial von Pinterest sollte man berücksichtigen, dass der Dienst noch in seinen Anfängen steckt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich noch vieles ändern, eventuell auch speziell bei der Pinterest-Nutzung als Unternehmen. Vielleicht ist das Ganze auch nur ein Hype und in einigen Monaten spricht niemand mehr von Pinterest. Als Unternehmen muss man sich also fragen: Nutze ich den Early-Mover-Effekt  und weite meine Unternehmensaktivitäten auf Pinterest aus oder warte ich erst einmal ab? Diese Frage muss letztendlich jeder für sich selbst beantworten.

Immerhin scheint die Idee von Pinterest so gut zu sein, dass es bereits zwei deutsche Nachahmer gefunden hat: Pinspire und Likedby. Die Ähnlichkeit ist verblüffend …