Email Standards Project

Die Gestaltung von HTML-Newslettern ist in bezug auf die zahlreichen E-Mail-Clients zumeist kompliziert, wenn nicht sogar unmöglich. Hierbei denke ich z.B. an den Lieblingsclient eines jeden Newsletter-Designers: Lotus Notes 8. Viele schüttelt es schon bei der bloßen Erwähnung dieses Namens. Das Email Standards Project setzt sich dafür ein, solche Missstände in Zusammenarbeit mit den Entwicklern der Clients zu beseitigen.

Die „Stiftung Warentest“ der E-Mail-Clients

Auf der Website des Email Standards Project (im weiteren Verlauf mit ESP abgekürzt) bekommt man einen guten Überblick aktueller Clients und ihrer Fähigkeit, HTML in E-Mails richtig anzuzeigen. Zu den getesteten Clients gehören (Stand 24.04.2008):

  • AOL Webmail
  • Apple .Mac
  • Apple Mail
  • Eudora (Penelope)
  • Google Gmail
  • Lotus Notes 8 (Hat es Sie auch gerade wieder geschüttelt?)
  • Entourage
  • Outlook 2007
  • Thunderbird
  • Windows Live Hotmail
  • Windows Live Mail
  • Windows Mail
  • Yahoo! Mail
  • Yahoo! Mail (Classic)

Neben einer kurzen Bewertung eines Clients mit „Excellent“, „Average“ oder „Poor“ bietet die Seite noch ein kleinen Bericht, in welchen man sich anschauen kann, wo es hakt. Des Weiteren spricht das ESP in diesem Bericht eine Empfehlung an die Entwickler der Clients aus, inwiefern diese ihre Produkte verbessern können. Es wurde dafür eigens ein Acid-Test entwickelt, welcher die gängigsten Formatierungen abdeckt. Inspiriert wurde das ESP dabei von dem Acid-Test des Web Standard Project. Neben dem reinen Bericht kann noch ein Screenshot angezeigt werden, welcher den Test im jeweiligen E-Mail-Client in Aktion zeigt. Sehr aufschlussreich!

Wer steckt dahinter?

Hinter dem ESP stecken Freshview, die Entwickler von Campaign Monitor und Mailbuild. Die Firma besteht seit 1999 und ist seit 2004 mit Campaign Monitor international ganz weit vorne, was E-Mail-Marketing angeht. Zu den Kunden gehören unter anderem: Apple, Ebay, Intel, Nike… um nur einige zu nennen. Neben Freshview gibt es noch einige andere Akteure verschiedener Internetagenturen, welche in dem Projekt involviert sind.

Fazit

Es bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen des ESP die Client-Entwickler dazu bewegen ihre Software zu überarbeiten, um uns das Leben ein wenig leichter zu machen. Bis dahin kann man sich sehr gut mit den bestehenden Tests einen Eindruck verschaffen, wie es derzeit um die Darstellbarkeit einiger Elemente steht. Auch der Acid-Test kann sehr gut zum Testen anderer Clients eingesetzt werden. Deutsche Webmail-Anbieter fehlen z.B. gänzlich, was wir aber in einem der kommenden Artikel testen möchten.

2 Gedanken zu „Email Standards Project

  1. Andreas Herrmann

    Ein schwerwiegendes Problem.

    Ganz sicher, auch ich werde nahezu wöchentlich vor die Frage gestellt -„was empfehlen sie, HTML oder Text Newsletter?“.

    Die Antwort wäre eigentlich eindeutig, wenn da nicht die technischen Problemchen wären.

    Der HTML Newsletter transport zwangsläufig mehr Emotionen und ist somit, sofern gut gestaltet, der wirksamere Newsletter Kollege.

    Nur, dieser gute Kamerad ist häufig nicht wie gewünscht von einer Vielzahl der Empfänger sichtbar und somit auch nicht wahrnehmbar.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die technischen Problemchen in Sachen eMail Versand schon alsbald gelöst sind.

    Liebe Grüße aus Hamburg!

    Andreas Herrmann

  2. Pingback: Newsletter Blog » Blog Archiv » Acid-Test deutscher Webmail-Anbieter

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