Die meisten Unternehmen, die E-Mail-Marketing betreiben wollen, greifen auf eine Software as a Service zurück, anstatt eine Eigenentwicklung für ein Newsletter-System in Auftrag zu geben.
Das Magazin t3n hält eine umfassende Aufstellung über Anbieter von Online-Lösungen im E-Mail-Marketing bereit. Aufgeschlüsselt wird dabei nach deutschen und US-Anbietern von Newsletter-Software. Bei den deutschen wird zudem noch danach unterschieden, mit welchen Systemen man sofort loslegen kann und für welche beispielsweise ein individuelles Angebot angefordert oder ein Testzugang angelegt werden muss.
Die Grundfunktionen von Newsletter-Systemen sind in der Regel ähnlich, einige bieten allerdings Besonderheiten gegenüber den Mitbewerbern:
White-Label-Lösung zur Vermarktung an eigene Kunden: Anbieter sind z.B. mailmops oder CleverReach
iPhone-App für mobile Echtzeitverwaltung von E-Mail-Marketing-Kampagnen: Anbieter ist z.B. emailvision
Multichannel-Versand via E-Mail, SMS und Fax: Anbieter sind z.B. ecircle oder optivo
Möglichkeit zur Integration von SWYN-Links (Share With Your Network) für Social E-Mail-Marketing: Anbieter sind z.B. sitepackage:// oder Inxmail
Wer weitere Anbieter von Newsletter-Systemen kennt, kann unterhalb des entsprechenden Artikels auf t3n.de einen Kommentar hinterlassen und das Tool vorstellen.
Emotionalisierung und eine persönliche Ansprache sind Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches und aufmerksamkeitsstarkes Dialogmarketing. Im E-Mail-Marketing kann dies nicht nur über eine persönliche Ansprache zu Beginn des Newsletters erfolgen, sondern auch über Bildpersonalisierung.
Dabei wird ein Bild mit Hilfe des Namens oder anderer bekannter Stammdaten des Abonnenten individualisiert. Kombiniert mit einem kreativen Bezug zu Inhalt und Anlass des Newsletters kann die emotionale Bindung zum Unternehmen gestärkt werden. Personalisierte Bilder eigenen sich besonders gut für anlassbezogene E-Mails, wie beispielsweise Geburtstags- und Weihnachtsgrüße oder zum Einsatz in Kombination mit einem Gutschein. René Kulka hat einige interessante Beispiele zur Bildpersonalisierung in Newslettern zusammengestellt.
Eyetracking-Tests verdeutlichen es: personalisierte Bilder erzielen eine höhere Aufmerksamkeit und bleiben länger in Erinnerung. Zudem haben personalisierte Inhalte eine hohe virale Wirkung und werden gern geteilt. Die Bereitstellung von SWYN-Funktionen (Share With Your Network) innerhalb des Newsletters kann diesen Vorgang begünstigen.
Da das personalisierte Bild erst nach Öffnung des Newsletters ins Auge fällt, muss bereits der Betreff das Interesse auf den Inhalt wecken. Hat der Abonnent die E-Mail einmal geöffnet, ist die Re-Opening-Rate allerdings sehr hoch. Voraussetzung für den Versand von personalisierten Bildern oder Videos ist natürlich das Vorhandensein der entsprechenden Stammdaten. Diese können, neben der E-Mail-Adresse als Pflichtfeld, bei der Newsletter-Anmeldung optional abgefragt werden.
Wer das Thema Personalisierung im Rahmen einer Kampagne etwas größer aufziehen möchte, kann auch auf personalisierte Videos zurückgreifen. Eine E-Mail mit dem Betreff „Sie waren im Fernsehen“ oder „[Name], über Sie wurde im Fernsehen berichtet“, wecken Interesse und erhöhen die Öffnungsrate. In dem Video selbst können dann Informationen und Werbebotschaften mit beispielsweise Name und Wohnort des Abonnenten verknüpft werden. Ein Beispiel für ein personalisiertes Video ist die Direktmarketing-Kampagne „style TV“ des Schweizer Unternehmens Hapimag.
Erst vor ein paar Tagen erhielt ich einen Newsletter, der im Betreff ein Gewinnspiel ankündigte. Neugierig geworden, öffnete ich die Mail. Leider stellte sich heraus, dass Betreff und Inhalt nicht zusammen passten, denn es handelte sich „nur“ um Neujahrswünsche. Kurze Zeit später kam eine nachgelagerte Entschuldigungs-Mail, die darauf hinwies, dass der Betreff verwechselt wurde und es Gewinnspiele schon bald wieder geben wird. In diesem Fall war der Versender kein großes Unternehmen, sondern zwei Einzelpersonen. Die Entschuldigungs-Mail war persönlich, angebracht und hat mich als Newsletter-Abonnent wieder zufrieden gestellt.
Wie aber geht man als großes Unternehmen mit Fehlern in Newslettern um?
Zunächst einmal Schadensbegrenzung betreiben! Versand pausieren und Fehler – soweit möglich – korrigieren. Viele Fehler, wie defekte Links oder falsch referenzierte Bilder, können auch nach dem Versand behoben werden. Auch die Online-Version eines Newsletters kann man meist nachträglich ändern.
Anschließend gilt es zu überlegen: Entschuldigungs-Mail verfassen, oder nicht? Um abzuwägen, ob dadurch nur schlafende Hunde geweckt werden oder eine Stellungsnahme unbedingt notwendig ist, kann man sich folgende Fragen stellen :
Wie hoch ist der Korrekturaufwand?
Wie groß ist das Schadenspotenzial, also wie viele Abonnenten sind betroffen und wie schwer ist der Fehler?
Auf jeden Fall reagiert werden sollte bei inhaltlichen Fehlern in der Preisauszeichnung oder in der Produktbeschreibung, sowie bei Ansprache der falschen Zielgruppe. Zu rechtlichen Problemen kann auch ein nicht funktionierender Abmeldelink führen. Anders dagegen sieht es bei Rechtschreibfehlern, einem vorangestellten „TEST“ im Betreff oder einem doppelten Versand aus. Hier ist eine Entschuldigungs-Mail in der Regel nicht nötig.
Kommt es aber zu Beschwerden, sollte auf jeden Fall reagiert werden, je nach Häufigkeit entweder individuell oder global.
Heute eine Bezeichnung für eine unverlangt zugestellte, meist werbliche, Massen-E-Mail, ist Spam ursprünglich ein Markenname für Dosenfleisch in Großbritannien (Spiced Ham).
Wie kam es nun zu dieser Verbindung?
In einem Sketch von Monty Python aus dem Jahre 1970 wird der Begriff “Spam” für eine unnötig häufige Verwendung und Wiederholung geprägt. Durch diesen Sketch enstand die Idee, ungewollten Informationsmüll als “Spam” zu bezeichnen.
Die Übertragung auf die Kommunikation erfolgte erst wesentlich später. Bei Multi User Games überschwemmten Nutzer das Text-Interface immer wieder mit denselben Kommentare, in Anlehnung an den Monty Python Sketch wurden diese als Spam bezeichnet. Als Newsgroups zunehmend mit identischen Werbebotschaften überflutet wurden, hielt der Begriff Einzug in die Werbebranche.
Auch wenn die Bezeichnung durch einen lustigen Hintergrund geprägt wurde, E-Mail-Spam verursacht mittlerweile jährlich Schäden in mehrfacher Milliardenhöhe.
So gut wie jedes Unternehmen und Blog, das sich mit dem Thema E-Mail-Marketing beschäftigt, präsentiert in diesen Tagen seine Trends 2012: Social Media, Mobile, individueller und relevanter Content sowie ein persönlicher Dialog scheinen in diesem Jahr die Top-Themen zu sein.
Wir haben auf einen Blick eine kleine Linkliste zusammengestellt, in der viele unterschiedliche Meinungen zu finden sind:
Eine von Strongmail in Auftrag gegebene Studie untersuchte die geplante Verteilung des Marketingbudgets 2012 von insgesamt 939 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.
Ganz weit vorne: Die Vernetzung von Social Media und E-Mail-Marketing
68 % der Befragten möchten 2012 Social-Media-Elemente in ihre Newsletter integrieren
47 % wollen mit Hilfe von E-Mail-Marketing neue Interessenten auf Profile und Unternehmensseiten in Sozialen Netzwerken ziehen.
Weitere interessante Kennzahlen
51% der befragten Unternehmen wollen ihr Marketingbudget ausbauen, 41% beibehalten und nur 8% wollen es verringern.
68% wollen 2012 mehr für die Reaktivierung und Rückgewinnung von Newsletter-Abonnenten ausgeben, 59 % für Begrüßungs-E-Mails und -Kampagnen.
67 % sehen den Hauptwert von E-Mail-Marketing in der Kundebindung und 51 % in der Bekanntheitssteigerung. Im Social Media Marketing sind die Platzierungen andersherum.
39 % der Befragten wollen in 2012 das Budget für Facebook Marketing erhöhen.
Wir sind gespannt, was das kommende Jahr bringen wird. Das Team vom Newsletter-Blog wünscht allen einen guten Rutsch in ein erfolgreiches E-Mail-Marketing-Jahr 2012!
Jake Ludington von Lockergnome sagt: Ja! Demnach bestraft Google Unternehmen mit einem hohen Anteil an inaktiven Newsletter-Abonnenten mit einem schlechteren Ranking, seit dem Update des Google Panada Algorithmus Anfang April 2011.
Jeder E-Mail-Provider hat ein eigenes System zur Bewertung von E-Mail-Absendern, so auch Gmail, der E-Mail-Dienst von Google. Bei Newslettern wird das Ignorieren, Löschen, Markieren als Spam oder Ausbleiben von Klicks auf Links negativ bewertet. Erreichen diese Werte eine bislang unbekannte Prozentzahl an Empfängern, fällt das Ansehen der Absender-Domain bei Google.
Aufgepasst bei inaktiven Newsletter-Empfängern mit Gmail-Konto
Was hilft? Die Empfängerliste bereinigen! Natürlich sollten ohnehin dauerhaft inaktive Newsletter-Empfänger aus der Abonnentenliste entfernt werden. Bei inaktiven Empfängern mit Gmail-Konto empfiehlt es sich, besonders genau hinzusehen. Google selbst bestreitet diesen Zusammenhang zwar, die Suchmaschinenpositionierung von „Lockergnome“ wurde aber nach einer Bereinigung der Mailing-Liste und einer Meldung an Google wieder aufgewertet.
Um erst gar keinen Stamm an inaktiven Nutzern aufzubauen, sind natürlich Zielgruppenrelevanz der Inhalte und ein moderates Versandintervall eine gute Voraussetzung.
Und schon wieder eine Infografik, die den Erfolg von E-Mail und E-Mail-Marketing belegt, diesmal von Constant Contact. Es wird vor allem deutlich, wie Social Media nicht etwa in Konkurrenz zum E-Mail-Marketing steht, sondern dieses sogar noch beflügelt. Hier einige Ergebnisse in Kürze, die Zahlen beziehen sich auf die USA:
200 Milliarden permission-based E-Mails wurden 2011 in den Vereinigsten Staaten verschickt. Jede E-Mail-Adresse erhält täglich drei, 2009 waren es noch zwei.
E-Mail ist das erste und häufigste, das Nutzer checken, wenn sie online sind.
E-Mail-Kampagnen mit integrieten SWYN-Links (Share With Your Network) erreichten im Zeitraum Januar bis Juli etwa 10 Millionen zusätzliche Impressions.
Es ist wieder Zeit für eine Checkliste, diesmal zum Thema Anmeldevorgang. Im folgenden nennen wir sieben Tipps, die man beachten sollte, um professionell und vertrauenswürdig aufzutreten und erfolgreich Newsletter-Abonnenten zu gewinnen:
Versand nur nach Einholen des Einverständnisses des Empfängers, am besten rechtssicher per Double Opt-in realisieren.
Einfacher und verständlicher Anmeldevorgang, dazu das Double-Opt-in-Verfahren mit Hinweis auf Aktivierungslink kurz erläutern.
Vertrauen schaffen und bereits im Anmeldeformular auf Abmeldung und Datenschutzrichtlinien hinweisen.
Anonymen Bezug des Newsletters ermöglichen, indem lediglich die E-Mail-Adresse Pflichtfeld ist. Weitere Informationen können optional abgefragt werden.
Nutzen und Mehrwert des Newsletters kommunizieren.
Anmeldeformular prominent und im sichtbaren Bereich auf der Webseite platzieren.
Es ist naheliegend, dass Soziale Medien nicht nur die Nutzung des Web nachhaltig verändern, sondern auch Einfluss auf andere Internetdienste wie etwa E-Mail nehmen. Hinter dem Begriff Social E-Mail-Marketing verbirgt sich nun kein gänzlich neuer Umgang mit elektronischen Nachrichten, sondern vielmehr deren Weiterentwicklung und Anpassung an die Möglichkeiten im Social Web. Dabei geht es natürlich auch um die Verbesserung ihrer Wirkung im Sinne des Marketings. Wie das in der Praxis geschehen kann, beleuchtet diese Abhandlung.