Wir schreiben viel über die Vorteile von Trigger-Mails, wie beispielsweise anlassbezogene Nachrichten zum Geburtstag. Zeit, einmal konkret zu werden. Deshalb möchten wir an dieser Stelle ein Fallbeispiel vorstellen und zwar die Geburtstagskampagne von rabbit eMarketing. In einem dreistufigen E-Mail-Versand wurden die Newsletter-Abonnenten zu ihrem Geburtstag überrascht.
Einige Tage vorher erhielten die Empfänger eine E-Mail mit einem Rezept für einen Geburtstagskuchen vom rabbit-Team und dem Hinweis, dass man sich über ein Foto auf der Facebook-Pinnwand freuen würde.
Um 00:01 Uhr erhielten die Geburtstagskinderdann eine E-Mail – lediglich mit dem Inhalt „Erster“. Auf einer Landingpage wurde dem Empfänger der Grund der E-Mail erläutert.- Bei Interesse an einer Geburtstagsaktion für eigene Kunden konnte er Kontakt zum Team aufnehmen. Hier wurde ebenfalls der Aufruf zum Foto-Upload des Geburtstagskuchens auf Facebook platziert.
Am Abend des Geburtstags kam eine letzte E-Mail mit der Bitte um Feedback zum Kuchen über einen von drei Buttons mit entsprechend hinterlegter Landingpage.
Für weitere Infos zur Geburtstagskampagne, beispielsweise zu Klickraten und Response, steht eine Fallstudie zum kostenlosen Download bereit. rabbit eMarketing erhielt für die Kampagne den MarketingSherpa Award in der Kategorie „Best Email Innovation“. Letztendlich ist es aber jedem selbst überlassen, für wie kreativ und gelungen er sie hält.
Und der Erfolg eines Spendenmailings steht und fällt, wie sollte es anders sein, mit der Betreffzeile. In einer Studie im Auftrag der SOS-Kinderdörfer wurden in 2010 E-Mails mit zehn unterschiedlichen Betreffzeilen in zwei Varianten, mit und ohne personalisierte Ansprache, an 100.000 Empfänger versendet.
“Die perfekte Betreffzeile verzichtet auf die persönliche Anrede, benennt die Organisation, formuliert den Spendenaufruf indirekt, verwendet eine emotionale Beschreibung und einen positiv formulierten Appell”
Eine persönliche Ansprache im Newsletter ist wichtig, in der Betreffzeile eines Spendenaufrufs hat diese aber scheinbar wenig zu suchen. Entsprechende E-Mails wurden deutlich seltener geöffnet. Ein indirekter Spendenaufruf wirkt besser als ein direkter, ebenso wie ein positiver Appell gegenüber einem negativen Statement. Wie in allen Mailings ist es natürlich auch bei Spendenaufrufen unerlässlich, dass der Versender auf den ersten Blick deutlich wird.
Im Klartext lautet der Betreffzeilen-Gewinner für den Spendenaufruf der SOS-Kinderdörfer:
“SOS-Kinderdörfer: Reichen Sie Kindern wie Rosa Ihre Hand!”
Wie wir berichtet haben, sind laut einer Studie immer noch der Destop-PC bzw. das Notebook die beliebtesten Geräte zum Abrufen von E-Mails. Smartphones und Tablets sind aber natürlich weiter auf dem Vormarsch. Letztere haben laut einer Google-Studie ihren Haupteinsatz beim Checken von E-Mails, in der Regel parallel zu anderen Tätigkeiten, wie z.B. Fernsehen.
Bei der Darstellung von E-Mails und Newslettern auf mobilen Endgeräten besteht aber in der Regel noch großer Optimierungsbedarf. Christopher Linnemann von „Do You Mail?“ hat daher fünf Dinge zusammengestellt, die beim Mobile E-Mail-Marketing beachtet werden sollten:
Große Schriftgröße wählen: 14px im Inhalt und 22px für den Titel
Auflösung auf eine Breite von 320 px bis 550 px optimieren
Call-to-Action Buttons auffällig, eindeutig und gut erreichbar platzieren
„Touching Errors“ durch Optimierung der Abstände zwischen den Artikeln/Absätzen und Größe der Call-to-Action Buttons vermeiden
Es geht wieder einmal um das Thema Trigger-Mails, genauer gesagt um Remarketing-E-Mails bei Warenkorbabbruch. Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen: Der Kunde hat eindeutig sein Interesse an einem oder mehreren Produkten bekundet, der Abschluss ist nur wenige Klicks entfernt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Klickrate und Konversionen von E-Mails an Warenkorb-Abbrecher.
Doch die Gründe für Warenkorbabbrüche sind vielseitig:
zu hohe Versandkosten
gewünschte Zahlart nicht vorhanden
Unklarkeiten, Rückfragen, Unsicherheiten
kein Vertrauen in den Anbieter
Warenkorb als Merkliste verwendet
uvm.
Bei einigen Gründen besteht sicherlich noch Kaufabschluss-Potenzial, andere wiederum sind dagegen K.O.-Kriterien. Im Idealfall wird beim Versand von Trigger-Mails an Warenkorb-Abbrecher auf die Abbruchgründe reagiert, soweit bekannt und möglich. Auch eine Segmentierung, beispielsweise nach Geschlecht, Neu- oder Bestandskunden, kann den Erfolg erhöhen.
Grundsätzlich sollten Trigger-Mails kein bloßes Abbild des Warenkorbs darstellen, sondern dürfen gern kreativ sein. Wichtig ist allerdings, dass sich der Nutzer nicht überwacht fühlt. Natürlich müssen auch entsprechende rechtliche Aspekte beachtet werden, allen voran das Einverständnis des Nutzers über den Erhalt von Werbemails.
Bei allem Potenzial sollte folgendes aber nicht vergessen werden: Nicht nur auf die günstige und mit unter erfolgversprechende Reaktivierung per Trigger-Mail verlassen, sondern Mängel, die zum Warenkorbabbruch geführt haben, auch im Online-Shop beheben!
René Kulka hat zum Thema Warenkorbabbruch-E-Mails einen Beitrag verfasst, der die unterschiedlichsten Aspekte dieser Form der Remarketing-Mails ausführlich behandelt.
Vor Kurzem haben wir in unterschiedlichen Beiträgen den Wert der E-Mail gegenüber Sozialen Netzwerken vorgestellt, sowie deutlich gemacht, dass der Hauptkanal für eine B2C-Kommunikation immer noch die E-Mail bzw. der Newsletter ist.
Dennoch boomt Social Media, keine Frage. Die Videoinfografik “The World of Social Media 2011″ zeigt anschaulich beeindruckende Zahlen über die Nutzung unterschiedlicher Social Media Plattformen. Ein schönes Video, dass man sicher zu Beginn eines Vortrages oder einer Präsentation zum Thema für sich sprechen lassen kann.
Um beiden Kanälen gerecht zur werden, empfiehlt es sich, E-Mail-Newsletter mit Aktivitäten in Sozialen Medien zu verknüpfen. Man spricht in diesem Fall auch von Social E-Mail-Marketing. Eine geeignete Newsletter-Software dafür ist beispielsweise das sitepackage:// Newsletter-System.
Bilder in E-Mails erzeugen Aufmerksamkeit, leider werden sie meist standardmäßig von den E-Mail-Programmen unterdrückt. Warum? Aus Datenschutzgründen sollen Bilder, die von externen Servern geladen werden, erst auf Nachfrage aktiviert werden. Andernfalls könnten unseriöse Versender durch ein Logging auf dem Server herausfinden, welche E-Mail-Adressen aktiv sind. Wie seriöse Versender diese Problem umgehen können, hat René Kulka mit 3,5 Werbekniffen zur Bildanzeige erläutert. Zwei Möglichkeiten wollen wir kurz vorstellen.
„Bilder von diesem Absender immer anzeigen“
Aktiviert der Empfänger in seinem E-Mail-Programm diese entsprechende Funktion, werden alle weiteren E-Mails des Absenders als vertrauenswürdig eingestuft und Bilder zukünftig sofort geladen. Der Nachteil: der Nutzer muss selbst aktiv werden. Durch gezielte Aufforderung innerhalb der E-Mail bzw. des Newsletters kann er dazu angehalten werden.
Offline-HTML
Dabei werden die Bilder innerhalb der E-Mail als Anhang („Embedded Image“) mit versendet. Wichtig ist, dass die Dateigröße der eingebetteten Bilder berücksichtigt wird, vor allem bei mobilen Engeräten und Smartphones kommt es sonst zu langen Downloadzeiten und hohem Speicherbedarf. Die Lösung kann ein Mittelweg sein, bei dem nur Schlüsselgrafiken, Logo und Buttons angehängt werden.
In seinem Gastbeitrag in der Zeitschrift webselling erläuterst René Kulka „Inline-Images“ und HTML-Tabellen als weitere Instrumente.
Im An- und Abmeldeprozess eines Newsletters kann einiges schief gehen. Eine verständliche Benutzerführung und eine lösungsorientierte Fehlerausgabe können zwar dazu beitragen, Probleme im Prozess einzudämmen, ganz vermeiden lassen werden sie sich aber sicherlich nicht. Hindernisse bei der An- und Abmeldung eines Newsletters verärgern nicht nur die Abonnenten, sondern beeinflussen auch die Datenerhebung und Newsletter-Auswertung. Newsletter-Betreiber kennen die Vorgänge natürlich in- und auswendig, deshalb hat Frank Rix von Dialogue1 die wichtigsten Fehler beim Newsletter-Handling einmal zusammengestellt. Hier ein Auszug:
Der Anwender gibt eine inkorrekte, ungültige oder eine E-Mail-Adresse an, die schon im System vorhanden ist.
Der Anwender bestätigt eine Anmeldung mehrfach oder erneut, nachdem er sich bereits wieder aus dem Newsletter abgemeldet hat.
Der Anwender klickt einen Abmeldelink mehrfach oder kennzeichnet den Newsletter als Spam anstatt sich abzumelden.
Der Anwender antwortet auf einen Newsletter, bei dem keine gültige Antwort E-Mail-Adresse hinterlegt ist
Jede Woche veröffentlicht Webdesigner und Illustrator Brad Colbow auf seiner Webseite einen Web Cartoon. Dieser zeigt, wie E-Mail-Marketing und anlassbezogene E-Mails nicht eingesetzt werden sollten:
Darüber, dass und wie man mit anlassbezogenen E-Mails die Kundenbindung erhöhen kann, haben wir bereits im letzten Monat berichtet. Die bekanntesten und gängigsten Trigger-Mails sind sicherlich Willkommensnachrichten, Geburtstagsgrüße und Reaktionen auf Kauf bzw. Kaufabbruch. René Kulka, E-Mail-Marketing Experte von optivo und Blogautor im E-Mail-Marketing-Blog “campfire” hat in einem kostenlosen Whitepaper17 ungewöhnliche Trigger-Mails vorgestellt. Eine Auswahl der interessantesten gibt es bei uns:
Krumme Glückwünsche
Geburtstagsglückwünsche, oftmals in Verbindung mit speziellen Angeboten oder Rabatten, sind gängige Praxis. Wie wäre es denn aber zum Beispiel mit einem Glückwunsch zum 33 1/3 Geburtstag? Oder einem Dankeschön für die siebte Bestellung im Online-Shop? Ausgefallene und kreative Ideen sorgen für Aufmerksamkeit.
Jahrestag
Für die Treue des Kunden bedanken, kann man sich mit Trigger-Mails zu bestimmten Jahrestagen, beispielsweise am Jahrestag der Newsletter-Anmeldung oder der ersten Bestellung im Online-Shop. Loyalitätsboni können dabei sowohl monetär, als auch inhaltlich sein, in Form von Zugang zu exklusiven Inhalten. Eine weitere Form des Jahrestages ist der Namenstag, die Namen der E-Mail- und Newsletter-Empfänger sind in der Regel bekannt. Vorraussetzung ist eine Datenbank mit entsprechenden Informationen zu den Namen und Namenspatronen.
Wiederkehrender Ersatzeinkauf
Bei einigen Produkten ist der zu erwartende Kaufzeitpunkt oder Ersatzzeitpunkt bekannt. Entweder ist die Lebensdauer des Produktes begrenzt oder das Produkt verbraucht sich und muss in regelmäßigen Abständen neu erstanden werden. Ein Beispiels sind Monatslinsen. Dieses Wissen kann genutzt werden, um zeitlich abgestimmte Erinnerungsmails zu versenden und die Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen.
Service-Kontakt
Auslöser für diese Art der Trigger-Mails sind Serviceanfragen in Online-Kontaktformularen oder bereits erbrachte Serviceleistungen per Telefon, E-Mail oder vor Ort. Bei Kontaktanfragen können automatisierte E-Mails mit weitergehenden Serviceinformationen und thematisch passenden Links versandt werden. Nach bereits erbrachten Serviceleistungen kann beispielsweise Feedback eingeholt werden.
Wer jetzt auf eine Reihe von Ideen für anlassbezogene E-Mails gestoßen ist, der sollte eines beachten: schrittweise starten – mit einfachen Ereignissen beginnen und sich mit der Thematik vertraut machen. Nach und nach können neue Trigger-Mails eingerichtet werden, der Nutzer soll ja nicht durch Massennachrichten verschreckt werden.
eCircle und Mediacom Science haben in den letzten Monaten mehr als 5000 Konsumenten aus sechs Ländern befragt, wie diese soziale Netzwerke und E-Mail zur Kommunikation mit Marken und Unternehmen nutzen. Die Ergebnisse der Studie wurden, wie momentan üblich, in einer Infografik zusammengestellt. Das Ergebnis ist wie so oft ein Plädoyer für die E-Mail. Da die Grafik selbst sehr lang ist, haben wir die wichtigsten und interessantesten Ergebnisse kurz zusammengefasst:
96% der Befragten rufen ihre E-Mails mindestens einmal täglich ab.
Durchschnittlich 83% aller Befragten sind zu Newslettern angemeldet, in Deutschland sind es sogar 88%.
E-Mail ist mit Social Media untrennbar verknüpft, denn 44% nutzen E-Mail zum Empfang von Benachrichtigungen sozialer Netzwerke.
In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind 1/3 der Konsumenten für Unternehmen nur per E-Mail, nicht per Social Media erreichbar. In UK und Italien sind es dagegen nur knapp 20%, sie bevorzugen eine Multi-Channel-Kommunikation.
Im Durchschnitt sind etwa die Hälte der Konsumenten für Unternehmen sowohl über E-Mail als auch über Social Media erreichbar.
In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind weniger als 17% der Nutzer Fan einer Marke auf Facebook, in UK sind es dagegen 32%.
Einziger Wermutstropfen: knapp die Hälfte der Befragten würde aus Prinzip nie die “Share with your Network” (SWYN)-Funktion nutzen. Ob sich diese Aussage auf Webseiten, Newsletter oder beides bezieht, ist unklar. Optimisten dagegen würden sagen: Über die Hälfte der Befragten würde die SWYN-Funktionen nutzen.