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Newsletter-Abmeldung per List-Unsubscribe

Die Abmeldung von einem Newsletter kann manchmal mühselig sein. Nicht nur, dass der Abmeldelink möglicherweise schwer auffindbar sind, sondern eventuell umständliche Abmeldevorgänge über Kontaktformulare, die Aufforderung sich in einen Kundenbereich einzuloggen oder das Verfassen einer Antwort-E-Mail mit einem ganz bestimmten Betreff  – all das läuft einem dabei über den Weg.

Das muss doch nicht sein, hat sich die Initiative List-Unsubscribe gedacht. Hier plädiert man für die einheitliche Nutzung eines zusätzlichen E-Mail-Headers mit dem selbsterklärenden Namen List-Unsubscribe basierend auf einer Definition in RFC2369. Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Ein Versender baut den Anmeldelink nicht nur in den Inhalt seines Newsletters ein, sondern hinterlegt ihn eben zusätzlich im Header der E-Mail.

Wird die Angabe vom E-Mail-Client oder Webmail-System interpretiert, so kann der Empfänger gesondert auf die Abmeldemöglichkeit hingewiesen werden – und zwar so, dass er nicht lange suchen muss – beispielweise direkt unterhalb der Betreffzeile. Neben Windows Live Mail handhabt auch Google Mail das genau auf diese Art. Für Mozilla Thunderbird hat der Softwareanbieter Inxmail ein passendes Add-on geschrieben.

Wer weiß, vielleicht setzt sich die Methode weiter durch und macht abmeldewilligen Newsletter-Empfängern das Leben ein Stück leichter.

Warum Abonnenten sich abmelden

Auf der Seite von eMarketer findet sich eine kleine Studie zum Verhalten beim Abmelden von Newslettern, die über das Double Opt-in Verfahren abonniert wurden. Unterschieden wird zwischen Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum. Der Grund für das Abmelden ist in allen Regionen ziemlich eindeutig: irrelevanter Inhalt. Gleich dahinter folgt eine zu hohe Empfangsfrequenz von einigen Newslettern. In der Studie wurde auch gefragt, wie oft ein Abonnent sich abmeldet. Hier kann man eine deutliche Differenz zwischen dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa bzw. Nordamerika sehen. Während wir in Europa und unsere amerikanischen Freunde relativ häufig Abmeldungen vornehmen, hält sich der asiatisch-pazifische Raum sehr zurück. Dies wird für Nordamerika darauf zurückgeführt dass dort sehr viel Inhalt via Newsletter verschickt wird.

Alternative Abmeldemöglichkeiten

Tamara Gielen hat in ihrem Blog BeRelevant! eine sehr interessante Präsentation von Loren McDonald veröffentlicht, in der Loren aufzeigt, wie man den Abmeldevorgang für einen Abonnenten gestalten sollte. Vieles davon sehe ich als selbstverständlich an, aber einige neue Ideen fand ich sehr interessant. Wie z.B. das Anbieten eines RSS-Feeds direkt neben dem Abmeldelink. Vielleicht möchte jemand einfach keine Mails mehr bekommen weil sein Postfach am Überlaufen ist, aber im Gegenzug den Feed abonnieren.

Beschwerderate um 75% reduzieren

Der Anbieter von E-Mail-Marketing Lösungen StreamSend hat herausgefunden, dass sich die Beschwerderate eines Newsletters um 75% reduzieren lässt, wenn man den Abmeldelink direkt oben im Newsletter ansiedelt. Grundlage der Untersuchung waren Kunden von StreamSend.

Das kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich selbst einen solchen Newsletter seriöser einstufen würde als einen Newsletter in dem der Link unten oder gar versteckt ist. Natürlich muss man meistens einen Kompromiss finden um den Abmeldelink so präsent unterzubringen, ohne dass der Fokus auf den Inhalt und ein eventueller Link zur Webversion des Newsletters untergeht. Am Ende sollte man sich, meiner Meinung nach, an der eigenen Beschwerderate orientieren und auf dieser Grundlage entscheiden, ob es nötig ist oder nicht.

Wie man E-Mail-Marketing nicht betreiben sollte…

…berichtet Chris Lake von Econsultancy in einem sehr gelungenen Artikel über einen Newsletter, welchen er erhalten hat. In der Betreffzeile wurde ihm offenbart, dass er gewonnen habe. Er wusste, dass er den Newsletter abonniert hatte und suchte nun nach dem Preis in der E-Mail. Allerdings konnte er auch nach mehrmaligen Lesen nicht ausmachen, was er denn nun gewonnen hat. Das Ende der Geschichte war die Abmeldung vom Newsletter, weil er sich in die Irre geführt fühlte. Er fasst diese Erfahrung in zwei Sätzen zusammen, die jeder Versender beherzigen sollte:

An email subject line is a promise. Break that promise and you’re damaging a relationship.

Im Nachhinein stellte sich heraus dass sich der Betreff auf verschiedene Awardshows (Brit Awards, Oscars) beziehen sollte, welche stattgefunden haben. Also im Sinne von: „Nicht nur Kate Winslet hat etwas gewonnen, sondern auch sie, lieber Kunde. Angebote, Angebote, Angebote!“. Diesen Zusammenhang muss der Empfänger aber erst einmal herstellen wenn dies im Newsletter nicht erläutert wird.

Schlechte Praktiken bei der Abmeldung

Es sollte jedem Abonnenten möglich sein, sich von einem Newsletter wieder abmelden zu können. Dies ist auch gesetzlich verankert, d.h. in jedem Newsletter muss ein entsprechender Link für die Abmeldung vorgesehen werden. Meiner Meinung nach sollte man es dem Abonnenten leicht machen, sich abzumelden, denn allzu versteckte Links oder andere Hindernisse wirken eher unseriös. Das sieht auch Tamara Gielen von BeRelevant! so. Sie nennt Praktiken bei der Abmeldung, die nun wirklich nicht sein müssen. Einige möchte ich hier gerne wiedergeben.

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Und Action, bitte!

Einen weiteren Newsletter nehmen wir heute in unserer Kategorie Test unter die Lupe. Wer sich im Umfeld von Webdesign, Newsletterdesign, Fotografie und audiovisuellen Medien bewegt, kommt an der Website www.designerinaction.de nicht vorbei. Ausführliche Tipps und Tricks rund um das Thema Design zeichnen diese Website aus. Aber wie ist es um den Newsletter bestellt? Können die Macher der Website auch hier punkten? Unser Test. Weiterlesen

Meine Oma und die CSA

„Zuviel Technik macht dumm, mein Junge.“ pflegte meine Oma immer zu sagen und tatsächlich hat die Technik mich gestern zumindest dumm dastehen lassen. Auf dem Heimweg kam ich an einem Auto vorbei, das hell erleuchtet in der Parklücke stand und dessen Besitzer sich gerade zum nächsten Hauseingang entfernte. Auf mein durchaus freundlich gemeintes Rufen mit dem Hinweis, er habe vergessen, sein Licht auszuschalten, antwortete mir dieser sichtlich genervt: „Das geht gleich automatisch aus – das ist Coming Home Light!“

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