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Betreff und immer wieder Betreff

Dr. Torsten Schwarz von Absolit präsentiert in seinem aktuellen Newsletter neun „Tricks origineller Betreffzeilen“ und bietet im dazugehörigen Artikel in der Tat einige gute Ratschläge an.

Im ersten Moment lesen diese sich wie Binsenweisheiten. Inzwischen sollte jeder wissen, dass ein Betreff nicht zu lang sein sollte (bis ca. 50 Zeichen), dass man konkrete Aussagen treffen und Erwartungen erfüllen muss, außerdem relevante Schlüsselworte verwenden und wenn möglich personalisieren bzw. segmentieren sollte. Ach ja, und das Testen darf man nicht vergessen. Soweit keine bahnbrechenden Erkenntnisse.

Wenn ich mich allerdings daran erinnere, dass mir gestern ein Newsletter ins Postfach flatterte, der da auf kreative Weise mit „Kopie von Frühlingserwachen …“ überschrieben war, dann denke ich, man kann das Betreff nicht oft genug zum Thema machen. Denn das ist bei weitem kein Einzelfall. Hier einige weitere Negativbeispiele:

  • medienhandbuch.de: Newsletter Ausgabe 11b/09
    (Was wohl das b zu bedeuten hat? )
  • jetzt.de: jetzt.de-Newsletter
    (Überraschung, jetzt.de schickt einen Newsletter … zum Thema jetzt.de)
  • Designer in Action: Newsletter von Designer in Action
    (Ja von wem denn sonst?)
  • VIPERPRINT: Viperprint.de -Irrtum!
    (Mit Inhalt sinngemäß: Sorry, wir wollten Sie gar nicht anschreiben, sondern nur unsere Kunden, aber irgendwie gab es ein technisches Problem)

Wie man E-Mail-Marketing nicht betreiben sollte…

…berichtet Chris Lake von Econsultancy in einem sehr gelungenen Artikel über einen Newsletter, welchen er erhalten hat. In der Betreffzeile wurde ihm offenbart, dass er gewonnen habe. Er wusste, dass er den Newsletter abonniert hatte und suchte nun nach dem Preis in der E-Mail. Allerdings konnte er auch nach mehrmaligen Lesen nicht ausmachen, was er denn nun gewonnen hat. Das Ende der Geschichte war die Abmeldung vom Newsletter, weil er sich in die Irre geführt fühlte. Er fasst diese Erfahrung in zwei Sätzen zusammen, die jeder Versender beherzigen sollte:

An email subject line is a promise. Break that promise and you’re damaging a relationship.

Im Nachhinein stellte sich heraus dass sich der Betreff auf verschiedene Awardshows (Brit Awards, Oscars) beziehen sollte, welche stattgefunden haben. Also im Sinne von: „Nicht nur Kate Winslet hat etwas gewonnen, sondern auch sie, lieber Kunde. Angebote, Angebote, Angebote!“. Diesen Zusammenhang muss der Empfänger aber erst einmal herstellen wenn dies im Newsletter nicht erläutert wird.

Checkliste für den Einsteiger

Nico Zorn vom Email Marketing Blog hat auf gruenderszene.de eine gute Übersicht für alle E-Mail-Marketing-Einsteiger veröffentlicht. Der Beitrag Newsletterversand: Checkliste für StartUps enthält einige wichtige Punkte, die vor dem Aufsetzen des eigenen Newsletter unbedingt berücksichtigt werden sollten. Besonders interessant sind die Angaben zur maximalen Zeichenanzahl in der Betreffzeile. Das Thema Personalisierung, vor allem die Realisierung individueller Inhalte (Content Personalisierung) sind für die meisten Gründer wohl etwas zu hoch gegriffen.

Betreff: Mail gelesen?

Der Betreff ist die Überschrift eines jeden Newsletters. Leider wird dieser wichtigen Zeile eher durchschnittlich wenig, denn übermäßig viel Zeit bei der Gestaltung gewidmet. Dabei kommt ihr eine zentrale Rolle für den Erfolg eines Newsletters zu.

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