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Nutzung von Webmail-Diensten in Europa

Mit Webmail-Diensten können die E-Mails direkt im Browser verwaltet werden, bekannte Anbieter sind beispielsweise Gmail, Yahoo! und Outlook.com, ehemals Hotmail. comScore hat die Verbreitung dieser Dienste in Europa im Juni 2012 untersucht.

In Deutschland nutzen 66,5 % der Internetnutzer einen Webmail-Dienst, im Vergleich zu den weiteren neun untersuchten europäischen Ländern bedeutet dies den letzten Platz. Spitzenreiter in der Nutzung sind Großbritannien (82,7 %), Spanien (79,2 %) und die Niederlande (78,9 %). Die Reichweite der Webmail-Dienste in Deutschland ist sogar um 0,7 % zurückgegangen, bedingt durch das schnelle Wachstum der Internet-Nutzerzahlen bei uns.

Mit 108,2 Mio. die meisten Nutzer in ganz Europa hatte im Juni der Anbieter Hotmail (mittlerweile Outlook.com), weiter abgeschlagen auf den Plätzen zwei und drei liegen der Google-Dienst Gmail (74,7 Mio.) sowie Yahoo! (44,3 Mio.). Bei der monatlichen Nutzungsdauer haben mit 127,3 Minuten dagegen die Yahoo!-Nutzer die Nase vorn, gefolgt von Hotmail (110,7 min.) und Gmail (59,5 min.).

René Kulka hat die Ergebnisse der comScore-Studie in einer Infografik noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

Google steigt aus der Welle aus

Wie der Nachrichtendienst Heise berichtet, stellt Google die Entwicklung von Google Wave ein und lässt den Dienst zum Ende des Jahres auslaufen. Die Welle war mit einem großen Hype gestartet um das ultimative Kommunikations- und Kollaborationswerzeug zu werden. Der Anspruch war im Grunde, die E-Mail vollständig abzulösen – mit ihren technischen Beschränkungen, vergleichsweise geringem Komfort in der Teamarbeit an Dokumenten und ihrer definitiven Schwäche bei Echtzeitdialogen. Dieser radikale Fortschritt scheitert nun an der Akzeptanz durch die Nutzer und wahrscheinlich an der zu ungewohnten Art der Bedienung. Heise schreibt dazu:

Es ist schon zu bedauern, dass dieser große Entwurf so an die Wand fährt. Die Anwender werden sich weiterhin Anhänge per Mail zuschicken, bis eine Kollaborationslösung gefunden ist, die so einfach wie E-Mail funktioniert und keiner weiteren Erklärung bedarf.

Bis das soweit ist, werden also E-Mail-Newsletter ebenfalls eine Daseinsberechtigung haben. Wie schön! Und immerhin hat Google Wave gezeigt, was man innerhalb eines Webbrowser so alles anstellen kann.