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Infografik: Warum Newsletter-Abonnenten inaktiv werden

Abonnenten haben sich durch Double Opt-in wissentlich und aktiv für einen Newsletter angemeldet und waren offensichtlich an dessen Inhalt interessiert. Welche Gründe gibt es nun, dass einstmals aktive Empfänger über die Zeit nicht mehr mit dem Newsletter interagieren?

Nicht nur die direkte Entscheidung des Nutzers, den Newsletter zu ignorieren oder sich gar abzumelden, beeinflusst die Interaktion. Auch E-Mail-Clients wie Gmail mit seiner Priority Inbox sowie die Internet Service Provider haben, basierend auf vergangenem Nutzerverhalten, einen Einfluss darauf, ob die E-Mail den Abonnenten erreicht.

Litmus hat in einer Infografik die Gründe dafür zusammengefasst, warum Newsletter-Abonnenten inaktiv werden.

Was tun?

Es sind vor allem alte Bekannte wie das Aufnehmen des Absenders ins Adressbuch, Reputation und relevanter Content, die dabei helfen, es in den Posteingang des Empfängers zu schaffen und dort dessen Interesse zu wecken. Vor allem bei den Hauptgründen „zu hohe Versandfrequenz“ und „überfülltes Postfach“ kann aber auch die vor einigen Tagen vorgestellte Technik des Opt-down helfen, den Kontakt zum Abonnenten nicht zu verlieren.

Infografik: Warum Newsletter-Abonnenten inaktiv werden

5 ½ Verfahren zur Newsletter An- und Abmeldung

Mit welchen Verfahren kann man eine Newsletter-Anmeldung bzw. -Abmeldung durchführen? Ist das, was wichtig bei der Anmeldung ist, auch wichtig bei der Abmeldung? Wir wollen 5 ½ gängige Begriffe und Möglichkeiten kurz im Vergleich vorstellen:

1. Double Opt-in

Zu diesem Verfahren brauchen nicht viele Worte verloren zu werden, denn wer rechtssicheres E-Mail-Marketing betreiben will, kommt um das Double Opt-in nicht herum. Die Anmeldung zu einem Newsletter erfolgt in zwei Schritten: Nach Ausfüllen des Anmeldeformulares erhält der Abonnent eine E-Mail mit einem Bestätigungslink an seine E-Mail-Adresse. Wird dieser Link mittelfristig nicht geklickt, unterbleibt der Newsletter-Versand. Dies dient vor allem dem Schutz vor unerlaubtem Eintragen der E-Mail Adresse durch Dritte bzw. Spammer. Da das Verfahren für Laien nicht ganz intuitiv ist, sollte es im Zuge des Anmeldeprozesses erläutert werden.

2. Opt-in

Das Opt-in ist ein einstufiges Verfahren und wird deshalb auch Single Opt-in genannt. Nach Absenden des Formulares ist die Anmeldung ungeprüft direkt gültig, der Abonnent gelangt lediglich auf eine Bestätigungsseite. Durch die fehlende Rückversicherung per E-Mail ist das Opt-in Verfahren anfällig für Missbrauch und Spam durch Dritte.

3. Confirmed Opt-in

Das Confirmed Opt-in ist eine Zwischenlösung der oben genannten Methoden. Zwar ist keine Bestätigung der Anmeldung durch Klick auf einen Link nötig, der Abonnent erhält aber nach der Anmeldung eine Bestätigungs-E-Mail. Zwar kann Spam durch dieses Verfahren nicht verhindert werden, der Empfänger erhält aber zumindest Kenntnis über eine eventuelle Newsletter-Anmeldung durch Dritte und kann entsprechend reagieren.

4. Double Opt-Out

Was bei der Anmeldung erwünscht ist, wird bei der Abmeldung eher negativ bewertet: ein zweistufiges Abmeldeverfahren, bei dem die Abmeldung durch Klick auf einen Link in einer E-Mail bestätigt werden muss.  Das Double Opt-out stellt zwar sicher, dass sich kein Abonnent unbeabsichtigt aus dem Newsletter austrägt, gestaltet die Abmeldung aber unnötig kompliziert, verärgert so die Abonnenten und birgt die Gefahr, dass die Bestätigungs-E-Mail als Spam gekennzeichnet wird. Dies alles schadet der Reputation des Versenders.

5. Opt-Out

Der Abonnent sollte sich mit einem einfachen Klick auf einen Abmeldelink oder ein Abmeldeformular von der Empfängerliste austragen können. Die Abmeldung muss jederzeit möglich sein und wird deshalb fest in den Newsletter integriert. Wo sich der Empfänger per Opt-out austragen kann, musste vorher eine Einwilligung per Double Opt-in vorgelegen haben. Eine automatische Eintragung in eine Empfängerliste mit der Möglichkeit sich nachträglich per Opt-out auszutragen, ist rechtlich nicht zulässig.

5 ½. Confirmed Opt-out

Confirmed Opt-out ist zwar kein gängiger Begriff, lässt sich aber analog zum Confirmed Opt-in auf die Abmeldung übertragen. Demnach würde einem Empfänger nach Klick auf einen Abmeldelink oder ein -formular nicht nur eine Bestätigungsseite angezeigt, sondern auch eine Bestätigungs-E-Mail zugestellt. Zwar beinhaltet diese E-Mail für die Abmeldung keinen weiteren Handlungsbedarf, der Versender könnte aber die Abmeldung bedauern, dem Empfänger die Möglichkeit bereitstellen, ein Feedback zum Grund der Abmeldung zu geben, oder stattdessen einen themenspezifischen Teil-Newsletter zu abonnieren. Hier verbirgt sich zwar Reaktivierungpotenzial, dennoch besteht auch hier die Gefahr, als Spam eingestuft zu werden.

Weitere Fachbegriffe rund ums E-Mail-Marketing werden verständlich im sitepackage:// Online-Marketing Glossar erklärt.

Newsletter-Formulare: Willst du mich abonnieren? Ja. Nein. Vielleicht.

Die Integration von Newsletter-Formularen in eine Website ist eines der effektivsten Instrumente bei der Adressgenerierung und dem Aufbau eines Verteilers und ist zugleich der erste Berührungspunkt mit dem zukünftigen Abonnenten. Gestaltung, Inhalt und Umfang des Anmeldeformulars entscheiden oftmals über Erfolg und Misserfolg der Anmeldung, denn treten Probleme auf oder fühlt sich der Nutzer durch etwas gestört, kommt eine Anmeldung eventuell gar nicht erst zustande. Wir haben deshalb eine Übersicht darüber erstellt, welche Elemente ein gutes Newsletter-Formular beinhalten kann und sollte.

Einleitungstext und Abfrage persönlicher Daten

  • Der Einleitungstext steht noch oberhalb des Formulares und dient dazu, das Eis zur Anmeldung zu brechen. Es gilt, Vorteile oder Mehrwerte des Abonnements zu kommunizieren, eventuell auf einen Beispielnewsletter bzw. das Archiv hinzuweisen, durch Begriffe wie „kostenlos“ oder „gratis“ Hemmnisse abzubauen und Hinweise auf das Widerspruchsrecht zu geben bzw. die einfache Abmeldung zu betonen.
  • Die E-Mail-Adresse ist das wichtigste und zugleich für den Versand des Newsletters einzig notwendige Pflichtfeld. Die Gültigkeit der E-Mail-Adresse bzw. deren Schreibweise sollte überprüft und ggf. eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben werden.
  • Die Felder für Anrede, Vor- und Nachname sowie Firma sollten keine Pflichtangaben darstellen. Oftmals werden sie vom Abonnenten gern freiwillig ausgefüllt, sind sie dagegen von vorneherein ein Muss, kann dies auf Unverständnis stoßen und im schlimmsten Fall zum Abbruch führen. Wichtig dabei: Anrede bzw. Geschlecht mit abfragen! Was nützt es dem Abonnenten, wenn er zwar seinen Vor- und Nachnamen angeben muss, im Newsletter dann aber trotzdem mit „Sehr geehrte/r Frau/Herr“ angesprochen wird? Die Abfrage der Anrede gibt Rückschlüsse auf das Geschlecht und ermöglicht so eine spätere Personalisierung. Die freiwillige Abfrage der Firma kann besonders im B2B-Bereich sinnvoll sein.

E-Mail-Format und Verteilerlisten

  • Eine Newsletter-Software ermöglicht in der Regel sowohl den Versand als HTML-E-Mail als auch als Nur-Text-Version. Warum also nicht den Abonnenten die von ihm bevorzugte Variante selbst wählen lassen?
  • Relevanter Content ist einer der wichtigsten Bausteine im E-Mail-Marketing. Je nach Unternehmen und Produkten kann es sinnvoll sein, den Abonnenten bei der Anmeldung seine besonderen Interessensgebiete wählen zu lassen. So bestehen später weitreichende Personalisierungsmöglichkeiten. Technisch lässt sich der personalisierte Versand beispielsweise über spezielle thematische Verteilerlisten umsetzten.

Zusatzinformationen zum Double Opt-in

Im Idealfall wird zur Anmeldung das rechtssichere Double Opt-in Verfahren gewählt. Der Ablauf ist dem Abonnenten aber ggf. nicht bekannt. Zusatzhinweise unterhalb des Anmeldeformulares sowie eine Erfolgsmeldung mit Hinweis auf die weiteren notwendigen Schritte nach dem Klick auf den Anmelde-Button können die Anmelderate erhöhen. Über weitere Tipps, wie man den Nutzer beim Double Opt-in an die Hand nimmt, haben wir hier im Blog bereits berichtet.

Testing nicht vergessen!

Natürlich gilt auch bei der Implementierung eines Newsletter-Formulares: Testen, testen, testen. Lässt sich das Formular erfolgreich absenden, wenn lediglich die Pflichtfelder ausgefüllt worden sind? Erscheint ein neuer Empfänger wirklich in der Abonnentenliste? Funktioniert der Double Opt-in Link in der Bestätigungs-E-Mail? Sind die Fehlermeldungen erreichbar und richtig betextet? Wird ein abgemeldeter Nutzer wirklich für den weiteren Empfang gesperrt? Dies sind nur einige Fragen, die man vor der Veröffentlichung des Anmeldeformulares überprüfen sollten.

Für alle Nutzer des sitepackage:// Newsletter-Systems steht ein kostenloses Whitepaper Newsletter-Formulare mit vollständiger Schnittstellenspezifikation und zahlreichen HTML-Beispielen und Mustertexten zum Download bereit.

Double Opt-in: Den Nutzer an die Hand nehmen

Das Double Opt-in Verfahren sollte bei der Newsletter-Anmeldung mittlerweile Pflicht sein: den Nutzer schützt es vor unerwünschten Werbe-E-Mails, für den Versender erhöht es die Qualität der Adressliste. Warum? Weil die Anmeldung in einem zweiten Schritt, in der Regel per Klick auf einen Link in einer E-Mail, bestätigt werden muss.

Hin und wieder kommt es allerdings vor, dass der Bestätigungslink nicht aktiviert wird. Will der Nutzer den Newsletter gar nicht erhalten, hat das Double Opt-in seinen Zweck voll erfüllt. Oftmals sind es aber ganz andere Gründe, die zu einer ausbleibenden Aktivierung führen: Die E-Mail landet als False Positive im Spamfilter, der Nutzer hat vergessen, das Abonnement zu bestätigen oder er hat das Verfahren nicht verstanden.

Für E-Mail-Marketer ist der Anmeldeprozess beim Double Opt-in natürlich selbsterklärend, für den Nutzer aber oftmals nicht. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten bei der Gestaltung des Anmeldeprozesses und der Bestätigungs-E-Mail einige Dinge bedacht werden.

Checkliste Double Opt-in: An alles gedacht?

  • Den Prozess erklären: Innerhalb des Anmeldeformulares und auf der nachgelagerten Bestätigungsseite nach Übermittlung der Daten
  • Darauf hinweisen, dass die Zustellung der Bestätigungs-E-Mail ggf. einige Minuten dauern kann
  • Den Hinweis geben, unter Umständen auch im Spam-Ordner nach der E-Mail zu sehen
  • Um False Positves zu vermeiden, dazu auffordern, die Absenderadresse vorab ins Adressbuch aufzunehmen
  • Kontakt- und Hilfemöglichkeiten anbieten
  • Einen aussagekräftigen Betreff mit Call-to-Action zum Klicken des Bestätigungslinks verwenden
  • In der E-Mail den Klick forcieren und weder inhaltlich noch optisch vom Anmeldelink ablenken
  • Bei der Platzierung des Links geringere Höhen des Vorschaufensters beachten

Newsletter-Abonnenten mobil generieren

Smartphone-Besitzer in Deutschland nutzen ihr mobiles Endgerät am liebsten zum Abrufen von E-Mails – das ergab eine Studie von comScore. Somit liegt es nahe, dass auch Newsletter zunehmend mobil geöffnet werden. Über Tipps zur Optimierung von Mobile E-Mail-Marketing haben wir bereits berichtet.

Warum nicht auch Newsletter-Abonnenten mobil generieren?

Ausgangspunkt ist eine mobile Version der Newsletter-Anmeldeseite. Auf diese wird der Interessent entweder online durch eine Werbeanzeige oder offline durch einen QR-Code geleitet. Hier kann er sich in einem mobiloptimierten Formular unter Eingabe seiner E-Mail-Adresse für den Newsletter registrieren.

Im Rahmen des Anmeldeformulars sollten Informationen zu Themen und Mehrwert des Newsletters geliefert werden, damit der Nutzer einschätzen kann, was ihn erwartet. Da ein Großteil der Smartphone-Nutzer ihre E-Mails mobil abruft, geht die vom Newsletter-System ausgelöste Bestätigungs-E-Mail im Rahmen des Double Opt-in Verfahrens direkt dort ein und kann umgehend bestätigt werden.

Wer keine entsprechende mobile Seite für die Newsletter-Anmeldung entwickeln kann oder will,  für den gibt es einen anderen Weg: Im Falle der Umsetzung von Listbuilding mit QR-Codes erhält der Nutzer nach dem Scan die Möglichkeit eine im QR-Code hinterlegte E-Mail mit vorgefertigtem Inhalt  über sein E-Mail-Programm abzusenden.

Diese Information muss an das Newsletter-System übermittelt werden, um den Versand der Bestätigungs-E-Mail an die Absenderadresse zu veranlassen. Bei Klick auf den Bestätigungslink wird die E-Mail-Adresse des neuen Abonnenten in die Adressliste des Newsletters aufgenommen. Voraussetzung seitens des Newsletter-Anbieters für die Umsetzung dieser Technik ist, den Eintrag in die Adressliste per E-Mail-Versand zu erlauben.

Im Zuge der Segmentierung der Empfängerdatenbank ist es sinnvoll, die mobilen Anmeldungen zu kennzeichnen um später spezielle Inhalte unterbreiten zu können.

Checkliste: Newsletteranmeldung

Es ist wieder Zeit für eine Checkliste, diesmal zum Thema Anmeldevorgang.  Im folgenden nennen wir sieben Tipps, die man beachten sollte, um professionell und vertrauenswürdig aufzutreten und erfolgreich Newsletter-Abonnenten zu gewinnen:

  • Versand nur nach Einholen des Einverständnisses des Empfängers, am besten rechtssicher per Double Opt-in realisieren.
  • Einfacher und verständlicher Anmeldevorgang, dazu das Double-Opt-in-Verfahren mit Hinweis auf Aktivierungslink kurz erläutern.
  • Vertrauen schaffen und bereits im Anmeldeformular auf Abmeldung und Datenschutzrichtlinien hinweisen.
  • Anonymen Bezug des Newsletters ermöglichen, indem lediglich die E-Mail-Adresse Pflichtfeld ist. Weitere Informationen können optional abgefragt werden.
  • Nutzen und Mehrwert des Newsletters kommunizieren.
  • Anmeldeformular prominent und im sichtbaren Bereich auf der Webseite platzieren.
  • E-Mail-Adressen auch offline generieren.

Diese Checkliste ist ein Auszug aus der von Nico Zorn entwickelten Checkliste für E-Mail-Marketing.

Es war einmal – die erste Spam-E-Mail

Beim Versand eines Newsletters und bereits bei der Adressgenerierung sind einige rechtliche Aspekte zu beachten, damit nicht der Eindruck von unseriösem E-Mail-Marketing und Spam entsteht. Das Double Opt-in Verfahren bei der Newsletter-Anmeldung zu nutzen, im Anmeldeformular das Gebot der Datensparsamkeit zu befolgen oder dem Abonnenten jederzeit die Möglichkeit einzuräumen, den Newsletter abzubestellen – dies sind nur einige Dinge, die erfahrenen Newsletter-Versendern bekannt sein dürften. Wir wollen uns daher einmal einer ganz anderen Frage widmen.

Wann wurde eigentlich die erste Spam-E-Mail versendet?

Am 3. Mai 1978 verschickte DEC-Mitarbeiter Gary Thuerk 600 E-Mails um auf zwei Verkaufspräsentationen des neuen DEC-Computersystems aufmerksam zu machen:

„[…] WE INVITE YOU TO COME SEE THE 2020 AND HEAR ABOUT THE DECSYSTEM-20 FAMILY AT THE TWO PRODUCT PRESENTATIONS WE WILL BE GIVING IN CALIFORNIA THIS MONTH.[…] A 2020 WILL BE THERE FOR YOU TO VIEW. ALSO TERMINALS ON-LINE TO OTHER DECSYSTEM-20 SYSTEMS THROUGH THE ARPANET. […]“

DEC war ein Unternehmen, das damals hautpsächlich an der amerikanischen Ostküste operierte. Gary Thuerk wollte nun seinen Kundenstamm auf die Westküste erweitern und ließ sich alle entsprechenden Adressen der Arpanet-Nutzer geben, die er dann per E-Mail erreichen konnte. Das Arpanet war ein Vorgänger des heutigen Internets und 1978 waren etwa 2600 Menschen per E-Mail erreichbar. Der ungefragte Erhalt der E-Mail rief bei den Empfänger eine große Beschwerdewelle hervor, die stark an heutige Reaktionen auf Spam-E-Mails erinnert.

Trotz der Ablehnung im Empfängerkreis bestreitet Gary Thuerk bis heute seine damalige E-Mail sei das gewesen, was wir heute als Spam bezeichnen. Seine Informationen über den DEC-20 seien für die Zielgruppe absolut relevant und nützlich gewesen, da man davon ausgehen konnte, dass Menschen, die damals bereits E-Mail nutzten Interesse an diesem neuen Computersystem besaßen. Thuerk schien also nach dem heutigen Begriff der „vermuteten Einverständnis“ zu handeln, wenn auch in einer etwas weiter gefassten Interpretation.

Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben:  zu seinen beiden beworbenen Verkaufspräsentationen kamen etwa 40 Interessierte, insgesamt verkaufte er daraufhin neue DEC-Computer im Wert von zwölf Millionen US-Dollar.

Der Begriff „Spam“ wie wir ihn heute kennen wurde tatäschlich erst 1993 eingeführt, 15 Jahre nachdem die erste Spam-Mail verschickt wurde.

Mit Firmenadressen den Newsletter-Verteiler ausbauen

Ein immer wieder thematisiertes Problem ist der Aufbau eines umfassenden E-Mail-Verteilers. Viele Unternehmen sehen dies als vordringliche Aufgabe für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing an. Besonders im B2B-Bereich benötigt man qualifizierte Firmenadressen, um nicht nur Reichweite aufzubauen, sondern um überhaupt die passenden Ansprechpartner und Entscheider mit Inhalten versorgen zu können. Nur wie kommt man an solche wertvollen Kontakte?

Einwilligung erforderlich

Aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen und der Tatsache, dass Newsletter als Form des Permission Marketing einer Einwilligung der Empfänger bedürfen, ist bei Anmeldevorgängen über die Website ein sogenanntes Double Opt-In notwendig. Dabei muss der Interessent, der sich für den Newsletter anmeldet, den Bestätigungslink in einer entsprechenden E-Mail anklicken, um wirklich in den Verteiler aufgenommen zu werden. Aber wie motiviert man Besucher nun dazu, einen Newsletter zu abonnieren?

Der Weg zum Anmeldeformular muss nicht immer über einen Online-Kanal erfolgen. Natürlich bieten sich Bannerkampagnen, Anzeigen in Suchmaschinen oder Hinweise in E-Mail-Signaturen von Mitarbeitern an, Bestands- wie Neukunden auf ein Newsletter-Angebot aufmerksam zu machen. Am besten wird die Anmeldung incentiviert – mit einem Gewinnspiel, Gutschein oder Gratis-Download – um den Anreiz zu steigern. Denn üblicherweise wollen Nutzer für die Herausgabe ihrer E-Mail-Adresse einen Gegenwert oder Vorteil erhalten.

Adressgenerierung auf dem Postweg

Eine zusätzliche Möglichkeit zur Generierung von E-Mail-Adressen bietet jedoch auch die gute alte Briefpost. Anschriften von Unternehmen können bei einschlägigen Verlagen erworben werden. Dabei lassen sie sich in der Regel nach unterschiedlichsten Kriterien filtern, um die Streuverluste eines klassischen Mailings zu minimieren. Die Adressen von adress-base.de beispielsweise können nach Branche, Firmengröße, Bundesland oder Region sowie Gesellschaftsform, Ansprechpartnern und weiteren Merkmalen selektiert werden. Über ein Formular erhält man sofort Angaben zur Menge der Resultate und natürlich zu den Kosten. Alternativ stehen vorgefertigte Paket zum Pauschalpreis zur Auswahl.

Aber Vorsicht: auch wenn ein solcher Listbroker teilweise Datensätze mit E- Mail-Adressen anbietet, heißt das noch lange nicht, dass man diese einfach per Newsletter anschreiben darf. Durch den Kauf erhält man definitiv keine explizite Einwilligung des Adressinhabers, ihn mit E-Mails zu beschicken.

Daher sollte man auf einen herkömmlichen Serienbrief setzen, der postalisch zugestellt wird. Damit eine solche Aktion nicht verpufft, sollte sie natürlich ebenso einen entsprechenden Mehrwert ausloben. Motivieren Sie die Angeschriebenen dazu, ihre E-Mail-Adresse über ein gut gestaltetes Response-Element an Sie zurück zu senden, oder verweisen Sie sie auf eine passende Landingpage, über die man das Double Opt-In durchführen kann. Sicher wird die Erfolgsquote nicht in einem mehrstelligen Prozentbereich liegen, aber bei einer schlüssigen Kommunikation erhält man wertvolle und vor allem relevante Adressen für den E-Mail-Verteiler.

Beispiele für Mehrwerte

Bei Geschäftsleuten spielen dabei auf jeden Fall andere Argumente eine Rolle als bei Privatkunden. Hier einige Ideen für geeignete Motivatoren:

  • Wissensvorteil durch kostenloses Handbuch, Whitepaper, Studie etc.
  • Kostenlose Produkt-Demo oder ein zeitlich begrenzter Testzugang
  • Ersparnis bzw. Gutschein für eine Registrierungsgebühr
  • Attraktives Give-away mit Bezug zur jeweiligen Geschäftstätigkeit
  • Geschwindigkeitsvorteil, z.B. durch spezielle E-Mail-Angebote
  • Exklusives Beratungsgespräch, Webinar oder Telefonat
  • Online-Befragung oder Durchführung eines Experteninterviews
  • Bei Lieferanten: Verbesserte Zahlungskonditionen
  • Bei Kunden: Verlängerte Zahlungsfrist oder Skonto
  • Einladung zu einer Fachmesse oder einem Kongress
  • Exklusive Vorbestellung noch nicht erhältlicher Produkte
  • Tipps für Einspar- oder zusätzliche Umsatzpotenziale

Eine ganz entscheidende Rolle spielt darüber hinaus, ob ein Mailing zusätzlich mit anderen Maßnahmen kombiniert wird. Die Wirksamkeit lässt sich normalerweise mit Follow-Ups oder Telefonanrufen merklich steigern. Aber auch weitere Marketingkanäle kann man einbeziehen, wenn das Budget es zulässt: Events, Anzeigen, Promotion-Aktionen um nur einige zu nennen. Die konkrete Ausgestaltung sollte man natürlich an die Zielgruppe und ihren Bedarf anpassen.

Wohnraum-Tuning

Sie sind der heimliche Star jeder Doku-Soap über Innenarchitektur: die Dekorationsidee Wandtattoos. Mit ihnen lassen sich Wohnräume in kürzester Zeit individuell optisch aufwerten und verschönern. Im Online-Shop des Wandtattoo-Anbieters „your design“ finden sich viele Vorlagen für Wanddekorationen von z.B. Wohn-/ Arbeits- oder Badezimmer. Daneben gibt es auch die Möglichkeit sich eigene Kunstwerke nach Hause schicken zu lassen. In dieser Woche haben wir uns das E-Mail-Marketing von „your design“ genauer angeschaut.

Bei Besuch der Startseite von wandtattoos.net weist der Anbieter nur sehr dezent auf seinen Newsletter hin. Die Anmeldung zum Newsletter mit Tipps zur Wanddekoration und Shop-Aktionen ist links unter dem Hauptmenü versteckt. Chancen Interessenten deutlich auf den Mehrwert der elektronischen Nachrichten hinzuweisen werden hierdurch verspielt.

Wird der Button dennoch vom Nutzer gefunden, wird er direkt auf eine Landingpage geführt. Diese besticht durch eine schlichte Übersichtlichkeit. Eine konsistente Übernahme von Corporate-Design-Elementen des Online-Shops erfolgt jedoch leider nicht. Eine Auswahl des bevorzugten E-Mail Formats (HTML oder Plain-Text) konnten wir ebenfalls nicht vorfinden. Rechtlich gesehen gibt es für den Anmeldeprozess 5 Sterne. Die Eingabe der E-Mail Adresse genügt zur Eintragung nach dem Grundsatz der Datensparsamkeit (BDSG §3a). Zudem führt ein Smiley durch ein gesichertes Double-Opt-In-Verfahren. Die Bestätigungs-E-Mail liegt in nur wenigen Sekunden nach Anmeldung in unserem Postfach.

Ein Blick ins Newsletter-Archiv gibt uns Einblick in die zuletzt versendete Nachricht. Die optische Gestaltung der HTML-E- Mail lässt sofort auf „your design“ schließen. Beim inhaltlich keineswegs überfrachteten Newsletter handelt es sich um eine Gutscheinaktion, die den Leser aktiv zum Aufrufen der enthalten Links auffordert. Die Hauptaussage der Nachricht ist auch ohne enthaltene Bilder erkennbar.

Leider existieren dennoch diverse größere Mankos: Zum einen verfügt der Newsletter über kein vollständiges Impressum nach §5 TMG. Zum anderen gibt es keine Indizien für eine zielgerichtete Individualisierung des Mailings, obwohl dies eine hohe Öffnungsrate hervorrufen kann. Außerdem existiert keine Weiterempfehlungsfunktion, welche für Gutscheinaktionen prädestiniert ist. Wie eine Weiterempfehlung z.B. über soziale Netzwerke erfolgen kann, wurde in unserem letzten Beitrag thematisiert.

Ein aktueller Newsletter lässt bis jetzt noch auf sich warten. Sobald dieser eingetroffen ist, werden wir ihn natürlich genauestens unter die Lupe nehmen.

5 Tipps zur professionellen Adressgewinnung

Gastbeitrag von Michaela Gabriel | GraphicMail Deutschland

Äsop schrieb einst die Geschichte von dem Jungen und dem Krug voller Nüsse. Der Junge wollte Nüsse sammeln, da diese so verführerisch nah vor seiner Nase lagen, fing aber vor Frustration an zu weinen, als er seine vollgestopfte Faust nicht mehr aus dem Krug ziehen konnte.

Hieraus kann man eine Parallele zum E-Mail Marketing ziehen: Man möchte immer noch mehr E-Mails an noch mehr Empfänger senden, jedoch hat der Krug des Gesetzgebers einen engen Hals – wenn man zu gierig wird, bekommt man am Ende gar nichts.

Neue E-Mail Adressen zu generieren ist kein Buch mit sieben Siegeln. Nichtsdestotrotz muss die Kunst der Akquise zunächst einmal gelernt werden.

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