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Lesen, Schreiben, Löschen: Zahlen zur täglichen E-Mail-Nutzung

Wie nutzen wir E-Mail eigentlich? Wie viel Zeit verbringen wir dabei täglich mit der Nutzung? Und womit verbringen wir die meiste Zeit? Dieser und ähnlicher Fragen ist das Unternehmen Baydin, Entwickler des E-Mail-Plugins Boomerang und des Email Game, auf den Grund gegangen: Daten von 5 Millionen E-Mails wurden ausgewertet, um Erkenntnisse über das Nutzerverhalten zu ziehen:

  • Der durchschnittliche E-Mail-Nutzer erhält 147 Nachrichten täglich und verbringt 2,5 Stunden am Tag mit E-Mail.
  • Ein Großteil der Zeit fällt dabei für die Bearbeitung einiger weniger (12), dafür aber wichtiger, E-Mails an (90 Minuten).
  • Durchschnittlich werden 40 E-Mails pro Tag geschrieben, das Verfassen einer Nachricht dauert dabei im Schnitt etwas über 70 Sekunden.
  • Eine E-Mail zu löschen, geht am schnellsten: in der Regel dauert dies 3 Sekunden. 80 % der gelöschten E-Mails ereilt ihr Schicksal sogar noch unterhalb von 3 Sekunden.
  • Insgesamt löschen wir pro Tag etwa 70 E-Mails, das dauert gerade einmal 5 Minuten.

Wie nicht anders zu erwarten, wird die entsprechende Infografik mit den kompletten Ergebnissen gleich mitgeliefert.

Newsletter-Nutzung in Europa

ContactLab, der italienische Marktführer für Beratung und Lösungen im Bereich E-Mail- und Direktmarketing, veröffentlicht eine Studie zur E-Mail-Nutzung in fünf europäischen Ländern: Italien, Spanien, Frankreich, Groß Britannien und Deutschland. Einige Erkenntnisse, die für das E-Mail-Marketing besonders interessant sind, möchten wir kurz vorstellen:

  • In den fünf untersuchten Ländern haben Nutzer durchschnittlich sieben Newsletter abonniert.
  • 23 % der Abonnenten hat sich schon einmal auf einer Facebook-Seite zu einem Newsletter angemeldet, 32 % dagegen bevorzugen die Anmeldung direkt auf der Unternehmenswebseite.
  • Die Top-Themen der abonnierten Newsletter sind Urlaubs- und Reiseinformationen (38%), Stellenangebote (32%), Gesundheit/Beauty (32%), Online-Community (27%), Technologie (26%), Einzelhandelsketten (25%), Kulturelle Ereignisse (22%), Dienste von Internet-/Telefonanbietern (20%) und Wettervorhersagen (19%).
  • 47 % der Befragten gab an, schon einmal durch direktes Anklicken eines Links im Newsletter online eingekauft zu haben.
  • Nur 8% haben schon einmal einen Newsletter in Sozialen Netzwerken weitergeleitet. Unkenntnis darüber, wie es geht, ist aber in Deutschland so gut wie kein Grund dafür (9%).
  • 11 % haben schon einmal einen Newsletter per E-Mail weitergeleitet.

Die komplette Studie „European Email Marketing Consumer Report 2011“, sowie eine anschauliche Infografik mit den wichtigsten Erkenntnissen sind als kostenloser Download erhältlich.

Zurück in die Zukunft: die E-Mail von 2011-2015

Der Analyse-Dienst Pingdom hat im Rahmen seines Jahresrückblicks auf das Internetjahr 2011 einige interessante Kennzahlen rund und die E-Mail und das E-Mail-Marketing ermittelt. Hier ein Auszug aus den Daten von 2011, dem 40. Jubiläumjahr der E-Mail:

  • pro Dollar, der in E-Mail-Marketing investiert wurde, gab es einen Return on Investment (ROI) von 44,25 $
  • 71 % des gesamten E-Mail-Traffics war Spam (November 2011), fast 20 % weniger als in 2010
  • trotz Spamfilter landeten 19 % des Spamaufkommens im Postfach von Unternehmen
  • der am häufigsten genutzte E-Mail-Client war mit 27,6 % Microsoft Outlook
  • der am häufigsten genutzte E-Mail-Dienst war Hotmail mit 360 Millionen.

Die E-Mail ist tot. Lang lebe die E-Mail!

Einen Blick in die Zukunft gewagt hat dagegen das Forschungsunternehmen Radicati. Auf Basis aktueller und vergangener Datenerhebungen kann zwar keine überraschende, aber eine positive Prognose für die Entwicklung der E-Mail bis 2015 gewagt werden: Sowohl der Anteil der E-Mail-Accounts als auch der Anteil an E-Mail-Traffic wird kontinuierlich steigen. Das Spamaufkommen wird sich dagegen weiter reduzieren. Die Bedeutung der schon häufig totgesagten E-Mail, auch als Marketinginstrument, wird also weiter steigen.

Es war einmal: die erste E-Mail

Die E-Mail ist aus der heutigen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Doch wann und von wem wurde sie eigentlich erfunden?

Ray Tomlinson gilt als Erfinder der E-Mail. Er forschte zu diesem Zeitpunkt bei der Firma Bolt Beranek and Newman (BBN) in Cambridge bei Boston, die gerade an der Entwicklung des Arpanets arbeitete, dem Vorgänger unseres heutigen Internets. Im Winter 1971 hatte Tomlinson dann eine Idee: Wie wäre es, wenn sich Menschen Nachrichten über ihre Computer schicken könnten – ortsunabhängig, schnell und kostenlos?

Eine Idee, die die Welt verändert

Gerade einmal sechs Stunden benötigte er, um ein Programm zu schreiben, das die Kommunikation revolutionieren würde. Für ihn selbst schien es zunächst keine bahnbrechende Erfindung zu sein, was in der ersten E-Mail stand, weiß Ray Tomlinson deshalb auch nicht mehr.

„Ich dachte nur, das sei eine niedliche Idee, mehr nicht.“

Der Aufbau der E-Mail-Adresse hat sich bis heute kaum verändert: Name des Empfängers und Name des Servers, getrennt durch ein @. Lediglich die Top-Level-Domain wurde nachträglich ergänzt. Auf das @-Zeichen stieß Tomlinson auf der Suche nach einem Trennsymbol von Benutzername und Hostname, das so gut wie nicht verwendet wird und weder Zahl noch Buchstabe ist. Woher das @-Zeichen stammt, weiß niemand so genau. Seit der industrielllen Revolution wird es aber in der Buchhaltung eingesetzt und war deshalb wohl auf der Tastatur zu finden.

1984 – Karlsruhe wird zur „Internethauptstadt“

Kaum zu glauben, die erste E-Mail erreicht Deutschland erst 13 Jahre später. Im Sommer 1984 erhielten die Informatiker Michael Rotert und Werner Zorn zusammen mit ihren Kollegen an der Universität Karlsruhe folgende, mit Rechtschreibfehlern gespickte, Nachricht:

„Wilkomen in CSNET! Michael, This is your official welcome to CSNET.“ (Betreff und Gruß)

Mit dieser E-Mail bestätigte eine Mitarbeiterin der Universität Wisconsin ihrem Kollegen den Beitritt zum CSNET, dem Computernetzwerk der amerikanischen Universitäten, zwecks Vernetzung der Wissenschaft.

Heute, weitere 28 Jahre später, werden täglich etwa 188 Milliarden E-Mails verschickt. Das beachtliche daran: Das Aufkommen an Spam-Mails ist hier bereits abgezogen, sonst wäre die Zahl um ein Vielfaches größer.

Monty Python und die Adaption des Begriffs „Spam“

Heute eine Bezeichnung für eine unverlangt zugestellte, meist werbliche, Massen-E-Mail, ist Spam ursprünglich ein Markenname für Dosenfleisch in Großbritannien (Spiced Ham).

Wie kam es nun zu dieser Verbindung?

In einem Sketch von Monty Python aus dem Jahre 1970 wird der Begriff  „Spam“ für eine unnötig häufige Verwendung und Wiederholung geprägt. Durch diesen Sketch enstand die Idee, ungewollten Informationsmüll als „Spam“ zu bezeichnen.

Die Übertragung auf die Kommunikation erfolgte erst wesentlich später. Bei Multi User Games überschwemmten Nutzer das Text-Interface immer wieder mit denselben Kommentare, in Anlehnung an den Monty Python Sketch wurden diese als Spam bezeichnet. Als Newsgroups zunehmend mit identischen Werbebotschaften überflutet wurden, hielt der Begriff Einzug in die Werbebranche.

Auch wenn die Bezeichnung durch einen lustigen Hintergrund geprägt wurde, E-Mail-Spam verursacht mittlerweile jährlich Schäden in mehrfacher Milliardenhöhe.

Fallstudie Trigger-Mail: Geburtstagskampagne von rabbit eMarketing

Wir schreiben viel über die Vorteile von Trigger-Mails, wie beispielsweise anlassbezogene Nachrichten zum Geburtstag. Zeit, einmal konkret zu werden. Deshalb möchten wir an dieser Stelle ein Fallbeispiel vorstellen und zwar die Geburtstagskampagne von rabbit eMarketing. In einem dreistufigen E-Mail-Versand wurden die Newsletter-Abonnenten zu ihrem Geburtstag überrascht.

  1. Einige Tage vorher erhielten die Empfänger eine E-Mail mit einem Rezept für einen Geburtstagskuchen vom rabbit-Team und dem Hinweis, dass man sich über ein Foto auf der Facebook-Pinnwand freuen würde.
  2. Um 00:01 Uhr erhielten die Geburtstagskinderdann  eine E-Mail – lediglich mit dem Inhalt „Erster“. Auf einer Landingpage wurde dem Empfänger der Grund der E-Mail erläutert.- Bei Interesse an einer Geburtstagsaktion für eigene Kunden konnte er Kontakt zum Team aufnehmen. Hier wurde ebenfalls der Aufruf zum Foto-Upload des Geburtstagskuchens auf Facebook platziert.
  3. Am Abend des Geburtstags kam eine letzte E-Mail mit der Bitte um Feedback zum Kuchen über einen von drei Buttons mit entsprechend hinterlegter Landingpage.

Für weitere Infos zur Geburtstagskampagne, beispielsweise zu Klickraten und Response, steht eine Fallstudie zum kostenlosen Download bereit. rabbit eMarketing erhielt für die Kampagne den MarketingSherpa Award in der Kategorie „Best Email Innovation“. Letztendlich ist es aber jedem selbst überlassen, für wie kreativ und gelungen er sie hält.

Optimale Betreffzeile für Fundraising-Aktivitäten

Weihnachtszeit ist Spendenzeit.

Und der Erfolg eines Spendenmailings steht und fällt, wie sollte es anders sein, mit der Betreffzeile. In einer Studie im Auftrag der SOS-Kinderdörfer wurden in 2010 E-Mails mit zehn unterschiedlichen Betreffzeilen in zwei Varianten, mit und ohne personalisierte Ansprache, an 100.000 Empfänger versendet.

Die Ergebnisse:

„Die perfekte Betreffzeile verzichtet auf die persönliche Anrede, benennt die Organisation, formuliert den Spendenaufruf indirekt, verwendet eine emotionale Beschreibung und einen positiv formulierten Appell“

Eine persönliche Ansprache im Newsletter ist wichtig, in der Betreffzeile eines Spendenaufrufs hat diese aber scheinbar wenig zu suchen. Entsprechende E-Mails wurden deutlich seltener geöffnet. Ein indirekter Spendenaufruf wirkt besser als ein direkter, ebenso wie ein positiver Appell gegenüber einem negativen Statement. Wie in allen Mailings ist es natürlich auch bei Spendenaufrufen unerlässlich, dass der Versender auf den ersten Blick deutlich wird.

Im Klartext lautet der Betreffzeilen-Gewinner für den Spendenaufruf der SOS-Kinderdörfer:

„SOS-Kinderdörfer: Reichen Sie Kindern wie Rosa Ihre Hand!“

Trigger-Mails bei Warenkorbabbruch

Es geht wieder einmal um das Thema Trigger-Mails, genauer gesagt um Remarketing-E-Mails bei Warenkorbabbruch. Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen: Der Kunde hat eindeutig sein Interesse an einem oder mehreren Produkten bekundet, der Abschluss ist nur wenige Klicks entfernt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Klickrate und Konversionen von E-Mails an Warenkorb-Abbrecher.

Doch die Gründe für Warenkorbabbrüche sind vielseitig:

  • zu hohe Versandkosten
  • gewünschte Zahlart nicht vorhanden
  • Unklarkeiten, Rückfragen, Unsicherheiten
  • kein Vertrauen in den Anbieter
  • Warenkorb als Merkliste verwendet
  • uvm.

Bei einigen Gründen besteht sicherlich noch Kaufabschluss-Potenzial, andere wiederum sind dagegen K.O.-Kriterien. Im Idealfall wird beim Versand von Trigger-Mails an Warenkorb-Abbrecher auf die Abbruchgründe reagiert, soweit bekannt und möglich. Auch eine Segmentierung, beispielsweise nach Geschlecht, Neu- oder Bestandskunden, kann den Erfolg erhöhen.

Grundsätzlich sollten Trigger-Mails kein bloßes Abbild des Warenkorbs darstellen, sondern dürfen gern kreativ sein. Wichtig ist allerdings, dass sich der Nutzer nicht überwacht fühlt. Natürlich müssen auch entsprechende rechtliche Aspekte beachtet werden, allen voran das Einverständnis des Nutzers über den Erhalt von Werbemails.

Bei allem Potenzial sollte folgendes aber nicht vergessen werden: Nicht nur auf die günstige und mit unter erfolgversprechende Reaktivierung per Trigger-Mail verlassen, sondern Mängel, die zum Warenkorbabbruch geführt haben, auch im Online-Shop beheben!

René Kulka hat zum Thema Warenkorbabbruch-E-Mails einen Beitrag verfasst, der die unterschiedlichsten Aspekte dieser Form der Remarketing-Mails ausführlich behandelt.

Video-Infografik: The World of Social Media 2011

Vor Kurzem haben wir in unterschiedlichen Beiträgen den Wert der E-Mail gegenüber Sozialen Netzwerken vorgestellt, sowie deutlich gemacht, dass der Hauptkanal für eine B2C-Kommunikation immer noch die E-Mail bzw. der Newsletter ist.

Dennoch boomt Social Media, keine Frage. Die Videoinfografik „The World of Social Media 2011“ zeigt anschaulich beeindruckende Zahlen über die Nutzung unterschiedlicher Social Media Plattformen. Ein schönes Video, dass man sicher zu Beginn eines Vortrages oder einer Präsentation zum Thema für sich sprechen lassen kann.

Um beiden Kanälen gerecht zur werden, empfiehlt es sich, E-Mail-Newsletter mit Aktivitäten in Sozialen Medien zu verknüpfen. Man spricht in diesem Fall auch von Social E-Mail-Marketing. Eine geeignete Newsletter-Software dafür ist beispielsweise das sitepackage:// Newsletter-System.

Cartoon: E-Mail-Marketing wie es nicht sein sollte

Jede Woche veröffentlicht Webdesigner und Illustrator Brad Colbow auf seiner Webseite einen Web Cartoon. Dieser zeigt, wie E-Mail-Marketing und anlassbezogene E-Mails nicht eingesetzt werden sollten:

„The Brads – Opt out“ Webcartoon von Brad Colbow auf www.bradcolbow.com