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Trigger-Mails einmal anders

Darüber, dass und wie man mit anlassbezogenen E-Mails die Kundenbindung erhöhen kann, haben wir bereits im letzten Monat berichtet. Die bekanntesten und gängigsten Trigger-Mails sind sicherlich Willkommensnachrichten, Geburtstagsgrüße und Reaktionen auf Kauf bzw. Kaufabbruch. René Kulka, E-Mail-Marketing Experte von optivo und Blogautor im E-Mail-Marketing-Blog „campfire“ hat in einem kostenlosen Whitepaper 17 ungewöhnliche Trigger-Mails vorgestellt. Eine Auswahl der interessantesten gibt es bei uns:

Krumme Glückwünsche

Geburtstagsglückwünsche, oftmals in Verbindung mit speziellen Angeboten oder Rabatten, sind gängige Praxis. Wie wäre es denn aber zum Beispiel mit einem Glückwunsch zum 33 1/3 Geburtstag? Oder einem Dankeschön für die siebte Bestellung im Online-Shop? Ausgefallene und kreative Ideen sorgen für Aufmerksamkeit.

Jahrestag

Für die Treue des Kunden bedanken, kann man sich mit Trigger-Mails zu bestimmten Jahrestagen, beispielsweise am Jahrestag der Newsletter-Anmeldung oder der ersten Bestellung im Online-Shop. Loyalitätsboni können dabei sowohl monetär, als auch inhaltlich sein, in Form von Zugang zu exklusiven Inhalten. Eine weitere Form des Jahrestages ist der Namenstag, die Namen der E-Mail- und Newsletter-Empfänger sind in der Regel bekannt. Vorraussetzung ist eine Datenbank mit entsprechenden Informationen zu den Namen und Namenspatronen.

Wiederkehrender Ersatzeinkauf

Bei einigen Produkten ist der zu erwartende Kaufzeitpunkt oder Ersatzzeitpunkt bekannt. Entweder ist die Lebensdauer des Produktes begrenzt oder das Produkt verbraucht sich und muss in regelmäßigen Abständen neu erstanden werden. Ein Beispiels sind Monatslinsen. Dieses Wissen kann genutzt werden, um zeitlich abgestimmte Erinnerungsmails zu versenden und die Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Service-Kontakt

Auslöser für diese Art der Trigger-Mails sind Serviceanfragen in Online-Kontaktformularen oder bereits erbrachte Serviceleistungen per Telefon, E-Mail oder vor Ort. Bei Kontaktanfragen können automatisierte E-Mails mit weitergehenden Serviceinformationen und thematisch passenden Links versandt werden. Nach bereits erbrachten Serviceleistungen kann beispielsweise Feedback eingeholt werden.

Wer jetzt auf eine Reihe von Ideen für anlassbezogene E-Mails gestoßen ist, der sollte eines beachten: schrittweise starten – mit einfachen Ereignissen beginnen und sich mit der Thematik vertraut machen. Nach und nach können neue Trigger-Mails eingerichtet werden, der Nutzer soll ja nicht durch Massennachrichten verschreckt werden.

Betreffzeilen-Checker

Der „subjekt-line-checker“ von litmus ist ein nützliches Tool um zu überprüfen, wie die Betreffzeile einer E-Mail oder eines Newsletter in unterschiedlichen E-Mail-Programmen dargestellt wird. Gerade bei langen Betreffs kann so herausgefunden werden, ob die Botschaft auf Anhieb komplett lesbar ist oder ob und wann sie abgeschnitten wird. In der kostenlosen Online-Version des Tools wird eine Vorabansicht der Betreffzeile in folgenden E-Mail-Clients unterstützt:

  • Outlook 2003
  • Outlook 2007
  • Outlook 2010
  • Hotmail
  • Google Mail
  • Yahoo! Mail
  • Blackberry

Zudem ist es möglich, eine kostenpflichtige litmus-Software zu erwerben. Hiermit kann dann das komplette Design einer E-Mail in über 30 E-Mail-Clients vorab getestet werden, auch auf mobilen Endgeräten. Je nach Höhe der monatlichen Gebühr können neben der E-Mail-Preview und einem Page-Test im Browser zusätzlich auch Spamfilter-Tests durchgeführt, E-Mail-Analytics abgerufen und unterschiedliche Anzahlen von Nuterzugängen eingerichtet werden.

Für einen kurzen Check des Betreffs und um ein Gefühl für die Länge und Darstellung der Betreffzeile zu bekommen und diese zu optimieren, ist das kostenlose Tool mit der eingeschränkten Auswahl an E-Mail-Programmen aber sicherlich erst einmal ausreichend.

Mobile Trends 2011

In einer aktuellen Studie zum Thema „Mobile Trends 2011“ stellt die promio.net GmbH Ergebnisse zu präferierten Endgeräten bei der E-Mail-Nutzung sowie zur präferierten Darstellung vor. Stichprobe waren 1500 Endverbraucher aus dem promio.net-Panel, die mindestens eines folgender Endgeräte besitzen:

  • Desktop-PC / Notebook / Netbook
  • Tablet PC
  • Smartphone

Präferiertes Endgerät zum Abruf von E-Mails

73 % aller Smartphone-Besitzer nutzen dieses auch zum Abrufen von E-Mails. Für nur lediglich jeden zehnten davon ist das Smartphone aber dafür das bevorzugte Endgerät. Bei den Tablet-Besitzern sind es ein wenig mehr, insgesamt ein Fünftel nennt den Tablet-PC zum Senden und Empfanden von E-Mails als bevorzugtes Endgerät. Insgesamt liegt die Präferenz zum Abrufen von E-Mails deutlich beim Desktop-PC bzw. Notebook oder Netbook: 96 % aller Teilnehmer nannten diese Endgeräte.

Präferierte Darstellung von E-Mails auf Endgeräten

Abhängig vom Endgerät sind auch die Darstellung und das Design einer E-Mail. Obwohl die große Mehrheit E-Mails am liebsten über den PC oder den Laptop abruft, gefällt nur knapp der Hälfte der Teilnehmer die Darstellungsform auf diesem Endgerät am besten. Auch Nutzer von Tablets und Smartphones sind mit der Darstellung auf ihren präferierten Endgeräten nicht zufrieden: Nur 41 % der Tablet- und 44 % der Smartphone-Nutzer finden die Darstellung auf ihrem Endgerät gegenüber der Darstellung auf anderen am besten.

Fazit

Auch wenn Desktop-PCs, Notebooks und Netbooks – vielleicht überraschenderweise – die mit Abstand beliebtesten Endgeräte zum Senden und Empfängen von E-Mails sind, verwenden viele Nutzer aber  grundsätzliche mehrere Endgeräte dazu. Bei Darstellung und Design besteht für alle Endgeräte noch Optimierungsbedarf.

Fünf Empfängertypen und das optimale Responsemanagement

Besteller, Klicker, Öffner, Nicht-Öffner und Abmelder: bei jedem Newsletter, egal wie groß oder klein der Empfängerkreis ist, gibt es dieselben Empfängertypen. Auf alle sollte man unterschiedlich eingehen. Wie? Das verrät die Promio.net GmbH in einem Fachartikel, der sich vor allem an absatzorientierte Webseiten richtet:

Besteller sind erfolgreich als Kunden gewonnen worden, nun geht es an die Kundenbindung und -kommunikation. Instrumente können Gutscheine, Empfehlungen für ähnliche Produkte oder Feedback-Aufrufe sein.

Klicker zeigen zwar Interesse, nehmen das Angebot im letzten Schritt aber nicht an. Der Zeitpunkt des Ausstieges im Bestellprozess sollte untersucht werden, zudem können mit A/B-Tests Angebote miteinander verglichen werden.

Öffner haben die Inhalte des Newsletters nicht geklickt. Textoptimierungen, Call-to-Actions und Aktionsmailings können die Klickrate erhöhen.

Nicht-Öffner, die einmal aktiv waren, sollten mit Hilfe von ungewöhnlichen E-Mail-Aktionen reaktiviert werden. Nicht-Öffner, die nie aktiv waren, wollten wahrscheinlich nur an einer einmaligen Aktion teilnehmen, eine Reaktivierung lohnt sich meist nicht.

Abmelder schließlich können durch ein Feedback im Abmeldeprozess Aufschluss über die Abmeldegründe liefern.

Behavioral-E-Mail-Marketing: Studie von RedEye

RedEye stellt den dritten Teil seiner Studie zu Behavioral-E-Mail-Marketing vor. Darin wird deutlich, dass Willkommens-E-Mails die am häufigsten genutzen Behavioral Trigger darstellen. Verhaltensbezogene Trigger mit der größten Wirkung auf den Umsatz sind dagegen Warenkorbabbruch-E-Mails, diese werden aber am wenigsten genutzt.

Grundlage der Benchmark-Studie war die E-Mail-Kommunikation von über 200 britischen Versandhändlern, Versicherungsunternehmen und Wettanbietern, sowie einiger weitere Kunden im Vergleich. RedEye selbst ist Spezialist für Behavioral-E-Mail-Marketing, die Studie kann kostenlos per E-Mail unter service@redeye.com angefordert werden.

Kostengünstige Software für den Handel

E-Mail stellt immer noch eines der wirkungsvollsten Marketinginstrumente dar, trotz Social-Media-Boom. So ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach E-Mail-Marketing- und Newsletter-Software groß ist.

Die Suche nach geeigneten Tools gestaltet sich im Web nicht immer einfach. Eine Google-Suche ist zwar meist ein guter Ausgangspunkt, allerdings ist es oft mühsam, sich durch die Ergebnisliste zu arbeiten. Geeignete Portale, in denen man eine Übersicht über mögliche Applikation für das E-Mail-Marketing erhält, sind einem eher selten bekannt. Besonders schwierig wird es für Interessenten, denen wenig bis gar kein Budget für eine solche Software zur Verfügung steht.

Handelsprogramm.de  ist ein Software-Portal, das hier Abhilfe schaffen kann. Der Schwerpunkt liegt auf Software für den Büroalltag, hierzu zählt auch eine Auflistung von Email Marketing Software für das Newsletter Marketing. Spezialisiert hat sich das Portal auf die Zielgruppe Selbstständige, Freiberufler, Vereine und Unternehmen. Es werden überwiegend Low-Budget-Programme, Programme mit kostenloser Testversion oder Open-Source-Programme, also quelloffene Software, zum Download angeboten.

Betrieben wird die Seite von der Internetagentur Visual Minds aus Leipzig. Der Umfang ist im Vergleich zu Portalen wie Softguide aber eher noch gering. Daher ist jedermann aufgefordert, selbst neue, interessante Programme einzutragen, um Angebot und Nutzen weiter zu steigern.

Es war einmal – die erste Spam-E-Mail

Beim Versand eines Newsletters und bereits bei der Adressgenerierung sind einige rechtliche Aspekte zu beachten, damit nicht der Eindruck von unseriösem E-Mail-Marketing und Spam entsteht. Das Double Opt-in Verfahren bei der Newsletter-Anmeldung zu nutzen, im Anmeldeformular das Gebot der Datensparsamkeit zu befolgen oder dem Abonnenten jederzeit die Möglichkeit einzuräumen, den Newsletter abzubestellen – dies sind nur einige Dinge, die erfahrenen Newsletter-Versendern bekannt sein dürften. Wir wollen uns daher einmal einer ganz anderen Frage widmen.

Wann wurde eigentlich die erste Spam-E-Mail versendet?

Am 3. Mai 1978 verschickte DEC-Mitarbeiter Gary Thuerk 600 E-Mails um auf zwei Verkaufspräsentationen des neuen DEC-Computersystems aufmerksam zu machen:

„[…] WE INVITE YOU TO COME SEE THE 2020 AND HEAR ABOUT THE DECSYSTEM-20 FAMILY AT THE TWO PRODUCT PRESENTATIONS WE WILL BE GIVING IN CALIFORNIA THIS MONTH.[…] A 2020 WILL BE THERE FOR YOU TO VIEW. ALSO TERMINALS ON-LINE TO OTHER DECSYSTEM-20 SYSTEMS THROUGH THE ARPANET. […]“

DEC war ein Unternehmen, das damals hautpsächlich an der amerikanischen Ostküste operierte. Gary Thuerk wollte nun seinen Kundenstamm auf die Westküste erweitern und ließ sich alle entsprechenden Adressen der Arpanet-Nutzer geben, die er dann per E-Mail erreichen konnte. Das Arpanet war ein Vorgänger des heutigen Internets und 1978 waren etwa 2600 Menschen per E-Mail erreichbar. Der ungefragte Erhalt der E-Mail rief bei den Empfänger eine große Beschwerdewelle hervor, die stark an heutige Reaktionen auf Spam-E-Mails erinnert.

Trotz der Ablehnung im Empfängerkreis bestreitet Gary Thuerk bis heute seine damalige E-Mail sei das gewesen, was wir heute als Spam bezeichnen. Seine Informationen über den DEC-20 seien für die Zielgruppe absolut relevant und nützlich gewesen, da man davon ausgehen konnte, dass Menschen, die damals bereits E-Mail nutzten Interesse an diesem neuen Computersystem besaßen. Thuerk schien also nach dem heutigen Begriff der „vermuteten Einverständnis“ zu handeln, wenn auch in einer etwas weiter gefassten Interpretation.

Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben:  zu seinen beiden beworbenen Verkaufspräsentationen kamen etwa 40 Interessierte, insgesamt verkaufte er daraufhin neue DEC-Computer im Wert von zwölf Millionen US-Dollar.

Der Begriff „Spam“ wie wir ihn heute kennen wurde tatäschlich erst 1993 eingeführt, 15 Jahre nachdem die erste Spam-Mail verschickt wurde.

Email-Expo 2012

Save the date – am 24. und 25. April 2012 findet auf dem Messegelände Frankfurt die 3. Email-Expo statt.

Dabei handelt es sich um eine Fachmesse für professionelles Email-Marketing. Nach der positiven Resonanz aus 2010 und 2011 findet die Messe im kommenden Jahr erstmalig zweitägig statt. Die Email-Expo bietet die Möglichkeit, mit Experten und Dienstleistern zum Thema Email-Marketintg in Dialog zu treten. Informationen findet man dabei nicht nur an den Ständen fachkundiger Aussteller –  das Herzstück ist das Vortragsprogramm. Ganztägig werden praxisorientierte Vorträge auf zwei parallelen Bühnen gehalten.

Rückblick auf 2011

Die 2. Email-Expo fand dieses Jahr am 16. Mai statt. Topthema war neben Email im Marketingmix vor allem Social Media und deren Einbindung in das Email-Marketing. Viele der 24 Fachvorträge widmeten sich diesem Thema.
36 Aussteller und Sponsoren sowie rund 930 Teilnehmer trugen ihren Teil zu einer erfolgreichen Veranstaltung bei.  Aktualität und praxisnähe der Vorträge wurden besonders gelobt.

Zeitgleiche Fachforen

Wer sich neben Email-Marketing auch für Suchmaschinen-Marketing und User Experiences interessiert, kommt zusätzlich auf seine Kosten. Parallel zur Email-Expo finden auf dem Frankfurter Messegelände die Fachmessen Search-Expo und UX-Expo statt.

Social Media oder auch das Thema „Mobile“ wird sicherlich auch im kommenden Jahr eine große Rolle spielen, auf weitere Trends und Innovationen darf man wohl gespannt sein.
Ob als Besucher, Aussteller oder Speaker – die Email-Expo am besten schon einmal im Kalender notieren.

Generation 140, Yahoo! und Ross Antony

In der Yahoo! Mail-Studie vom Juni 2011 hat der Freemail-Anbieter die Nutzungsgewohnheiten der sogenannten Generation 140 untersucht. Gemeint sind damit die Internet-Anwender, die „always on“ sind, intensiv mit Social Media umgehen und natürlich zahrleiche E-Mails versenden. Die Zahl 140 bezieht sich dabei auf die Zeichenmenge eines Tweets – hat übrigens einen Moment gedauert, bis es da bei mir Klick gemacht hat. Befragt wurden im Mai knapp 9.000 User in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien (siehe W&V).

Die Studie fördert einige interessante Zahlen und Fakten zutage. Über 97 % nutzen E-Mail gegenüber 60 % der Befragten, die in Sozialen Netzwerken aktiv sind. Bei der privaten Kommunikation mit Familie und Freunden bevorzugen die Onliner E-Mail-Nachrichten (38 %) und eher weniger die Social Networks (13 %). Immerhin fast ein Viertel würde den Zugriff auf das E-Mail-Konto als einzige Sache mit auf eine einsame Insel nehmen.

Als Repräsentant der Generation 140 fungiert der Moderator, Entertainer und Sänger Ross Antony. Er berichtet in einem kurzen Clip über sein eigenes Nutzungsverhalten und „untermauert“ damit die Studienergebnisse.