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Es war einmal – die erste Spam-E-Mail

Beim Versand eines Newsletters und bereits bei der Adressgenerierung sind einige rechtliche Aspekte zu beachten, damit nicht der Eindruck von unseriösem E-Mail-Marketing und Spam entsteht. Das Double Opt-in Verfahren bei der Newsletter-Anmeldung zu nutzen, im Anmeldeformular das Gebot der Datensparsamkeit zu befolgen oder dem Abonnenten jederzeit die Möglichkeit einzuräumen, den Newsletter abzubestellen – dies sind nur einige Dinge, die erfahrenen Newsletter-Versendern bekannt sein dürften. Wir wollen uns daher einmal einer ganz anderen Frage widmen.

Wann wurde eigentlich die erste Spam-E-Mail versendet?

Am 3. Mai 1978 verschickte DEC-Mitarbeiter Gary Thuerk 600 E-Mails um auf zwei Verkaufspräsentationen des neuen DEC-Computersystems aufmerksam zu machen:

„[…] WE INVITE YOU TO COME SEE THE 2020 AND HEAR ABOUT THE DECSYSTEM-20 FAMILY AT THE TWO PRODUCT PRESENTATIONS WE WILL BE GIVING IN CALIFORNIA THIS MONTH.[…] A 2020 WILL BE THERE FOR YOU TO VIEW. ALSO TERMINALS ON-LINE TO OTHER DECSYSTEM-20 SYSTEMS THROUGH THE ARPANET. […]“

DEC war ein Unternehmen, das damals hautpsächlich an der amerikanischen Ostküste operierte. Gary Thuerk wollte nun seinen Kundenstamm auf die Westküste erweitern und ließ sich alle entsprechenden Adressen der Arpanet-Nutzer geben, die er dann per E-Mail erreichen konnte. Das Arpanet war ein Vorgänger des heutigen Internets und 1978 waren etwa 2600 Menschen per E-Mail erreichbar. Der ungefragte Erhalt der E-Mail rief bei den Empfänger eine große Beschwerdewelle hervor, die stark an heutige Reaktionen auf Spam-E-Mails erinnert.

Trotz der Ablehnung im Empfängerkreis bestreitet Gary Thuerk bis heute seine damalige E-Mail sei das gewesen, was wir heute als Spam bezeichnen. Seine Informationen über den DEC-20 seien für die Zielgruppe absolut relevant und nützlich gewesen, da man davon ausgehen konnte, dass Menschen, die damals bereits E-Mail nutzten Interesse an diesem neuen Computersystem besaßen. Thuerk schien also nach dem heutigen Begriff der „vermuteten Einverständnis“ zu handeln, wenn auch in einer etwas weiter gefassten Interpretation.

Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben:  zu seinen beiden beworbenen Verkaufspräsentationen kamen etwa 40 Interessierte, insgesamt verkaufte er daraufhin neue DEC-Computer im Wert von zwölf Millionen US-Dollar.

Der Begriff „Spam“ wie wir ihn heute kennen wurde tatäschlich erst 1993 eingeführt, 15 Jahre nachdem die erste Spam-Mail verschickt wurde.

Email-Expo 2012

Save the date – am 24. und 25. April 2012 findet auf dem Messegelände Frankfurt die 3. Email-Expo statt.

Dabei handelt es sich um eine Fachmesse für professionelles Email-Marketing. Nach der positiven Resonanz aus 2010 und 2011 findet die Messe im kommenden Jahr erstmalig zweitägig statt. Die Email-Expo bietet die Möglichkeit, mit Experten und Dienstleistern zum Thema Email-Marketintg in Dialog zu treten. Informationen findet man dabei nicht nur an den Ständen fachkundiger Aussteller –  das Herzstück ist das Vortragsprogramm. Ganztägig werden praxisorientierte Vorträge auf zwei parallelen Bühnen gehalten.

Rückblick auf 2011

Die 2. Email-Expo fand dieses Jahr am 16. Mai statt. Topthema war neben Email im Marketingmix vor allem Social Media und deren Einbindung in das Email-Marketing. Viele der 24 Fachvorträge widmeten sich diesem Thema.
36 Aussteller und Sponsoren sowie rund 930 Teilnehmer trugen ihren Teil zu einer erfolgreichen Veranstaltung bei.  Aktualität und praxisnähe der Vorträge wurden besonders gelobt.

Zeitgleiche Fachforen

Wer sich neben Email-Marketing auch für Suchmaschinen-Marketing und User Experiences interessiert, kommt zusätzlich auf seine Kosten. Parallel zur Email-Expo finden auf dem Frankfurter Messegelände die Fachmessen Search-Expo und UX-Expo statt.

Social Media oder auch das Thema „Mobile“ wird sicherlich auch im kommenden Jahr eine große Rolle spielen, auf weitere Trends und Innovationen darf man wohl gespannt sein.
Ob als Besucher, Aussteller oder Speaker – die Email-Expo am besten schon einmal im Kalender notieren.