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Landingpages: Nach dem Klick ist vor dem Klick

Geschafft! Der Empfänger hat unseren Newsletter geöffnet, gelesen und auf unseren Call-to-Action Button geklickt. Dann können wir uns ja jetzt entspannt zurücklehnen – sofern wir bei der Erstellung des Newsletters und der Definition des Call-to-Actions noch einen Schritt weiter gedacht haben: an die Landingpage.

Wir haben bereits darüber berichtet: Der perfekte Call-to-Action Button muss den Nutzer nicht nur durch Design, Wortlaut und Position zum Klicken veranlassen, sondern ihn auch auf eine entsprechende Landeseite leiten. Landingpages sind schlanke Seiten, die speziell auf ein bestimmtes Thema oder Angebot abgestimmt sind und den Nutzer bei seiner „Landung“ auffangen. Die im Newsletter verfasste Handlungsaufforderung findet hier ihren Abschluss.

Tipps für die optimale Landingpage

  • Inhalt auf die Zielgruppe und den Kontext der verweisenden Quelle abstimmen
  • die im Nutzer geweckten Erwartungen erfüllen
  • keine ablenkenden Inhalte platzieren
  • übersichtlich gestalten
  • passendes Response-Element für die vorausgegangene Handlungsaufforderung bereithalten
  • den Zweck der Seite herausstellen und zur Konversion motivieren
  • Wiedererkennungswert durch Berücksichtigung des Corporate Designs schaffen

Was am Ende natürlich für viele Marketing-Verantwortliche entscheidend ist, sind Zahlen. Wie viele Besucher die Landingpage hat, könnte man noch als Rückschluss aus dem Linktracking ziehen. Aber wie viele Konversionen hat es tatsächlich gegeben? Bei der Einrichtung also auch an die Webanalyse denken!

Noch ein Tipp zum Schluss: Landingpages personalisieren! Der Name des Empfängers ist in der Regel bekannt, warum also diesen beim Klick auf den Call-to-Action Button nicht an die Landingpage übergeben und den Besucher dort persönlich ansprechen?

Beeinflussen inaktive Newsletter-Abonnenten das Google Ranking?

Jake Ludington von Lockergnome sagt: Ja! Demnach bestraft Google Unternehmen mit einem hohen Anteil an inaktiven Newsletter-Abonnenten mit einem schlechteren Ranking, seit dem Update des Google Panada Algorithmus Anfang April 2011.

Jeder E-Mail-Provider hat ein eigenes System zur Bewertung von E-Mail-Absendern, so auch Gmail, der E-Mail-Dienst von Google. Bei Newslettern wird das Ignorieren, Löschen, Markieren als Spam oder Ausbleiben von Klicks auf Links negativ bewertet. Erreichen diese Werte eine bislang unbekannte Prozentzahl an Empfängern, fällt das Ansehen der Absender-Domain bei Google.

Aufgepasst bei inaktiven Newsletter-Empfängern mit Gmail-Konto

Was hilft? Die Empfängerliste bereinigen! Natürlich sollten ohnehin dauerhaft inaktive Newsletter-Empfänger aus der Abonnentenliste entfernt werden. Bei inaktiven Empfängern mit Gmail-Konto empfiehlt es sich, besonders genau hinzusehen. Google selbst bestreitet diesen Zusammenhang zwar, die Suchmaschinenpositionierung von „Lockergnome“ wurde aber nach einer Bereinigung der Mailing-Liste und einer Meldung an Google wieder aufgewertet.

Um erst gar keinen Stamm an inaktiven Nutzern aufzubauen, sind natürlich Zielgruppenrelevanz der Inhalte und ein moderates Versandintervall eine gute Voraussetzung.

Fünf Empfängertypen und das optimale Responsemanagement

Besteller, Klicker, Öffner, Nicht-Öffner und Abmelder: bei jedem Newsletter, egal wie groß oder klein der Empfängerkreis ist, gibt es dieselben Empfängertypen. Auf alle sollte man unterschiedlich eingehen. Wie? Das verrät die Promio.net GmbH in einem Fachartikel, der sich vor allem an absatzorientierte Webseiten richtet:

Besteller sind erfolgreich als Kunden gewonnen worden, nun geht es an die Kundenbindung und -kommunikation. Instrumente können Gutscheine, Empfehlungen für ähnliche Produkte oder Feedback-Aufrufe sein.

Klicker zeigen zwar Interesse, nehmen das Angebot im letzten Schritt aber nicht an. Der Zeitpunkt des Ausstieges im Bestellprozess sollte untersucht werden, zudem können mit A/B-Tests Angebote miteinander verglichen werden.

Öffner haben die Inhalte des Newsletters nicht geklickt. Textoptimierungen, Call-to-Actions und Aktionsmailings können die Klickrate erhöhen.

Nicht-Öffner, die einmal aktiv waren, sollten mit Hilfe von ungewöhnlichen E-Mail-Aktionen reaktiviert werden. Nicht-Öffner, die nie aktiv waren, wollten wahrscheinlich nur an einer einmaligen Aktion teilnehmen, eine Reaktivierung lohnt sich meist nicht.

Abmelder schließlich können durch ein Feedback im Abmeldeprozess Aufschluss über die Abmeldegründe liefern.

Newsletter-Abmeldung per List-Unsubscribe

Die Abmeldung von einem Newsletter kann manchmal mühselig sein. Nicht nur, dass der Abmeldelink möglicherweise schwer auffindbar sind, sondern eventuell umständliche Abmeldevorgänge über Kontaktformulare, die Aufforderung sich in einen Kundenbereich einzuloggen oder das Verfassen einer Antwort-E-Mail mit einem ganz bestimmten Betreff  – all das läuft einem dabei über den Weg.

Das muss doch nicht sein, hat sich die Initiative List-Unsubscribe gedacht. Hier plädiert man für die einheitliche Nutzung eines zusätzlichen E-Mail-Headers mit dem selbsterklärenden Namen List-Unsubscribe basierend auf einer Definition in RFC2369. Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Ein Versender baut den Anmeldelink nicht nur in den Inhalt seines Newsletters ein, sondern hinterlegt ihn eben zusätzlich im Header der E-Mail.

Wird die Angabe vom E-Mail-Client oder Webmail-System interpretiert, so kann der Empfänger gesondert auf die Abmeldemöglichkeit hingewiesen werden – und zwar so, dass er nicht lange suchen muss – beispielweise direkt unterhalb der Betreffzeile. Neben Windows Live Mail handhabt auch Google Mail das genau auf diese Art. Für Mozilla Thunderbird hat der Softwareanbieter Inxmail ein passendes Add-on geschrieben.

Wer weiß, vielleicht setzt sich die Methode weiter durch und macht abmeldewilligen Newsletter-Empfängern das Leben ein Stück leichter.

Seth Godin über virale Kampagnen

Der Permission-Marketing-Guru Seth Godin wägt in seinem Blog mit Hilfe eines Gedankenspiels ab, welche Faktoren zu einer besseren viralen Verbreitung einer Botschaft führen.

Godin wägt dabei zwischen einer möglichst großen Ausgangsmenge an Empfängern und einer möglichst guten Idee ab, die eine  hohe Weiterempfehlungsrate erzielt. Das Ergebnis ist – wenn auch theoretischer Natur – sehr eindeutig. Je größer die Motivation der Empfänger ist, eine Botschaft an andere weiterzuleiten, desto unwichtiger wird die Ausgangsmenge.

Ziel muss sein, möglichst interessante und relevante Inhalte zu produzieren, die dann von jedem Empfänger durchschnittlich mehr als 1 Mal weiter verbreitet werden. Je höher die Rate umso besser. So stellt sich exponentielles Wachstum ein, das jede noch so große Ausgangsgruppe mengenmäßig irgendwann aussticht. Man kennt das Spiel von den Reiskörnern auf dem Schachbrett.

siehe Viral growth trumps lots of faux followers

Fünf Stufen zur Ansicht eines Newsletters

Kristina Scott beschreibt fünf Stufen die ein Empfänger durchläuft, wenn er in sein Postfach schaut und die verschiedenen E-Mails durchsieht. Diese sollten beim Design des nächsten Newsletters berücksichtigt werden:

  • Absendername
    Dieser soll dem Empfänger vertrauenswürdig erscheinen, da 73% der Empfänger sich anhand des Namens entscheiden ob die E-Mail als Spam einzustufen ist.
  • Betreff
    Als nächstes schaut sich der Empfänger den Betreff an und entscheidet über die Relevanz der E-Mail. Dieser sollte also mit Bedacht gewählt werden.
  • Vorschaufenster
    Im Vorschaufenster sollte dem Empfänger genügend Informationen dargestellt werden damit das Interesse an dem Newsletter bestehen bleibt. Dabei ist auch zu beachten, dass eventuelle Bilder nicht angezeigt werden.
  • Geöffneter Newsletter
    Der Empfänger hat sich nun entschieden den Newsletter zu öffnen. Die Frage, die sich nun stellt, ist folgende: Wie schaffe ich es, damit er sich die komplette E-Mail anschaut, sprich herunter scrollt?
  • Kompletter Newsletter
    Nur 11% aller Empfänger landen in dieser Stufe und schauen sich den kompletten Newsletter an.

Interessante Artikel der letzten Tage

The best day to send email?

Mark Brownlow geht auf den besten Tag für den Versand von Newslettern ein. Er kommt zwar zu keinem eindeutigen Ergebnis, da sehr viele Faktoren eine Rolle spielen, aber er führt ein paar sehr gute Tipps auf, um für sich selbst einen guten Zeitpunkt zu finden.

The longest newsletter I have ever seen.

Hier wird auf einen Newsletter der Firma Solarwinds eingegangen, der verdammt lang ist. Habe ich bisher auch noch nicht gesehen. Für mich steht der Aufwand für den Newsletter in keinem Verhältnis zu der Anzahl von Leuten, die den wirklich komplett durchlesen. Denn das werden nur sehr wenige sein.

Email Marketing Urban Legends

Hier wird mit einigen falschen Fakten rund um Spam aufgeräumt welche sich teilweise in den Köpfen von vielen Leuten festgesetzt haben.

Delivered May Not Mean To the Inbox

In dem Artikel von Stephanie Miller geht es darum dass ein Newsletter, welcher fehlerfrei an einen Server übergeben wurde, nicht automatisch als „zugestellt“ betrachtet werden kann, da die erfolgreiche Übermittlung keine Garantie dafür ist, dass der Newsletter auch im Posteingang des Empfängers landet. Nach der Übermittlung gibt es z.B. noch den Spamfilter zu überstehen. Nach eigenen Angaben kommen 20% der Newsletter nicht bei ihrem Empfänger an obwohl sie zugestellt wurden.

Bestes Vorgehen bei Entschuldigungsmails

Das Retail Email Blog berichtet über ein 13-seitiges Dokument, das sich mit einer Materie auseinandersetzt, von der die meisten wohl hoffen, sich nie damit beschäftigen zu müssen: Entschuldigungsmails. Ich persönlich bin bisher noch nicht in die Bredouille gekommen, mich bei meinen Newsletter-Abonnenten für einen falschen oder fünffach empfangenen Newsletter zu entschuldigen, aber neben menschlichen Versagen kann einem immer noch die Technik einen Strich durch die Rechnung machen. Wann und wie reagiert man dann? Genau dies wird in dem Dokument beantwortet. Für den Download ist eine Registrierung auf der Seite des Autors notwendig.

Bleibt mir nur noch, euch weiterhin einen problemlosen Newsletterversand zu wünschen!

Wie man E-Mail-Marketing nicht betreiben sollte…

…berichtet Chris Lake von Econsultancy in einem sehr gelungenen Artikel über einen Newsletter, welchen er erhalten hat. In der Betreffzeile wurde ihm offenbart, dass er gewonnen habe. Er wusste, dass er den Newsletter abonniert hatte und suchte nun nach dem Preis in der E-Mail. Allerdings konnte er auch nach mehrmaligen Lesen nicht ausmachen, was er denn nun gewonnen hat. Das Ende der Geschichte war die Abmeldung vom Newsletter, weil er sich in die Irre geführt fühlte. Er fasst diese Erfahrung in zwei Sätzen zusammen, die jeder Versender beherzigen sollte:

An email subject line is a promise. Break that promise and you’re damaging a relationship.

Im Nachhinein stellte sich heraus dass sich der Betreff auf verschiedene Awardshows (Brit Awards, Oscars) beziehen sollte, welche stattgefunden haben. Also im Sinne von: „Nicht nur Kate Winslet hat etwas gewonnen, sondern auch sie, lieber Kunde. Angebote, Angebote, Angebote!“. Diesen Zusammenhang muss der Empfänger aber erst einmal herstellen wenn dies im Newsletter nicht erläutert wird.

50 Anzeichen dafür, dass Sie spammen

Die Firma Infusionsoft hat in ihrem Blog einen Artikel veröffentlicht, der 50 Anzeichen aufzeigt, mit denen man bei Empfängern fälschlicherweise zum Spammer degradiert werden könnte. Vieles aus der Liste halte ich für selbstverständlich, aber nichtsdestotrotz kann man die Liste gut nutzen um seinen Newsletterinhalt zu prüfen.