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Eye-Tracking mit der Newsletter-Software

Beim Eye Tracking werden die Augen- und Blickbewegungen von Testpersonen auf dem Bildschirm erfasst. Dabei werden beispielsweise Reihenfolge und Intensität der Betrachtung verschiedener Elemente gemessen. Eine ideale Funktion also, um Design und Aufbau eines Newsletters qualitativ zu testen und eine Aussage darüber zu treffen, welche Elemente tatsächlich das Interesse des Leser wecken und dadurch die Performance steigern.

In der Regel wird Eye Tracking mit ausgewählten Probanden in einer Testumgebung durchgeführt und ist somit sehr aufwändig: Nicht nur benötigt man repräsentative Testpersonen, sondern auch das entsprechende Equipment. Deshalb bieten immer mehr Hersteller von Newsletter-Software ein Vorab-Eye-Tracking an. Dabei „schaut“ der Computer auf das Design und markiert diejenigen Bereiche, die dem realen Betrachter aufgrund von Eigenschaften wie Schriftgröße, Farbe oder Position voraussichtlich ins Auge fallen werden.

Dieses computerbasierte Eye Tracking hat allerdings, neben der Tatsache, dass Computer eben keine Menschen sind, den Nachteil, dass der Newsletter isoliert und nicht in seiner natürlichen Umgebung, dem E-Mail-Client, betrachtet wird. Diese stellen den Newsletter beispielsweise nicht vollständig dar oder besitzen eigene Eye-Catcher, die vom Newsletter-Design ablenken. Die Aussagekraft einer solchen Analyse relativiert sich also.

Wer die Grundsätze für Newsletter- bzw. Web-Design im Allgemeinen befolgt, wird durch den computergestützten Test in der Regel wenig Überraschendes erfahren – testen sollte man ein solches Feature, sofern vom Dienstleiter angeboten, natürlich trotzdem. Ein Eye Tracking mit realen Personen kann dagegen beispielsweise beim Aufsetzten des grundlegenden Newsletter-Templates sinnvoll sein.