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Persönlichkeit zeigen mit Newslettern im Nur-Text-Format

Persönliche Ansprache ist im E-Mail-Marketing besonders wichtig. Sie beginnt bei der Grußformel und endet mit den Inhalten. Versendet werden die Newsletter dann meist als HTML-E-Mail – doch ist das wirklich persönlich? Denn solche E-Mails werden doch in der Regel nur von Unternehmen verschickt. Keine Privatperson würde auf die Idee kommen, einem Freund eine schön gestaltete HTML-E-Mail zu senden.

Wenn man es einmal so betrachtet, ist dann die schlichte E-Mail im Nur-Text-Format nicht per se die persönlichere Variante? Und wenn diese dann noch mit einem Grußwort, Absendername und personalisiertem Inhalt versehen wird – persönlicher geht doch es doch eigentlich gar nicht, oder?

Nein, dies ist kein Appell gegen schön gestaltete HTML-Newsletter. Diese haben natürlich ihre ganz eigenen Vorteile und können Produkte optimal in Szene setzten. Es soll lediglich ein Denkanstoß sein, dem Nur-Text-Newsletter vielleicht auch ab und zu eine Chance zu geben. Kreativ eingesetzt, kann er die Kommunikation auf eine besonders persönliche Ebene heben. So unsexy wie viele denken, ist er nämlich gar nicht!

Newsletter-Formulare: Willst du mich abonnieren? Ja. Nein. Vielleicht.

Die Integration von Newsletter-Formularen in eine Website ist eines der effektivsten Instrumente bei der Adressgenerierung und dem Aufbau eines Verteilers und ist zugleich der erste Berührungspunkt mit dem zukünftigen Abonnenten. Gestaltung, Inhalt und Umfang des Anmeldeformulars entscheiden oftmals über Erfolg und Misserfolg der Anmeldung, denn treten Probleme auf oder fühlt sich der Nutzer durch etwas gestört, kommt eine Anmeldung eventuell gar nicht erst zustande. Wir haben deshalb eine Übersicht darüber erstellt, welche Elemente ein gutes Newsletter-Formular beinhalten kann und sollte.

Einleitungstext und Abfrage persönlicher Daten

  • Der Einleitungstext steht noch oberhalb des Formulares und dient dazu, das Eis zur Anmeldung zu brechen. Es gilt, Vorteile oder Mehrwerte des Abonnements zu kommunizieren, eventuell auf einen Beispielnewsletter bzw. das Archiv hinzuweisen, durch Begriffe wie „kostenlos“ oder „gratis“ Hemmnisse abzubauen und Hinweise auf das Widerspruchsrecht zu geben bzw. die einfache Abmeldung zu betonen.
  • Die E-Mail-Adresse ist das wichtigste und zugleich für den Versand des Newsletters einzig notwendige Pflichtfeld. Die Gültigkeit der E-Mail-Adresse bzw. deren Schreibweise sollte überprüft und ggf. eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben werden.
  • Die Felder für Anrede, Vor- und Nachname sowie Firma sollten keine Pflichtangaben darstellen. Oftmals werden sie vom Abonnenten gern freiwillig ausgefüllt, sind sie dagegen von vorneherein ein Muss, kann dies auf Unverständnis stoßen und im schlimmsten Fall zum Abbruch führen. Wichtig dabei: Anrede bzw. Geschlecht mit abfragen! Was nützt es dem Abonnenten, wenn er zwar seinen Vor- und Nachnamen angeben muss, im Newsletter dann aber trotzdem mit „Sehr geehrte/r Frau/Herr“ angesprochen wird? Die Abfrage der Anrede gibt Rückschlüsse auf das Geschlecht und ermöglicht so eine spätere Personalisierung. Die freiwillige Abfrage der Firma kann besonders im B2B-Bereich sinnvoll sein.

E-Mail-Format und Verteilerlisten

  • Eine Newsletter-Software ermöglicht in der Regel sowohl den Versand als HTML-E-Mail als auch als Nur-Text-Version. Warum also nicht den Abonnenten die von ihm bevorzugte Variante selbst wählen lassen?
  • Relevanter Content ist einer der wichtigsten Bausteine im E-Mail-Marketing. Je nach Unternehmen und Produkten kann es sinnvoll sein, den Abonnenten bei der Anmeldung seine besonderen Interessensgebiete wählen zu lassen. So bestehen später weitreichende Personalisierungsmöglichkeiten. Technisch lässt sich der personalisierte Versand beispielsweise über spezielle thematische Verteilerlisten umsetzten.

Zusatzinformationen zum Double Opt-in

Im Idealfall wird zur Anmeldung das rechtssichere Double Opt-in Verfahren gewählt. Der Ablauf ist dem Abonnenten aber ggf. nicht bekannt. Zusatzhinweise unterhalb des Anmeldeformulares sowie eine Erfolgsmeldung mit Hinweis auf die weiteren notwendigen Schritte nach dem Klick auf den Anmelde-Button können die Anmelderate erhöhen. Über weitere Tipps, wie man den Nutzer beim Double Opt-in an die Hand nimmt, haben wir hier im Blog bereits berichtet.

Testing nicht vergessen!

Natürlich gilt auch bei der Implementierung eines Newsletter-Formulares: Testen, testen, testen. Lässt sich das Formular erfolgreich absenden, wenn lediglich die Pflichtfelder ausgefüllt worden sind? Erscheint ein neuer Empfänger wirklich in der Abonnentenliste? Funktioniert der Double Opt-in Link in der Bestätigungs-E-Mail? Sind die Fehlermeldungen erreichbar und richtig betextet? Wird ein abgemeldeter Nutzer wirklich für den weiteren Empfang gesperrt? Dies sind nur einige Fragen, die man vor der Veröffentlichung des Anmeldeformulares überprüfen sollten.

Für alle Nutzer des sitepackage:// Newsletter-Systems steht ein kostenloses Whitepaper Newsletter-Formulare mit vollständiger Schnittstellenspezifikation und zahlreichen HTML-Beispielen und Mustertexten zum Download bereit.

Wohnraum-Tuning

Sie sind der heimliche Star jeder Doku-Soap über Innenarchitektur: die Dekorationsidee Wandtattoos. Mit ihnen lassen sich Wohnräume in kürzester Zeit individuell optisch aufwerten und verschönern. Im Online-Shop des Wandtattoo-Anbieters „your design“ finden sich viele Vorlagen für Wanddekorationen von z.B. Wohn-/ Arbeits- oder Badezimmer. Daneben gibt es auch die Möglichkeit sich eigene Kunstwerke nach Hause schicken zu lassen. In dieser Woche haben wir uns das E-Mail-Marketing von „your design“ genauer angeschaut.

Bei Besuch der Startseite von wandtattoos.net weist der Anbieter nur sehr dezent auf seinen Newsletter hin. Die Anmeldung zum Newsletter mit Tipps zur Wanddekoration und Shop-Aktionen ist links unter dem Hauptmenü versteckt. Chancen Interessenten deutlich auf den Mehrwert der elektronischen Nachrichten hinzuweisen werden hierdurch verspielt.

Wird der Button dennoch vom Nutzer gefunden, wird er direkt auf eine Landingpage geführt. Diese besticht durch eine schlichte Übersichtlichkeit. Eine konsistente Übernahme von Corporate-Design-Elementen des Online-Shops erfolgt jedoch leider nicht. Eine Auswahl des bevorzugten E-Mail Formats (HTML oder Plain-Text) konnten wir ebenfalls nicht vorfinden. Rechtlich gesehen gibt es für den Anmeldeprozess 5 Sterne. Die Eingabe der E-Mail Adresse genügt zur Eintragung nach dem Grundsatz der Datensparsamkeit (BDSG §3a). Zudem führt ein Smiley durch ein gesichertes Double-Opt-In-Verfahren. Die Bestätigungs-E-Mail liegt in nur wenigen Sekunden nach Anmeldung in unserem Postfach.

Ein Blick ins Newsletter-Archiv gibt uns Einblick in die zuletzt versendete Nachricht. Die optische Gestaltung der HTML-E- Mail lässt sofort auf „your design“ schließen. Beim inhaltlich keineswegs überfrachteten Newsletter handelt es sich um eine Gutscheinaktion, die den Leser aktiv zum Aufrufen der enthalten Links auffordert. Die Hauptaussage der Nachricht ist auch ohne enthaltene Bilder erkennbar.

Leider existieren dennoch diverse größere Mankos: Zum einen verfügt der Newsletter über kein vollständiges Impressum nach §5 TMG. Zum anderen gibt es keine Indizien für eine zielgerichtete Individualisierung des Mailings, obwohl dies eine hohe Öffnungsrate hervorrufen kann. Außerdem existiert keine Weiterempfehlungsfunktion, welche für Gutscheinaktionen prädestiniert ist. Wie eine Weiterempfehlung z.B. über soziale Netzwerke erfolgen kann, wurde in unserem letzten Beitrag thematisiert.

Ein aktueller Newsletter lässt bis jetzt noch auf sich warten. Sobald dieser eingetroffen ist, werden wir ihn natürlich genauestens unter die Lupe nehmen.

Alles Vanille oder was?

Das Newsletter Blog hat eine neue Kategorie eingeführt. Darunter erweitern wir das Spektrum um einfache Tests von unterschiedlichsten Newslettern und den dazugehörigen Websites. Im Vordergrund stehen dabei sowohl die Kritik an der Newsletter-Umsetzung, als auch die Nennung leuchtender Positivbeispiele, bei denen man sich die eine oder andere Scheibe abschneiden kann. Den Anfang in dieser Reihe macht Madavanilla, ein Onlineshop, der Vanilleschoten aus eigener Herstellung in Madagaskar vertreibt.

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Intuitive Auswahl zwischen HTML oder Nur-Text

Immer wieder kommt die Frage auf, ob man den Newsletter-Interessenten fragen soll, welches E-Mail-Format er bevorzugt. Sicher, Profis können sich dabei leicht auf Basis ihrer eigenen Vorlieben zwischen HTML oder Nur-Text entscheiden, aber was ist mit denjenigen Laien, die gar nicht wissen, wo der Unterschied liegt?

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