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Nutzung von Webmail-Diensten in Europa

Mit Webmail-Diensten können die E-Mails direkt im Browser verwaltet werden, bekannte Anbieter sind beispielsweise Gmail, Yahoo! und Outlook.com, ehemals Hotmail. comScore hat die Verbreitung dieser Dienste in Europa im Juni 2012 untersucht.

In Deutschland nutzen 66,5 % der Internetnutzer einen Webmail-Dienst, im Vergleich zu den weiteren neun untersuchten europäischen Ländern bedeutet dies den letzten Platz. Spitzenreiter in der Nutzung sind Großbritannien (82,7 %), Spanien (79,2 %) und die Niederlande (78,9 %). Die Reichweite der Webmail-Dienste in Deutschland ist sogar um 0,7 % zurückgegangen, bedingt durch das schnelle Wachstum der Internet-Nutzerzahlen bei uns.

Mit 108,2 Mio. die meisten Nutzer in ganz Europa hatte im Juni der Anbieter Hotmail (mittlerweile Outlook.com), weiter abgeschlagen auf den Plätzen zwei und drei liegen der Google-Dienst Gmail (74,7 Mio.) sowie Yahoo! (44,3 Mio.). Bei der monatlichen Nutzungsdauer haben mit 127,3 Minuten dagegen die Yahoo!-Nutzer die Nase vorn, gefolgt von Hotmail (110,7 min.) und Gmail (59,5 min.).

René Kulka hat die Ergebnisse der comScore-Studie in einer Infografik noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

Zurück in die Zukunft: die E-Mail von 2011-2015

Der Analyse-Dienst Pingdom hat im Rahmen seines Jahresrückblicks auf das Internetjahr 2011 einige interessante Kennzahlen rund und die E-Mail und das E-Mail-Marketing ermittelt. Hier ein Auszug aus den Daten von 2011, dem 40. Jubiläumjahr der E-Mail:

  • pro Dollar, der in E-Mail-Marketing investiert wurde, gab es einen Return on Investment (ROI) von 44,25 $
  • 71 % des gesamten E-Mail-Traffics war Spam (November 2011), fast 20 % weniger als in 2010
  • trotz Spamfilter landeten 19 % des Spamaufkommens im Postfach von Unternehmen
  • der am häufigsten genutzte E-Mail-Client war mit 27,6 % Microsoft Outlook
  • der am häufigsten genutzte E-Mail-Dienst war Hotmail mit 360 Millionen.

Die E-Mail ist tot. Lang lebe die E-Mail!

Einen Blick in die Zukunft gewagt hat dagegen das Forschungsunternehmen Radicati. Auf Basis aktueller und vergangener Datenerhebungen kann zwar keine überraschende, aber eine positive Prognose für die Entwicklung der E-Mail bis 2015 gewagt werden: Sowohl der Anteil der E-Mail-Accounts als auch der Anteil an E-Mail-Traffic wird kontinuierlich steigen. Das Spamaufkommen wird sich dagegen weiter reduzieren. Die Bedeutung der schon häufig totgesagten E-Mail, auch als Marketinginstrument, wird also weiter steigen.

Hotmail macht Newsletter-Überschriften grün

„Warum sehen meine Newsletter nur so komisch aus?“ Eine Frage, die man im Zusammenhang mit ganz bestimmten E-Mail-Clients öfter hört. Im Zusammenhang mit Webmailern eher seltener. Schließlich werden die E-Mails dort ja in einem Browser dargestellt, so dass die Unterstützung von HTML und CSS ziemlich gut gewährleistet sein sollte. Es gibt natürlich wie immer einige Ausnahmen.

Neben den bekannten kleineren Problemchen bei GMX, web.de und Yahoo hinsichtlich einiger CSS-Selektoren gibt es auch größere Problemchen beim Webmailer aus dem Hause Microsoft mit dem wohlklingenden Namen Windows Live Hotmail. Diese bestehen vor allem bei CSS-Eigenschaften für Hintergründe und Listen. Aber das sind alles nur Problemchen …

Denn seit geraumer Zeit gibt es offenbar ein richtiges, echtes Problem: grüne Überschriften. Hotmail deklariert nämlich sehr eigenmächtig die Schriftfarbe grün für alle h2- bis h6-Tags. Und zwar mit dem Zusatz !important, der die Priorität der Anweisung nach oben setzt. Reguläre CSS-Eigenschaften in der E-Mail werden damit überschrieben. Die Überschriften werden schön grün.

Diese Zeile richtet den gehörigen Schaden an:

h2,h2 a,h2 a:visited,h3,h3 a,h3 a:visited,h4,h5,h6,.t_cht {color:#006E12 !important}

Mathew Patterson von Campaignmonitor zitiert diesbezüglich schon Kermit den Frosch, ist aber der Ansicht, dass grüne Überschriften alles anderes als schick sind. Er rät daher zur einzig wirksamen Gegenmaßname: Alle eigenen Stylesheets, die sich auf Überschriften-Tags beziehen, ebenfalls mit !important zu kennzeichnen.

Über das, was die Hotmail-Crew sich bei der Geschichte gedacht hat, kann man nur mutmaßen. Aber vielleicht ist es ja wirklich eine Hommage an Kermit. Falls nicht, dann bringen wir hier eben eine solche:

Schriftarten in Hotmail

Hotmail von MSN ist ja hinlänglich bekannt dafür, dass es einige CSS-Selektoren und Eigenschaften in HTML-E-Mails nicht unterstützt. Besonders betoffen sind Hintergründe und Listen. Immerhin agiert es kompatibler als sein großer „Desktop“-Bruder Outlook 2007, aber eine bisher nicht so bekannte Schwäche des Microsoft Webmail-Systems betrifft überraschenderweise etwas sehr rudimentäres: die Schriftarten.

Merkwürdigerweise funktionieren einige Fonts, wenn man sie per CSS zuweist, manche wiederum nicht. Wie sich herausstellt, werden diejenigen Schriftarten ignoriert, die im Stylesheet in Anführungszeichen gesetzt werden, weil ihr Name Leerzeichen enthält. Zu nennen wären hier als Beispiel die populären Schnitte der Trebuchet MS (das MS steht übrigens für Microsoft) und der Lucida Sans bzw. Grande. Hotmail wandelt nämlich ein Anführungsweichen pflichtbewusst in ein " um. Für das Stylesheet leider ungünstig.

Abhilfe schafft einfach das Weglassen der Anführungszeichen.