Schlagwort-Archive: kommunikation

Es war einmal: die erste E-Mail

Die E-Mail ist aus der heutigen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Doch wann und von wem wurde sie eigentlich erfunden?

Ray Tomlinson gilt als Erfinder der E-Mail. Er forschte zu diesem Zeitpunkt bei der Firma Bolt Beranek and Newman (BBN) in Cambridge bei Boston, die gerade an der Entwicklung des Arpanets arbeitete, dem Vorgänger unseres heutigen Internets. Im Winter 1971 hatte Tomlinson dann eine Idee: Wie wäre es, wenn sich Menschen Nachrichten über ihre Computer schicken könnten – ortsunabhängig, schnell und kostenlos?

Eine Idee, die die Welt verändert

Gerade einmal sechs Stunden benötigte er, um ein Programm zu schreiben, das die Kommunikation revolutionieren würde. Für ihn selbst schien es zunächst keine bahnbrechende Erfindung zu sein, was in der ersten E-Mail stand, weiß Ray Tomlinson deshalb auch nicht mehr.

„Ich dachte nur, das sei eine niedliche Idee, mehr nicht.“

Der Aufbau der E-Mail-Adresse hat sich bis heute kaum verändert: Name des Empfängers und Name des Servers, getrennt durch ein @. Lediglich die Top-Level-Domain wurde nachträglich ergänzt. Auf das @-Zeichen stieß Tomlinson auf der Suche nach einem Trennsymbol von Benutzername und Hostname, das so gut wie nicht verwendet wird und weder Zahl noch Buchstabe ist. Woher das @-Zeichen stammt, weiß niemand so genau. Seit der industrielllen Revolution wird es aber in der Buchhaltung eingesetzt und war deshalb wohl auf der Tastatur zu finden.

1984 – Karlsruhe wird zur „Internethauptstadt“

Kaum zu glauben, die erste E-Mail erreicht Deutschland erst 13 Jahre später. Im Sommer 1984 erhielten die Informatiker Michael Rotert und Werner Zorn zusammen mit ihren Kollegen an der Universität Karlsruhe folgende, mit Rechtschreibfehlern gespickte, Nachricht:

„Wilkomen in CSNET! Michael, This is your official welcome to CSNET.“ (Betreff und Gruß)

Mit dieser E-Mail bestätigte eine Mitarbeiterin der Universität Wisconsin ihrem Kollegen den Beitritt zum CSNET, dem Computernetzwerk der amerikanischen Universitäten, zwecks Vernetzung der Wissenschaft.

Heute, weitere 28 Jahre später, werden täglich etwa 188 Milliarden E-Mails verschickt. Das beachtliche daran: Das Aufkommen an Spam-Mails ist hier bereits abgezogen, sonst wäre die Zahl um ein Vielfaches größer.

Wie Unternehmen Kunden erreichen: E-Mail-Marketing vs. Social Media

eCircle und Mediacom Science haben in den letzten Monaten mehr als 5000 Konsumenten aus sechs Ländern befragt, wie diese soziale Netzwerke und E-Mail zur Kommunikation mit Marken und Unternehmen nutzen. Die Ergebnisse der Studie wurden, wie momentan üblich, in einer Infografik zusammengestellt. Das Ergebnis ist wie so oft ein Plädoyer für die E-Mail. Da die Grafik selbst sehr lang ist, haben wir die wichtigsten und interessantesten Ergebnisse kurz zusammengefasst:

  • 96% der Befragten rufen ihre E-Mails mindestens einmal täglich ab.
  • Durchschnittlich 83% aller Befragten sind zu Newslettern angemeldet, in Deutschland sind es sogar 88%.
  • E-Mail ist mit Social Media untrennbar verknüpft, denn 44% nutzen E-Mail zum Empfang von Benachrichtigungen sozialer Netzwerke.
  • In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind 1/3 der Konsumenten für Unternehmen nur per E-Mail, nicht per Social Media erreichbar. In UK und Italien sind es dagegen nur knapp 20%, sie bevorzugen eine Multi-Channel-Kommunikation.
  • Im Durchschnitt sind etwa die Hälte der Konsumenten für Unternehmen sowohl über E-Mail als auch über Social Media erreichbar.
  • In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind weniger als 17% der Nutzer Fan einer Marke auf Facebook, in UK sind es dagegen 32%.
  • Einziger Wermutstropfen: knapp die Hälfte der Befragten würde aus Prinzip nie die „Share with your Network“ (SWYN)-Funktion nutzen. Ob sich diese Aussage auf Webseiten, Newsletter oder beides bezieht, ist unklar. Optimisten dagegen würden sagen: Über die Hälfte der Befragten würde die SWYN-Funktionen nutzen.

Behavioral-E-Mail-Marketing: Studie von RedEye

RedEye stellt den dritten Teil seiner Studie zu Behavioral-E-Mail-Marketing vor. Darin wird deutlich, dass Willkommens-E-Mails die am häufigsten genutzen Behavioral Trigger darstellen. Verhaltensbezogene Trigger mit der größten Wirkung auf den Umsatz sind dagegen Warenkorbabbruch-E-Mails, diese werden aber am wenigsten genutzt.

Grundlage der Benchmark-Studie war die E-Mail-Kommunikation von über 200 britischen Versandhändlern, Versicherungsunternehmen und Wettanbietern, sowie einiger weitere Kunden im Vergleich. RedEye selbst ist Spezialist für Behavioral-E-Mail-Marketing, die Studie kann kostenlos per E-Mail unter service@redeye.com angefordert werden.

Facebook Messages soll starten

Facebook hat gestern seinen neuen Dienst Messages angekündigt. In diesem Video wird das Konzept erläutert, das der Entwicklung zugrunde liegt.

Entscheidender Aspekt von Messages ist demnach, dass die Kommunikation nach Personen organisiert und alle unterschiedlichen Kanäle – wie SMS, E-Mails, Chats oder Direktnachrichten – in einem Postfach gebündelt werden sollen. Ganz bewusst betont Facebook-Gründer  Marc Zuckerberg in seiner Präsentation, man wolle keinen Google-Mail-Killer ins Rennen schicken. Und fast nebenbei bestätigen sich nun auch die Gerüchte, dass man bald eine eigene @facebook.com Adresse registrieren kann.

Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob die Nutzer das Angebot annehmen werden oder ob es bald wieder in der Versenkung verschwindet wie beispielweise das Pendant Google Wave.

Hier noch eine wichtige Stimmen und Links zum Thema

komma – Fachmesse für Kommunikation und Marketing

Am 26. und 27. Januar 2011 findet die 8. komma parallel zur werbemittelmesse münchen (kurz wmm) statt.  Bei der letzten Veranstaltung konnte man über 4.000 Besucher und 160 Aussteller verzeichnen. Neben Fachvorträgen zum Dialog- und Direktmarketing soll es auch erneut Themenblöcke zu CRM und Social Media geben. Die Veranstalter begründen dies so:

„Die komma ist in erster Linie eine Informationsplattform für Marketing- und Kommunikationsexperten. Deshalb war es für uns von Anfang an von Bedeutung, stets am Puls der Zeit zu sein und auf die Themen einzugehen, die den Besuchern wirklich wichtig sind. Beim Thema Social Media haben wir im vergangenen Jahr bei den Besuchern einen hohen Informationsbedarf erkannt. Deshalb möchten wir diesen Schwerpunkt im Jahr 2011 fortführen und verstärken.“

Der Online-Marketing-Experte Dr. Torsten Schwarz hält im Rahmen der komma übrigens ein Praxisseminar unter dem Titel „Social-Media- und E-Mail-Marketing geschickt kombinieren“. Es findet am Mittwoch, den 26.01. von 14.00 bis 17.00 Uhr statt und erfordert eine kostenpflichtige Anmeldung.

Google steigt aus der Welle aus

Wie der Nachrichtendienst Heise berichtet, stellt Google die Entwicklung von Google Wave ein und lässt den Dienst zum Ende des Jahres auslaufen. Die Welle war mit einem großen Hype gestartet um das ultimative Kommunikations- und Kollaborationswerzeug zu werden. Der Anspruch war im Grunde, die E-Mail vollständig abzulösen – mit ihren technischen Beschränkungen, vergleichsweise geringem Komfort in der Teamarbeit an Dokumenten und ihrer definitiven Schwäche bei Echtzeitdialogen. Dieser radikale Fortschritt scheitert nun an der Akzeptanz durch die Nutzer und wahrscheinlich an der zu ungewohnten Art der Bedienung. Heise schreibt dazu:

Es ist schon zu bedauern, dass dieser große Entwurf so an die Wand fährt. Die Anwender werden sich weiterhin Anhänge per Mail zuschicken, bis eine Kollaborationslösung gefunden ist, die so einfach wie E-Mail funktioniert und keiner weiteren Erklärung bedarf.

Bis das soweit ist, werden also E-Mail-Newsletter ebenfalls eine Daseinsberechtigung haben. Wie schön! Und immerhin hat Google Wave gezeigt, was man innerhalb eines Webbrowser so alles anstellen kann.

Newsletter 2.0

“Content is king” sagt man in Onlinemarketingkreisen und meint damit qualitativ hochwertigen und aktuellen Inhalt einer Website, der zum besseren Ranking innerhalb des Suchmaschinenergebnisses führen kann. “But linking is queen” fügt noch so mancher hinzu und verweist damit auf die nicht unerhebliche Gewichtung der Verlinkungen beim Ranking. Doch König und Königin gehören zusammen und so ist eine gute Verlinkung relativ nutzlos, wenn sich dahinter eben kein hochwertiger Inhalt befindet. Wie aber gute Inhalte produzieren und diese dann auch für einen Newsletter nutzen?

Weiterlesen