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Wie antwortet man auf einen Newsletter?

Wie antwortet man normalerweise auf eine E-Mail? Man klickt auf den Anworten-Button und sendet seine Nachricht an die Absenderadresse. Diese spielt im E-Mail-Marketing eine große Rolle, sie kann die Reputation eines Unternehmens beeinflussen und eben dem Abonnenten als Kommunikationskanal dienen – oder lieber nicht?

Aus welchen Gründen auch immer – Interesse, Lob, Kritik, Anregungen – der Newsletter hat den Abonnenten dazu bewegt, Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen zu wollen. Auf welchem Wege kann er dies nun am schnellsten tun und auch eine entsprechende Rückmeldung erwarten?

Auf die Absenderadresse antworten

Eine intuitive Möglichkeit ist, einfach auf den Newsletter zu antworten – der Bezug wäre sofort klar.  Wahrscheinlich wird diese Möglichkeit eher selten genutzt, aber es kommt vor – und darauf muss ein Unternehmen vorbereitet sein. Unbeantwortete Anfragen wirken sich negativ auf die Zufriedenheit aus.

Allgemeine Adressen wie newsletter@ oder info@ müssen regelmäßig abgerufen und Anfragen beantwortet oder an die entsprechenden Verantwortlichen weitergeleitet werden. Sofern im Newsletter ein Autor kommuniziert wird und dieser sich beispielsweise persönlich im Editorial äußert, kann auch eine persönliche Absenderadresse eingesetzt werden.

Weitere Kommunikationskanäle benennen

Wer die Kommunikation in einen anderen Kanal lenken will, kann seine Leser natürlich erst einmal mit einer no-reply-Adresse abschrecken. Einladender ist es allerdings, auf eine kryptische E-Mail-Adresse zu verzichten und stattdessen im Newsletter Kanäle für (Rück)Fragen prominent zu kommunizieren. Dies können beispielsweise Hinweise auf FAQ, Supportseiten, ein Kontaktformular, Telefonnummern, weitere E-Mail-Adressen oder auch Social Media sein.

Eine schöne Idee ist auch eine automatische Antwort-E-Mail auf die Absenderadresse des Newsletters einzurichten und dort die Kontaktmöglichkeiten zu kommunizieren. So werden alle Eventualitäten der Kontaktaufnahme zielgerichtet abgedeckt. Welche Möglichkeit auch immer ein Unternehmen wählt – wichtig im Sinne der Nutzerzufriedenheit ist eine (zeitnahe) Reaktion auf Anfragen.

Google Adwords: Newsletter im Sitelink bewerben

Google AdWords Kampagnen, die den Newsletter des Unternehmens bewerben, sind eine Möglichkeit um neue Abonnenten zu gewinnen. Natürlich möchte ein Unternehmen gern viele Newsletter-Empfänger haben, noch lieber aber natürlich Kunden. Deshalb liegt für die meisten Unternehmen der inhaltliche Fokus von Anzeigen vor allem auf deren Produkten und Dienstleistungen.

Oft geht dieser Plan auf: Der Nutzer sucht, findet einen Shop, klickt auf die entsprechende Anzeige im Google Suchergebnis und wird zum Kunden. Die dadurch enstandenen Kosten für die AdWords nimmt man gern in Kauf. Doch klickt der Nutzer nicht, bricht der Kontakt zu ihm erst einmal wieder ab. Natürlich kann das Angebot schlicht nicht das richtige sein, vielleicht möchte der Nutzer sich aber auch erst einmal nur vorinformieren. Der perfekte Ansatz für einen Newsletter also.

Hätte man doch lieber eine Newsletter-Kampagne geschaltet? Nein! Aber einen Sitelink in die Anzeige integriert.

Bei den sogenannten Sitelinks handelt es sich um Anzeigenerweiterungen von Textanzeigen, die es ermöglichen, neben der Ziel-URL der Anzeige, bis zu sechs weitere Links zu integrieren. Einer dieser Sitelinks könnte auf die Newsletter-Anmeldung hinweisen und so den Kontakt zu unentschlossenen Nutzern herstellen. Abgerechnet wird ein Klick auf einen Sitelink wie gewohnt nach dem CPC-Modell, für die reine Integration zusätzlicher Links in AdWords-Anzeigen entstehen also keine Kosten.

Wertvolle Kontakte trotz Abmeldung erhalten

Meldet sich der Newsletter-Abonnent aus unserem Verteiler ab, verliert der Versender eine wertvolle Kontaktmöglichkeit. Was können wir nun tun, um den Kontakt zu Nutzern vielleicht doch zu erhalten, wenn sie sich dazu entscheiden, den Kontakt zu uns abzubrechen? Opt-down und Opt-over sind die Zauberworte.

Opt-down

Beim Opt-down bieten wir dem Empfänger auf der Abmeldeseite die Möglichkeit, die endgültige Abmeldung noch einmal zu überdenken und stattdessen vorerst die Versandfrequenz zu reduzieren. So kann beispielsweise von einem wöchentlichen auf einen monatlichen Newsletter umgestiegen werden. Häufig ist weniger der Inhalt des Newsletters, als die Versandhäufigkeit oder der Unmut über einen ohnehin schon überfüllten Posteingang der Grund für die Abmeldung. Eine Reduzierung der Kontaktfrequenz wird also gern angenommen und uns als Versender gehen wertvolle Kontaktmöglichkeiten nicht verloren.

Opt-over

Mit dem Opt-over können wir die eigentliche Abmeldung zwar nicht verhindern, erhalten aber im Idealfall den wertvollen Kontakt, indem wir ihn in einen anderen Kanal überführen. So können auf der  Abmeldeseite Hinweise zur Vernetzung mit dem Unternehmen in sozialen Netzwerken gegeben oder Informationsmöglichkeiten über andere Medien wie Print und Mobil bereitgestellt werden. Somit besteht auch nach der Newsletter-Abmeldung die Chance, den Empfänger über andere Wege weiterhin zu informieren – vorausgesetzt, er gibt hierzu sein Einverständnis.