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Trigger-Mails bei Warenkorbabbruch

Es geht wieder einmal um das Thema Trigger-Mails, genauer gesagt um Remarketing-E-Mails bei Warenkorbabbruch. Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen: Der Kunde hat eindeutig sein Interesse an einem oder mehreren Produkten bekundet, der Abschluss ist nur wenige Klicks entfernt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Klickrate und Konversionen von E-Mails an Warenkorb-Abbrecher.

Doch die Gründe für Warenkorbabbrüche sind vielseitig:

  • zu hohe Versandkosten
  • gewünschte Zahlart nicht vorhanden
  • Unklarkeiten, Rückfragen, Unsicherheiten
  • kein Vertrauen in den Anbieter
  • Warenkorb als Merkliste verwendet
  • uvm.

Bei einigen Gründen besteht sicherlich noch Kaufabschluss-Potenzial, andere wiederum sind dagegen K.O.-Kriterien. Im Idealfall wird beim Versand von Trigger-Mails an Warenkorb-Abbrecher auf die Abbruchgründe reagiert, soweit bekannt und möglich. Auch eine Segmentierung, beispielsweise nach Geschlecht, Neu- oder Bestandskunden, kann den Erfolg erhöhen.

Grundsätzlich sollten Trigger-Mails kein bloßes Abbild des Warenkorbs darstellen, sondern dürfen gern kreativ sein. Wichtig ist allerdings, dass sich der Nutzer nicht überwacht fühlt. Natürlich müssen auch entsprechende rechtliche Aspekte beachtet werden, allen voran das Einverständnis des Nutzers über den Erhalt von Werbemails.

Bei allem Potenzial sollte folgendes aber nicht vergessen werden: Nicht nur auf die günstige und mit unter erfolgversprechende Reaktivierung per Trigger-Mail verlassen, sondern Mängel, die zum Warenkorbabbruch geführt haben, auch im Online-Shop beheben!

René Kulka hat zum Thema Warenkorbabbruch-E-Mails einen Beitrag verfasst, der die unterschiedlichsten Aspekte dieser Form der Remarketing-Mails ausführlich behandelt.

Trigger-Mails einmal anders

Darüber, dass und wie man mit anlassbezogenen E-Mails die Kundenbindung erhöhen kann, haben wir bereits im letzten Monat berichtet. Die bekanntesten und gängigsten Trigger-Mails sind sicherlich Willkommensnachrichten, Geburtstagsgrüße und Reaktionen auf Kauf bzw. Kaufabbruch. René Kulka, E-Mail-Marketing Experte von optivo und Blogautor im E-Mail-Marketing-Blog „campfire“ hat in einem kostenlosen Whitepaper 17 ungewöhnliche Trigger-Mails vorgestellt. Eine Auswahl der interessantesten gibt es bei uns:

Krumme Glückwünsche

Geburtstagsglückwünsche, oftmals in Verbindung mit speziellen Angeboten oder Rabatten, sind gängige Praxis. Wie wäre es denn aber zum Beispiel mit einem Glückwunsch zum 33 1/3 Geburtstag? Oder einem Dankeschön für die siebte Bestellung im Online-Shop? Ausgefallene und kreative Ideen sorgen für Aufmerksamkeit.

Jahrestag

Für die Treue des Kunden bedanken, kann man sich mit Trigger-Mails zu bestimmten Jahrestagen, beispielsweise am Jahrestag der Newsletter-Anmeldung oder der ersten Bestellung im Online-Shop. Loyalitätsboni können dabei sowohl monetär, als auch inhaltlich sein, in Form von Zugang zu exklusiven Inhalten. Eine weitere Form des Jahrestages ist der Namenstag, die Namen der E-Mail- und Newsletter-Empfänger sind in der Regel bekannt. Vorraussetzung ist eine Datenbank mit entsprechenden Informationen zu den Namen und Namenspatronen.

Wiederkehrender Ersatzeinkauf

Bei einigen Produkten ist der zu erwartende Kaufzeitpunkt oder Ersatzzeitpunkt bekannt. Entweder ist die Lebensdauer des Produktes begrenzt oder das Produkt verbraucht sich und muss in regelmäßigen Abständen neu erstanden werden. Ein Beispiels sind Monatslinsen. Dieses Wissen kann genutzt werden, um zeitlich abgestimmte Erinnerungsmails zu versenden und die Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Service-Kontakt

Auslöser für diese Art der Trigger-Mails sind Serviceanfragen in Online-Kontaktformularen oder bereits erbrachte Serviceleistungen per Telefon, E-Mail oder vor Ort. Bei Kontaktanfragen können automatisierte E-Mails mit weitergehenden Serviceinformationen und thematisch passenden Links versandt werden. Nach bereits erbrachten Serviceleistungen kann beispielsweise Feedback eingeholt werden.

Wer jetzt auf eine Reihe von Ideen für anlassbezogene E-Mails gestoßen ist, der sollte eines beachten: schrittweise starten – mit einfachen Ereignissen beginnen und sich mit der Thematik vertraut machen. Nach und nach können neue Trigger-Mails eingerichtet werden, der Nutzer soll ja nicht durch Massennachrichten verschreckt werden.

Newsletter Software für große Unternehmen

Jedes größere Unternehmen, ob als Online-Shop oder Hersteller, arbeitet mit Newslettern, um seine Kunden mit Neuigkeiten rund um den Betrieb oder das Warenangebot zu versorgen. Je größer das Unternehmen ist, desto ausgereifter sollte die Technik der Newsletter Software sein. Mit einem leistungsstarken Programm können Fehler vermieden und kundenorientierte Mailings geschaffen werden.

Wie bei jedem Computerprogramm gibt es auch bei Newsletter Software einfache und umfangreichere Lösungen. Für einen kleinen Online-Shop, der weniger als 1.000 Kunden hat, sind simple Programme fürs E-Mail-Marketing von Vorteil. Ein großer Implementierungsaufwand stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen, den der Shopbetreiber davon hat. Großunternehmen, die über eine eigene Marketingabteilung verfügen, können dagegen mehr Arbeitskraft für das Newsletter-Marketing aufwenden. Aus diesem Grund ist Newsletter Software für diesen Bereich sehr umfangreich und bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Neben modernen Analysetools sollte ein solches Programm über die nötigen Features für die optimale Anpassung auf die Zielgruppe verfügen.

Wichtige Elemente für eine effiziente Newsletter Software, die speziell für große Unternehmen interessant sein kann, sind u.a.:

  • schnelle und einfache Adressgenerierung
  • eine leicht handhabbare Benutzeroberfläche
  • Vorschaumodi, die auf den Mail-Client abgestimmt sind
  • Live-Tracking des versendeten Newsletters
  • globales Versenden von Newslettern in verschiedenen Sprachen
  • Geotargeting der Newsletterempfänger

Die Liste ließe sich bequem um weitere Aspekte erweitern. Grundsätzlich gilt: je komplexer die Newsletter Software gestaltet ist, desto zielgerichteter können die Newsletter verschickt werden. Für größere Unternehmen ist nicht allein die Masse der Newsletter relevant, sondern letzten Endes die Response auf die Mailings. Ein wirkungsvolles Programm fürs E-Mail-Marketing sollte demnach der Unternehmensgröße angepasst sein.

Wohnraum-Tuning

Sie sind der heimliche Star jeder Doku-Soap über Innenarchitektur: die Dekorationsidee Wandtattoos. Mit ihnen lassen sich Wohnräume in kürzester Zeit individuell optisch aufwerten und verschönern. Im Online-Shop des Wandtattoo-Anbieters „your design“ finden sich viele Vorlagen für Wanddekorationen von z.B. Wohn-/ Arbeits- oder Badezimmer. Daneben gibt es auch die Möglichkeit sich eigene Kunstwerke nach Hause schicken zu lassen. In dieser Woche haben wir uns das E-Mail-Marketing von „your design“ genauer angeschaut.

Bei Besuch der Startseite von wandtattoos.net weist der Anbieter nur sehr dezent auf seinen Newsletter hin. Die Anmeldung zum Newsletter mit Tipps zur Wanddekoration und Shop-Aktionen ist links unter dem Hauptmenü versteckt. Chancen Interessenten deutlich auf den Mehrwert der elektronischen Nachrichten hinzuweisen werden hierdurch verspielt.

Wird der Button dennoch vom Nutzer gefunden, wird er direkt auf eine Landingpage geführt. Diese besticht durch eine schlichte Übersichtlichkeit. Eine konsistente Übernahme von Corporate-Design-Elementen des Online-Shops erfolgt jedoch leider nicht. Eine Auswahl des bevorzugten E-Mail Formats (HTML oder Plain-Text) konnten wir ebenfalls nicht vorfinden. Rechtlich gesehen gibt es für den Anmeldeprozess 5 Sterne. Die Eingabe der E-Mail Adresse genügt zur Eintragung nach dem Grundsatz der Datensparsamkeit (BDSG §3a). Zudem führt ein Smiley durch ein gesichertes Double-Opt-In-Verfahren. Die Bestätigungs-E-Mail liegt in nur wenigen Sekunden nach Anmeldung in unserem Postfach.

Ein Blick ins Newsletter-Archiv gibt uns Einblick in die zuletzt versendete Nachricht. Die optische Gestaltung der HTML-E- Mail lässt sofort auf „your design“ schließen. Beim inhaltlich keineswegs überfrachteten Newsletter handelt es sich um eine Gutscheinaktion, die den Leser aktiv zum Aufrufen der enthalten Links auffordert. Die Hauptaussage der Nachricht ist auch ohne enthaltene Bilder erkennbar.

Leider existieren dennoch diverse größere Mankos: Zum einen verfügt der Newsletter über kein vollständiges Impressum nach §5 TMG. Zum anderen gibt es keine Indizien für eine zielgerichtete Individualisierung des Mailings, obwohl dies eine hohe Öffnungsrate hervorrufen kann. Außerdem existiert keine Weiterempfehlungsfunktion, welche für Gutscheinaktionen prädestiniert ist. Wie eine Weiterempfehlung z.B. über soziale Netzwerke erfolgen kann, wurde in unserem letzten Beitrag thematisiert.

Ein aktueller Newsletter lässt bis jetzt noch auf sich warten. Sobald dieser eingetroffen ist, werden wir ihn natürlich genauestens unter die Lupe nehmen.