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Double Opt-in: Den Nutzer an die Hand nehmen

Das Double Opt-in Verfahren sollte bei der Newsletter-Anmeldung mittlerweile Pflicht sein: den Nutzer schützt es vor unerwünschten Werbe-E-Mails, für den Versender erhöht es die Qualität der Adressliste. Warum? Weil die Anmeldung in einem zweiten Schritt, in der Regel per Klick auf einen Link in einer E-Mail, bestätigt werden muss.

Hin und wieder kommt es allerdings vor, dass der Bestätigungslink nicht aktiviert wird. Will der Nutzer den Newsletter gar nicht erhalten, hat das Double Opt-in seinen Zweck voll erfüllt. Oftmals sind es aber ganz andere Gründe, die zu einer ausbleibenden Aktivierung führen: Die E-Mail landet als False Positive im Spamfilter, der Nutzer hat vergessen, das Abonnement zu bestätigen oder er hat das Verfahren nicht verstanden.

Für E-Mail-Marketer ist der Anmeldeprozess beim Double Opt-in natürlich selbsterklärend, für den Nutzer aber oftmals nicht. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten bei der Gestaltung des Anmeldeprozesses und der Bestätigungs-E-Mail einige Dinge bedacht werden.

Checkliste Double Opt-in: An alles gedacht?

  • Den Prozess erklären: Innerhalb des Anmeldeformulares und auf der nachgelagerten Bestätigungsseite nach Übermittlung der Daten
  • Darauf hinweisen, dass die Zustellung der Bestätigungs-E-Mail ggf. einige Minuten dauern kann
  • Den Hinweis geben, unter Umständen auch im Spam-Ordner nach der E-Mail zu sehen
  • Um False Positves zu vermeiden, dazu auffordern, die Absenderadresse vorab ins Adressbuch aufzunehmen
  • Kontakt- und Hilfemöglichkeiten anbieten
  • Einen aussagekräftigen Betreff mit Call-to-Action zum Klicken des Bestätigungslinks verwenden
  • In der E-Mail den Klick forcieren und weder inhaltlich noch optisch vom Anmeldelink ablenken
  • Bei der Platzierung des Links geringere Höhen des Vorschaufensters beachten

Nobody is perfect, auch Newsletter-Abonnenten nicht

Im An- und Abmeldeprozess eines Newsletters kann einiges schief gehen. Eine verständliche Benutzerführung und eine lösungsorientierte Fehlerausgabe können zwar dazu beitragen, Probleme im Prozess einzudämmen, ganz vermeiden lassen werden sie sich aber sicherlich nicht. Hindernisse bei der An- und Abmeldung eines Newsletters verärgern nicht nur die Abonnenten, sondern beeinflussen auch die Datenerhebung und Newsletter-Auswertung. Newsletter-Betreiber kennen die Vorgänge natürlich in- und auswendig, deshalb hat Frank Rix von Dialogue1 die wichtigsten Fehler beim Newsletter-Handling einmal zusammengestellt. Hier ein Auszug:

  • Der Anwender gibt eine inkorrekte, ungültige oder eine E-Mail-Adresse an, die schon im System vorhanden ist.
  • Der Anwender bestätigt eine Anmeldung mehrfach oder erneut, nachdem er sich bereits wieder aus dem Newsletter abgemeldet hat.
  • Der Anwender klickt einen Abmeldelink mehrfach oder kennzeichnet den Newsletter als Spam anstatt sich abzumelden.
  • Der Anwender antwortet auf einen Newsletter, bei dem keine gültige Antwort E-Mail-Adresse hinterlegt ist