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Opt-ins für das E-Mail-Marketing auf Twitter sammeln

Laut einer Studie von artegic wird Twitter aktuell so gut wie gar nicht zur Lead-Generierung im E-Mail-Marketing genutzt. Das mag vor allem daran liegen, dass – im Gegensatz zum Facebook-Tab – keine entsprechende Infrastruktur im sozialen Netzwerk vorliegt. Doch das könnte sich bald ändern, denn Twitter kündigt die sogenannten Lead Generation Cards an.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Twitter-Card, die es Nutzern ermöglicht, ihre Kontaktdaten mit einem Klick direkt aus dem sozialen Netzwerk heraus an ein Unternehmen zu übermitteln und so dessen Angebot, wie z.B. einen Newsletter oder einen Rabattgutschein, zu nutzen. Über eine ähnliche Funktion in den Anzeigenerweiterungen von Google AdWords haben wir bereits berichtet.

So funktionieren Lead Generation Cards

Klappt ein Twitter-Nutzer einen mit einer Lead Generation Card versehenen Tweet auf, erhält er nicht nur Informationen zum jeweiligen Angebot, sondern kann über einen Call to Action direkt die in seinem Twitter-Profil hinterlegten Kontaktdaten übermitteln. Name, Benutzername und E-Mail-Adresse werden automatisch ausgefüllt:

LeadGenCard_Twitter

Um möglichst viele Opt-ins über Twitter zu generieren, ist es wichtig klar zu kommunizieren, für welches Angebot sich der Nutzer mit dem Klick tatsächlich anmeldet. Um die Newsletter-Anmeldung rechtskräftig zu machen, sollte an die übermittelte E-Mail-Adresse anschließend eine Bestätigungsmail im Rahmen eines Double Opt-ins verschickt werden.

Klingt gut? Dann gibt es aber noch eine schlechte Nachricht: Momentan befinden sich die Lead Generation Cards noch in der Testphase und stehen nur ausgewählten Marken zur Verfügung. Zudem ist noch unklar, ob die Funktion nur für Promoted Tweets oder auch für normale Twitter-Stautsmeldung bereit stehen wird.

SWYN-Links im Newsletter: viel ungenutztes Potenzial im E-Commerce

Social Media und E-Mail-Marketing schließen sich keinesfalls aus, sondern profitieren sogar voneinander. artegic wollte es genauer wissen und eine Antwort auf die Frage erhalten: Setzt der E-Commerce auf Social E-Mail-Marketing? In einer Studie wurden die Newsletter von 95 großen deutschen E-Commerce Anbietern zwischen Juni und Dezember 2012 auf Verlinkungen zu Social-Media-Profilen und die Integration von SWYN-Links überprüft sowie die Generierung von Opt-ins über sozialen Netzwerke untersucht.

Links zu Social-Media-Profilen im Newsletter

  • 63,4 % der untersuchten Anbieter verlinken auf ihre Social Media Profile, etwa ein Drittel demnach nicht
  • Facebook (65,4 %) und Twitter (47,8 %) werden am häufigsten verlinkt
  • SWYN-Links werden meist im Footer (85 %) platziert

Integration von SWYN-Links im Newsletter

  • Nur 12,6 % setzten SWYN-Links ein, fast 90 % demnach noch nicht
  • Jeder, der SWYN-Links einsetzt, bietet die Möglichkeit, auf Facebook zu teilen
  • 72 % bieten die Möglichkeit, den gesamten Newsletter zu teilen, der Rest ermöglicht das Teilen einzelner Beiträge – eine Kombination aus beidem wird nicht angeboten

Generierung von Opt-ins über Soziale Netzwerke

  • Nur 34,6 % nutzen die Möglichkeit, Opt-ins über ihr Social Media Profil zu generieren
  • Weniger als 1/3 der Anbieter, die eine Facebook-Seite betreiben, nutzen diese zur Opt-in Generierung – obwohl dies durch die Integration einer App denkbar einfach wäre
  • Google+ (4,4 %) und Twitter (1,6 %) werden selten genutzt – wahrscheinlich aufgrund der fehlenden Möglichkeiten

Die Ergebnisse zeigen, dass noch viel Nachholbedarf besteht und Potenzial verschenkt wird. Denn erst vor kurzem hat GetResponse gezeigt, dass SWYN-Links die durchschnittliche Klickrate um 158 % steigern können.

Die Studie „Social Media Integration im E-Mail Marketing von E-Commerce Anbietern“ mit vielen Beispielnewslettern kann bei artegic.de kostenlos heruntergeladen werden.

Generation 140, Yahoo! und Ross Antony

In der Yahoo! Mail-Studie vom Juni 2011 hat der Freemail-Anbieter die Nutzungsgewohnheiten der sogenannten Generation 140 untersucht. Gemeint sind damit die Internet-Anwender, die „always on“ sind, intensiv mit Social Media umgehen und natürlich zahrleiche E-Mails versenden. Die Zahl 140 bezieht sich dabei auf die Zeichenmenge eines Tweets – hat übrigens einen Moment gedauert, bis es da bei mir Klick gemacht hat. Befragt wurden im Mai knapp 9.000 User in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien (siehe W&V).

Die Studie fördert einige interessante Zahlen und Fakten zutage. Über 97 % nutzen E-Mail gegenüber 60 % der Befragten, die in Sozialen Netzwerken aktiv sind. Bei der privaten Kommunikation mit Familie und Freunden bevorzugen die Onliner E-Mail-Nachrichten (38 %) und eher weniger die Social Networks (13 %). Immerhin fast ein Viertel würde den Zugriff auf das E-Mail-Konto als einzige Sache mit auf eine einsame Insel nehmen.

Als Repräsentant der Generation 140 fungiert der Moderator, Entertainer und Sänger Ross Antony. Er berichtet in einem kurzen Clip über sein eigenes Nutzungsverhalten und „untermauert“ damit die Studienergebnisse.

Soziale Netzwerke und Newsletter

René Kulka berichtet in seinem Blog über die Möglichkeit einen Newsletter mit seinen Freunden in den Netzwerken Facebook und MySpace zu teilen. Hintergrund ist die Möglichkeit diese Funktionalität beim Versand eines Newsletter über die E-Mail-Service-Provider Silverpop oder Inxmail einzubinden.

In dem Artikel beschreibt René wie diese Funktion auch ohne speziellen ESP einfach und schnell integriert werden kann. Angesichts der steigenden Bedeutung sozialer Netzwerke für Marketingzwecke ist dies ein Feature welches nicht viel Platz im Newsletter kostet und eventuell neue Kunden erschließt.

Des Weiteren möchte ich auf einen Artikel des Electronic Commerce Info Net mit dem Titel „Soziale Netzwerke und B2B-Marketing“ hinweisen, welcher Anfang diesen Monats erschienen ist. Darin wird berichtet dass Blogs, Foren, Wikis und Produktrezensionen auch im B2B-Sektor immer wichtiger werden.