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Social E-Mail-Marketing: Was wird am häufigsten geteilt?

Die Wichtigkeit und das Potenzial von Social E-Mail-Marketing betonen wir immer wieder. Mit den sogenannten SWYN-Links können Newsletter-Empfänger die Inhalte in ihren Sozialen Netzwerken viral verbreiten und die Reichweite eines Newsletters so enorm erhöhen.

Es liegt natürlich auf der Hand, dass nicht alle Newsletter-Inhalte in gleichem Maße zum Teilen anregen. Emailvision hat den Erfolg unterschiedlicher E-Mail-Kampagnen ausgewertet – einige Ergebnisse waren zu erwarten, andere überraschen:

  1. Mit Abstand am häufigsten geteilt wurden E-Mails, die einen Rabatt beinhalten.
  2. An zweiter Stelle stehen humorvolle Inhalte.
  3. Überraschenderweise werden E-Mails, die einen direkten Anreiz zum Teilen enthalten, nicht häufiger geteilt, als Newsletter mit neuen Informationen, ohne jeglichen Aufruf zum Teilen.

Bildpersonalisierung im Newsletter

Emotionalisierung und eine persönliche Ansprache sind Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches und aufmerksamkeitsstarkes Dialogmarketing. Im E-Mail-Marketing kann dies nicht nur über eine persönliche Ansprache zu Beginn des Newsletters erfolgen, sondern auch über Bildpersonalisierung.

Dabei wird ein Bild mit Hilfe des Namens oder anderer bekannter Stammdaten des Abonnenten individualisiert. Kombiniert mit einem kreativen Bezug zu Inhalt und Anlass des Newsletters kann die emotionale Bindung zum Unternehmen gestärkt werden. Personalisierte Bilder eigenen sich besonders gut für anlassbezogene E-Mails, wie beispielsweise Geburtstags- und Weihnachtsgrüße oder zum Einsatz in Kombination mit einem Gutschein. René Kulka hat einige interessante Beispiele zur Bildpersonalisierung in Newslettern zusammengestellt.

Eyetracking-Tests verdeutlichen es: personalisierte Bilder erzielen eine höhere Aufmerksamkeit und bleiben länger in Erinnerung. Zudem haben personalisierte Inhalte eine hohe virale Wirkung und werden gern geteilt. Die Bereitstellung von SWYN-Funktionen (Share With Your Network) innerhalb des Newsletters kann diesen Vorgang begünstigen.

Da das personalisierte Bild erst nach Öffnung des Newsletters ins Auge fällt, muss bereits der Betreff das Interesse auf den Inhalt wecken. Hat der Abonnent die E-Mail einmal geöffnet, ist die Re-Opening-Rate allerdings sehr hoch. Voraussetzung für den Versand von personalisierten Bildern oder Videos ist natürlich das Vorhandensein der entsprechenden Stammdaten. Diese können, neben der E-Mail-Adresse als Pflichtfeld, bei der Newsletter-Anmeldung optional abgefragt werden.

Wer das Thema Personalisierung im Rahmen einer Kampagne etwas größer aufziehen möchte, kann auch auf personalisierte Videos zurückgreifen. Eine E-Mail mit dem Betreff „Sie waren im Fernsehen“ oder „[Name], über Sie wurde im Fernsehen berichtet“,  wecken Interesse und erhöhen die Öffnungsrate. In dem Video selbst können dann Informationen und Werbebotschaften mit beispielsweise Name und Wohnort des Abonnenten verknüpft werden. Ein Beispiel für ein personalisiertes Video ist die Direktmarketing-Kampagne „style TV“ des Schweizer Unternehmens Hapimag.

Viral Video Award 2011 – Jetzt abstimmen!

Es ist wieder soweit: Am 18. November werden im Rahmen des 27. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin die Viral Video Awards vergeben. Bis dahin sind alle Interessierten aufgerufen, für den Sieger in der Kategorie „Publikumspreis“ abzustimmen.

Aus rund 500 Einreichungen haben die Organisatoren des Preises, die PR-Agentur Zucker.Kommunikation, interfilm Berlin und die Heinrich-Böll-Stiftung, 21 Favoriten ausgewählt. Von Realfilm bis Animation, von Werbe- bis Politspot ist alles dabei. Unter den Nominierungen sind Beiträge aus Deutschland, Frankreich, USA, Ägypten und vielen weiteren Ländern.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Filme primär für das Abspielen im Internet und für eine virale Verbreitung konzipiert sind. Sie müssen für oder gegen etwas werben und/oder eine Botschaft vermitteln, außerdem dürfen sie nicht länger als 10 Minuten und nicht älter als zwei Jahre sein.

Insgesamt werden drei Preise vergeben: der bereits erwähnte Publikumspreis, ein Jurypreis, sowie ein Preis für das beste politische Viral. Die Fachjury besteht in diesem Jahr aus Marion Brasch, Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei radioeins (RBB), dem Blogger René Walter („Nerdcore“) und dem Filmschaffenden und Preisträger aus dem Jahr 2009 („Du bist Terrorist“) Alexander Lehmann.

Die Viral Video Awards werden zum vierten Mal vergeben, auf der Website gibt es weitere Informationen, sowie die Gewinner aus den vergangenen Jahren.

Seth Godin über virale Kampagnen

Der Permission-Marketing-Guru Seth Godin wägt in seinem Blog mit Hilfe eines Gedankenspiels ab, welche Faktoren zu einer besseren viralen Verbreitung einer Botschaft führen.

Godin wägt dabei zwischen einer möglichst großen Ausgangsmenge an Empfängern und einer möglichst guten Idee ab, die eine  hohe Weiterempfehlungsrate erzielt. Das Ergebnis ist – wenn auch theoretischer Natur – sehr eindeutig. Je größer die Motivation der Empfänger ist, eine Botschaft an andere weiterzuleiten, desto unwichtiger wird die Ausgangsmenge.

Ziel muss sein, möglichst interessante und relevante Inhalte zu produzieren, die dann von jedem Empfänger durchschnittlich mehr als 1 Mal weiter verbreitet werden. Je höher die Rate umso besser. So stellt sich exponentielles Wachstum ein, das jede noch so große Ausgangsgruppe mengenmäßig irgendwann aussticht. Man kennt das Spiel von den Reiskörnern auf dem Schachbrett.

siehe Viral growth trumps lots of faux followers