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Monty Python und die Adaption des Begriffs „Spam“

Heute eine Bezeichnung für eine unverlangt zugestellte, meist werbliche, Massen-E-Mail, ist Spam ursprünglich ein Markenname für Dosenfleisch in Großbritannien (Spiced Ham).

Wie kam es nun zu dieser Verbindung?

In einem Sketch von Monty Python aus dem Jahre 1970 wird der Begriff  „Spam“ für eine unnötig häufige Verwendung und Wiederholung geprägt. Durch diesen Sketch enstand die Idee, ungewollten Informationsmüll als „Spam“ zu bezeichnen.

Die Übertragung auf die Kommunikation erfolgte erst wesentlich später. Bei Multi User Games überschwemmten Nutzer das Text-Interface immer wieder mit denselben Kommentare, in Anlehnung an den Monty Python Sketch wurden diese als Spam bezeichnet. Als Newsgroups zunehmend mit identischen Werbebotschaften überflutet wurden, hielt der Begriff Einzug in die Werbebranche.

Auch wenn die Bezeichnung durch einen lustigen Hintergrund geprägt wurde, E-Mail-Spam verursacht mittlerweile jährlich Schäden in mehrfacher Milliardenhöhe.

Vorankreuzen der Newsletter-Anmeldung

Wie bereits vor einiger Zeit durch das sogenannte Payback-Urteil des Bundesgerichtshofs nahe gelegt worden ist, sollten Newsletter-Versender darauf verzichten, die Einwilligung zum Empfang eines Newsletters mittels vorher angekreuzter Checkbox einzuholen. In der Sache gibt es durch das Oberlandesgericht Thüringen eine zusätzliche Klarstellung.

Laut Urteil vom 21.4.2010 (Aktenzeichen 2 U 88/10) ist es nicht zulässig E-Mail-Werbung zu versenden, wenn der Empfänger nicht ausdrücklich sein Einverständnis erklärt hat. Ganz konkret darf die entsprechende Klausel  im Rahmen eines Registrierungsprozesses nicht voreingestellt sein, denn

es liegt nicht eine nach außen erkennbare Betätigung des Willens im Sinne einer ausdrücklichen Einwilligungserklärung vor, sondern insoweit nur ein bedeutungsloses passives (dem Schweigen vergleichbares) Nichterklären.

Den genauen Wortlaut des Urteils kann man bei Telemedicus nachlesen.

Design von Testimonials

Testimonials sind sehr beliebt, um ein Produkt nicht nur über seine Features sondern auch über die Erfahrung von bestehenden Kunden zu bewerben. Sie bauen Vertrauen gebenüber möglichen Neukunden auf und schaffen Seriosität. Deshalb hat sich Noupe mit dem Design von Testimonials im Web beschäftigt und einen Artikel mit vielen guten Beispielen und hilfreichen Tipps ins Netz gestellt. Ich finde, diese lassen sich auch gut für Testimonials in einem Newsletter verwenden.

Microsofts Spamfilter

Microsoft beschreibt in einem Artikel auf Office Online auf welche Schlüsselwörter der Junk-E-Mail-Filter von Outlook reagiert. Seit Outlook 2003 kann man diese Schlüsselwörter auch anpassen, in vorherigen Versionen war dies nicht möglich. Die verbotenen Schlüsselwörter sind teilweise selbstverständlich, teilweise aber auch sehr radikal.

Nachfolgend ein kleiner Auszug:

  • Betreff mit „Werbung“
  • Textkörper mit „Geld zurück“
  • Textkörper mit „Karten akzeptiert“
  • Textkörper mit „Anweisungen zum Entfernen“
  • Textkörper mit „per Scheck oder Überweisung“
  • Textkörper mit „Nur für Erwachsene“
  • Textkörper mit „Web für Erwachsene“
  • Betreff mit „!“ UND Betreff mit „$“
  • Betreff mit „!“ UND Betreff mit „kostenlos“

Werbung in Newslettern wirkt

Ich hab mich schon oft gefragt, ob Werbebanner in Newslettern tatsächlich die Wirkung erzielen, die sie erzielen sollen. IP Deutschland ist ebenfalls dieser Frage nachgegangen und analysierte die Wirksamkeit der Banner anhand von Barclaycard.

Der Kreditkartenanbieter platzierte in mehreren Ausgaben des RTL-Newsletters seine Anzeigen und erreichte damit folgende Ergebnisse:

  • 17% der Leser haben den Banner angeklickt
  • nahezu jedem Zweiten der Befragten ist die Barclaycard-Werbung aufgefallen
  • deutlich mehr als jeder Zweite empfindet die Anzeige als nicht störend

Somit kann man von einer überwiegenden Akzeptanz von Werbung in Newslettern sprechen.

Quelle:

http://www.emailmarketingblog.de/2009/02/23/ip-deutschland-werbung-in-newslettern-wirkt/

Aktueller Stand: Video in Newslettern

Im Mai 2007 haben wir einen Artikel zum Thema „Animationen in Newsletter-E-Mails“ veröffentlicht in dem wir auf die Möglichkeiten von Animationen in Newslettern eingegangen sind. Der Anlass war eine Untersuchung von den Jungs und Mädels bei Campaign Monitor über die Verwendung von Flash in E-Mails und die Unterstützung auf Seiten der Clients. Knapp zwei Jahre später hat Campaign Monitor diese Untersuchung wiederholt und ist schlussendlich zum gleichen Ergebnis gekommen: wenn überhaupt, dann mit animierten GIFs. Diese werden von jedem populären Client, bis auf Windows Mobile 5, unterstützt. Natürlich muss dazu das GIF immer noch geladen werden, was von vielen Clients erstmal geblockt wird.

Der einzige Ausreißer war Apple Mail, welches in der Lage ist Flash-, Quicktime- und Windows Media-Inhalte in einer Mail wiederzugeben. Videowerbung auf Webseiten gehört auf Grund höherer Bandbreiten schon längst zum Alltag eines jeden Nutzers. Es bleibt abzuwarten ob sich in Zukunft ein ähnlicher Effekt beim E-Mail-Marketing einstellen wird, was allerdings in Anbetracht der schwachen Unterstützung wohl noch in weiter Ferne liegt.

Haken oder kein Haken

In normalen Bestell- oder Kontaktformularen wird oft eine zusätzliche Option zum Abonnement eines Newsletters angeboten. Häufig geschieht dieses in der Form einer Checkbox (Ankreuzfeld) und dem Satz, der sinngemäß lautet: „Ja, ich möchte auch den Newsletter abonnieren“. Es stellt sich nun die Frage, ob die Checkbox bereits aktiviert sein darf, also der Haken bereits im Ankreuzfeld gesetzt sein darf, wenn das Formular aufgerufen wird. Dazu gibt es nun von höchster Stelle ein Urteil, das Webseitenbetreiber zur Vorsicht anhalten sollte.

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Double Opt-In mit Zuckerbrot und Vorhängeschloß

Vor einigen Tag in meiner Stammkneipe. Sie stand plötzlich vor mir: Groß, gut gebaut, langes blondes Haar und ein Lächeln, das mich niederschmetterte! „Hi, ich bin von Lucky Strike. Wollt ihr ein Feuerzeug gewinnen? Ihr müsst nur diese Karte ausfüllen! Ihr raucht doch, oder?“ fragte sie mit zuckersüßer Stimme.

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Leitfaden E-Mail-Werbung für Online-Shops

Der Arbeitskreis Vertrauen & Sicherheit der Fachgruppe E-Commerce des BVDW hat einen Leitfaden veröffentlicht, der es Shopbetreibern erleichtern soll, erfolgreiche E-Mail-Werbung zu machen. Thematisiert werden dabei vor allem rechtliche und technische Maßnahmen zur Vermeidung von False Positives – also erwünschten Mailings, die fälschlicherweise als Spam herausgefiltert werden.

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