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Infografik: Battle im Posteingang – Wer liegt vorn?

Der Kampf um die Aufmerksamkeit im Posteingang der Abonnenten wird immer härter.
Unternehmen müssen sich dabei nicht nur gegen die direkten Wettbewerber behaupten, sondern grundsätzlich stellt jede E-Mail eine Konkurrenz um das Interesse des Empfängers dar. Besonders hoch ist der Wettbewerb aktuell in der Vorweihnachtszeit. Return Path hat unter dem Titel „Battle im Posteingang“ eine interessante Infografik erstellt, welche die Sieger und Verlierer darstellt.

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Zahlen aus der Gründerszene und Tipps für den Norden

Gründerland Deutschland? Der KfW Gründungsmonitor 2013 zeigt momentan einen anderen Trend auf. Demnach sinkt die Zahl der Gründungen, 2012 waren es mit 775.000 rund 60.000 weniger als im Vorjahr. Zurückzuführen ist der Rückgang aber nicht nur auf die üblichen Gründungshemnisse  und -ängste wie bürokratische Hürden, Belastungen für die Familie, finanzielles Risiko, Finanzierungsschwierigkeiten oder der Verzicht auf Vorteile aus abhängiger Beschäftigung. Auch die positive Arbeitsmarktentwicklung hat dem Gründungsgeschehen in den vergangenen Jahren entgegengewirkt.

Doch es gibt natürlich auch Positives aus der Gründerszene zu vermelden: 42 % der Gründer erzielten durch den Schritt in die Selbstständigkeit ein höheres Haushaltsnettoeinkommen als zuvor, wenngleich die Arbeitszeit bei vielen stieg. Nur 16 % berichteten über eine Verschlechterung der finanziellen Situation. Ein weiterer Pluspunkt: Der Vorgang der Existenzgründung ist längst kein Langzeitprojekt mehr. Von der Idee bis zum Start in die Selbstständigkeit brauchen die Gründer durchschnittlich sieben Monate, die Hälfte sogar weniger als drei Monate.  Zudem wird die Förderinfrastruktur hierzulande im internationalen Vergleich regelmäßig positiv bewertet.

Tipps für Existenzgründer im Norden

gruendercup

Existenzgründungen sind gut für die Region, sie schaffen Arbeitsplätze und beleben den Wettbewerb und das Innovationsgeschehen. Als Nordlichtern liegt uns die Unterstützung der Gründerszene in Schleswig-Holstein deshalb natürlich besonders am Herzen. Der GründerCup Kiel Region ist ein Wettbewerb, der jährlich Jungunternehmer aus dem Norden mit insgesamt 23.000 €  fördert. Außerdem ist der GründerCup auf Facebook aktiv und versorgt seine Fans dort mit Tipps und Tricks zum Thema Existenzgründung, Hinweisen zu Fördermöglichkeiten sowie Veranstaltungen im Norden und natürlich zum Wettbewerb selbst.

Und dass die Schleswig-Holsteiner Unternehmergeist besitzen, zeigt eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie der Universität Texas: Im Vergleich der Bundesländer liegt das Land zwischen den Meeren auf Platz 3.

Haftung für Aktualität in Preissuchmaschinen

Viele Onlineshop-Betreiber haben das Potenzial von Preissuchmaschinen und Shopping-Portalen längst erkannt und nutzen diese aktiv als Werbeplattform. Ein Vorteil für den Käufer, denn so hat dieser eine Vielzahl von Anbietern auf einen Blick im Vergleich und kann sich – meistens für den günstigsten – entscheiden. Um so ärgerlicher ist es, wenn für das begehrte Produkt im Shop des Anbieters ein höherer Preis verlangt wird, als in der Preissuchmaschine ausgezeichnet.

Mit diesem Thema befasste sich in den letzten Tagen der Bundesgerichtshof und kam zu dem Urteil, dass Preisangaben in Preissuchmaschinen ständig aktuell sein müssen. Konkret heißt es in der Pressemitteilung:

Den Händlern ist es – so der BGH – zuzumuten, die Preise für Produkte, für die sie in einer Preissuchmaschine werben, erst dann umzustellen, wenn die Änderung in der Suchmaschine angezeigt wird.

Vorausgegangen war ein Streit zweier Wettbewerber im Bereich Haushaltselektronik. Der Beklagte bot im Sommer 2006 eine Espressomaschine der Marke Saeco über die Preissuchmaschine idealo.de als Spitzenreiter an. Der Online-Händler hatte im eigenen Shop den Preis für die Espressomaschine von 550 auf 587 Euro erhöht. Zwar hatte er diese Änderung dem Suchmaschinenbetreiber umgehend mitgeteilt, doch Preissuchmaschinen aktualisieren die Angebote nicht sofort, sondern mitunter verzögert.

Darin sah ein Mitbewerber eine Wettbewerbsverletzung. Die Klage wurde von dem Landesgericht Berlin abgewiesen. Das Kammergericht jedoch folgte dem Kläger. Der Bundesgerichtshof wies die Revision gegen das Urteil des Kammergerichts zurück und entschied:

Der durchschnittlich informierte Nutzer eines Preisvergleichsportals verbindet mit den ihm dort präsentierten Informationsangeboten regelmäßig die Erwartung einer höchstmöglichen Aktualität.

Zwar sind Verbraucher heute mit den Besonderheiten des Internets und damit auch mit dessen technischen Grenzen weitgehend vertraut. Sie gehen aber davon aus, dass die in einer Preissuchmaschine angebotenen Waren zu dem dort angegebenen Preis erworben werden können, und rechnen nicht damit, dass die dort angegebenen Preise aufgrund von Preiserhöhungen, die in der Suchmaschine noch nicht berücksichtigt sind, bereits überholt sind.

Die Irreführung der Verbraucher wird auch durch den Hinweis „Alle Angaben ohne Gewähr!“ in der Fußzeile der Preisvergleichsliste nicht verhindert. Durch einen Klick auf diesen Hinweis öffnet sich ein Fenster mit einem weiteren Text, aus dem sich ergibt, dass „eine Aktualisierung in Echtzeit … aus technischen Gründen nicht möglich [ist], so dass es im Einzelfall insbesondere hinsichtlich der Verfügbarkeit bzw. der Lieferzeit von Produkten zu Abweichungen kommen kann.

Quelle: Pressemitteilung 56/2010 des BGH