Alles Vanille oder was?

Das Newsletter Blog hat eine neue Kategorie eingeführt. Darunter erweitern wir das Spektrum um einfache Tests von unterschiedlichsten Newslettern und den dazugehörigen Websites. Im Vordergrund stehen dabei sowohl die Kritik an der Newsletter-Umsetzung, als auch die Nennung leuchtender Positivbeispiele, bei denen man sich die eine oder andere Scheibe abschneiden kann. Den Anfang in dieser Reihe macht Madavanilla, ein Onlineshop, der Vanilleschoten aus eigener Herstellung in Madagaskar vertreibt.

Zuerst einmal muss geklärt werden, dass Madavanilla zweimal im Netz ist. Warum, das wissen wir nicht. Aber Fakt ist, dass es eine Website unter www.mada-vanilla.de und eine unter www.madavanilla.de gibt. Schon etwas verwirrend im ersten Moment, weil diese sich auf den ersten Blick nicht wirklich ähneln. Nach genauerem Hinschauen versteht man dann, dass madavanilla.de der Onlineshop von Madavanilla ist, wohingegen mada-vanilla.de eine Unternehmenspräsenz zu sein scheint. Wir wollen uns hier mit dem Vanille-Newsletter beschäftigen, den man über den Onlinshop beziehen kann.

Der Shop von Madavanilla mutet insgesamt eher etwas amateurhaft an, aber der wirklich löblich ausgefallene Ansatz hauptsächlich Vanille darin zu verkaufen, tröstet darüber hinweg. Neben den Vanilleprodukten gibt es natürlich auch noch einige weitere Produkte aus dem Gewürzumfeld wie zum Beispiel Pfeffer, Gewürznelken und Zimt sowie genau einen Essig, genau ein Buch und drei verschiedene Vorratsbehältnisse. Letztere sind größenmäßig natürlich genau auf Vanille optimiert. Wirklich cool finde ich als Gewürzfan diese konsequente und kompakte Produktpalette.

Im Onlineshop von Madavanilla kann man aber nicht nur einkaufen. Standesgemäß läßt sich ein Vanille-Newsletter abonnieren. Dies geschieht über einen eigenen Hauptmenüpunkt in der Navigationsleiste. Das ist sehr positiv, wird dadurch dem Newsletter doch eine gewisse Bedeutung zugemessen.

Die Anmeldeseite sieht ein wenig nach Baukasten aus, bietet aber eine rundum vollständige Funktionalität. Beispielsweise lässt sich das bevorzugte E-Mail-Format – HTML oder Nur-Text angeben. Leider sind Vorname und Nachname als Pflichtfelder ausgewiesen, was durchaus kritisch zu bewerten ist, weil es dem Grundsatz der Datensparsamkeit (BDSG §3a) widerspricht. Eine anonymes Abonnement wäre wünschenswert.

Die Anmeldeprozedur ist ansonsten solide. Das Double Opt-In Verfahren kommt zum Einsatz und die E-Mail mit dem Bestätigungslink läßt nur wenige Sekunden auf sich warten. Nach dem Anklicken jedoch ist das erneute Erscheinen des Anmeldeformulars eine etwas unglückliche Lösung. Der frischgebackene Abonnent erkennt erst auf den zweiten Blick, dass eine zusätzliche Checkbox „Ich möchte den Newsletter erhalten“ aktiviert ist, und man nun offenbar nochmals auf „Einstellungen speichern“ klicken soll. Eine einfache Bestätigungsseite hätte es auch getan. Eine weitere Bestätigungsmail erhält man nicht – braucht man ja eigentlich auch nicht unbedingt. Offen bleibt, ob und wie man sich später wieder aus dem Newsletterverteiler austragen kann.

Soweit die Anmeldeprozedur – einen Newsletter haben wir bis jetzt noch nicht erhalten. Sobald dieser aber eintrifft, werden wir ausführlich darüber berichten. Design, Inhalt und rechtliche Aspekte stehen dabei im Vordergrund und vielleicht erfahren wir dann auch mehr über die Abmeldung. Wir dürfen also gespannt sein.

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