Und Action, bitte!

Einen weiteren Newsletter nehmen wir heute in unserer Kategorie Test unter die Lupe. Wer sich im Umfeld von Webdesign, Newsletterdesign, Fotografie und audiovisuellen Medien bewegt, kommt an der Website www.designerinaction.de nicht vorbei. Ausführliche Tipps und Tricks rund um das Thema Design zeichnen diese Website aus. Aber wie ist es um den Newsletter bestellt? Können die Macher der Website auch hier punkten? Unser Test.

Die Anmeldung

Selten sieht man eine so gelungene Newsletteranmeldung. Hier ist alles dran, was zu einer guten Anmeldung gehört. Sie ist auf das Wesentliche, nämlich die E-Mail-Adresse des Interessenten, komprimiert. Selbst wenn man wollte, man kann nicht mehr als diese eingeben. Datenminimalität par excellence. Aber das bedeutet nicht, das wichtige Informationen zum Newsletterempfang vorenthalten werden, denn sowohl die Erscheinungsweise des Newsletters, ein Archiv mit der letzten Ausgabe als auch ein deutlicher Hinweis auf die mögliche Abmeldung sind vorhanden. Sogar das Multipart-Format wird in einem Satz verständlich erklärt und nimmt dem Neuangemeldeten eventuelle Ängste in Bezug auf die Darstellbarkeit des Newsletters.

Double Opt-In

So fulminant der Start war, so schnell geht es nun Berg ab. Das bei Newsletteranmeldungen fast schon obligatorische Double Opt-In Verfahren fehlt nämlich leider ganz. Viel mehr wird man auf der Website mit den Worten „Vielen Dank für Ihre Anmeldung“ abgespeist, was nach der ausführlichen Beschreibung der Anmeldung einen etwas faden Beigeschmack hinterlässt und den Eindruck macht, als hätte man es hier ganz gezielt nur auf die E-Mail-Adresse abgesehen. Die nicht vorhandene rechtliche Sicherheit für den Newsletterversender und die Tatsache, dass hier durch Dritte Missbrauch geschehen kann, mal ganz außer Acht gelassen.

Der Newsletter

Was als erstes auffällt ist der Hinweis in Mozilla Thunderbird, dass es sich beim frisch empfangenen Newsletter, um einen Betrugsversuch sog. Phishing handeln könne. Dies beruht auf der Tatsache, dass innerhalb des Newsletters entsprechende Links nicht „richtig“ referenziert sind (vgl. Phishingverdacht in Thunderbird vermeiden). Da stört das Nachladen der Grafiken schon deutlich weniger. Ist der nun alles korrekt angezeigt, geht es um den Inhalt und hier gibt es wieder ein dickes Lob. Nach einer kurzen Einleitung findet sich zunächst eine Übersicht über die Themen der aktuellen Ausgabe. Die einzelnen Artikel sind dann nur kurz in ein, zwei Sätzen „angerissen“. Um sie vollständig zu lesen, wird man auf den gesamten Artikel auf der Website verwiesen. So befindet man sich nach kurzer Zeit auf Entdeckungsreise auf der eigentlichen Website. Das einheitliche Design von Newsletter und Website tragen auch entscheidend dazu bei, das dieser Übergang ganz fließend stattfindet.

Abmeldung

Wie schon bei der Anmeldung geht hier alles ganz schnell. Ein Link am Ende des Newsletters weist uns zur Abmeldung, die dann auch prompt erfolgt. Kein erneutes Eintragen der E-Mail-Adresse, keine Bestätigungs-E-Mail, mit einem Klick ist alles weg. Was jedoch bei der Anmeldung etwas zu schnell ging, macht hier vielleicht durchaus Sinn, nach dem Motto „Abmeldende soll man nicht aufhalten“ wird eben nicht lang gezögert.

Fazit

Der designerinaction Newsletter hätte das Zeug zum Klassensieger. Leider verspielt er diesen Sieg durch das nicht vorhandene Double Opt-In leichtfertig. Die Anmeldeseite überzeugt auf ganzer Linie, der Inhalt ist interessant aufbereitet und macht wahrlich Lust auf mehr. Die Abmeldung ist etwas unorthodox, aber durchaus sinnvoll.

Vielleicht entscheiden sich die Macher des Newsletters ja doch noch für das Double Opt-In Verfahren und gewinnen so neben unserem Test auch noch ein bisschen mehr Vertrauen ihrer Abonnenten.

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