Archiv des Autors: Arevik Antonyan

Datendiebstahl: Tipps für sichere Passwörter

Angesichts der Berichte über den Diebstahl von 1,2 Milliarden Zugangsdaten für Internet-Profile durch russische Hacker sind viele Nutzer von Web-Diensten nun verunsichert. Auf der Seite sicherheitstest.bsi.de kann man ganz leicht feststellen, ob man selbst davon betroffen ist. Einfach die E-Mail-Adresse, die geprüft werden soll, eingeben und den vierstelligen Betreff-Code merken. Im Falle eines Datendiebstahls schickt das BSI dem Nutzer eine Benachrichtigung auf die E-Mail-Adresse mit eben diesem Sicherheitscode im Betreff. So wird sichergestellt, dass die Warn-E-Mail auch tatsächlich echt und der Absender das BSI ist.

Für mehr Sicherheit im Netz gibt der Hightech-Verband BITKOM hilfreiche Tipps, womit sich Internetnutzer vor solchen Angriffen schützen können.

Ein sicheres Passwort wählen

Bei der Vergabe von Passwörtern sollten sich diese aus einer Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben, Nummern und Sonderzeichen wie :!?#%* zusammensetzen. Das Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein und regelmäßig – also etwa alle drei Monate – geändert werden. Niemals sollte das gleiche Kennwort für verschiedene Dienste wie E-Mail, soziale Netzwerke oder Online-Banking verwendet werden.

Persönliche Daten vermeiden

Wählt man ein Kennwort, das sich aus persönlichen Daten, wie Geburtsort, Geburtsjahr oder Name zusammensetzt, lässt sich dieses leichter knacken. Daher empfiehlt es sich, Passwörter zu wählen, die nicht auf die Persönlichkeit schließen lassen. Am besten gelingt dies, wenn man sich einen allgemeinen Satz ausdenkt und diesen auf einzelne Zahlen, Zeichensetzungen und Buchstaben reduziert, sodass gar keine vollständigen Wörter mehr enthalten sind.

Passwörter nicht aufschreiben

Passwörter sollten grundsätzlich nie aufgeschrieben werden. Denn hier besteht die Gefahr, dass unberechtigte Dritte Zugang dazu bekommen.

Voreingestellte Passwörter ändern

Bei vielen Software-Produkten werden bei der Einrichtung eines Accounts voreingestellte Passwörter vergeben. Hacker können diese mit einigem technischen Aufwand herausfinden und sich damit unberechtigten Zugang verschaffen. Daher wird empfohlen, das ab Werk voreingestellten Passwort schnellstmöglich durch ein eigenes zu ersetzen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen

Weiterhin wird geraten, eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung – ein bewährtes Mittel, um Accounts zusätzlich zu sichern – zu nutzen. Dabei erhält der Nutzer nach Eingabe des Passworts einen Sicherheitscode auf das Handy zugeschickt. Dieser muss zusätzlich eingegeben werden. Kommen Hacker in den Besitz von Kennwort und Nutzername, können sie diese ohne das entsprechende Handy, auf das die Sicherheitscodes gesendet wurden, nicht verwenden.

Agentur-Check: Sind Spezialisten die Besseren?

Ob für den Finanz-, IT- oder Healthcare-Sektor – Branchenspezialisierungen von Werbe- und Online-Marketing-Agenturen sind keine Seltenheit. Doch gibt es Vorteile von branchenspezifischen Full-Service-Agenturen gegenüber denen, die Kunden aus vielen verschiedenen Bereichen betreuen? Welcher der beiden Dienstleister meistert die strategischen Herausforderungen besser? Und wie finden Auftraggeber schließlich die richtige Agentur für die Umsetzung ihrer Online-Maßnahmen und individuellen Kommunikationslösungen?

Healthcare-Branche

Nehmen wir uns die Healtcare-Branche als Beispiel: Diese ist an sich bereits recht komplex, sowohl in gesundheitspolitischer als auch in kultureller Hinsicht. Healthcare-Unternehmen stehen daher als Anbieter von Gesundheitsleistungen vor der anspruchsvollen Aufgabe, adäquat auf die Nachfrage von Patienten und Produktinteressenten einzugehen. Eine klar definierte Online-Positionierung zwischen den vielen Wettbewerbern kann das Unternehmen mithilfe von Agenturen erreichen.

Nun stellt sich die folgende Frage: Sollte der Auftraggeber eines Health-Brands eine branchenspezifische oder eine generalistisch aufgestellte Agentur konsultieren?

Spezialisten vs. Generalisten

Zunächst könnte man davon ausgehen, dass Spezialisten gegenüber Generalisten mehr Erfahrungswerte auf dem Markt aufweisen können. Ihnen sind sowohl Probleme und Potenziale als auch Budgets und Strategien von Wettbewerbern bekannt. Auch branchentypische Begriffe und sogenannte Long-Tail-Keywords können gezielt für die Online-Marketing-Maßnahmen eingesetzt werden. Schließlich befassen sich die Agenturen täglich mit derartigen Themen des Healthcare-Sektors.

E-Mail-Marketing mit Branchenfokus

Worauf kommt es bei der Konzeption, Durchführung sowie Überwachung von E-Mail-Marketing-Kampagnen für Kunden aus diesem Geschäftsfeld an? Branchenkenner können dazu eine umfassende Beratung leisten, eventuell sogar rechtliche Rahmenbedingungen viel besser beurteilen. Und in der Regel greifen sie auf Best Practices bei der Newsletter-Gestaltung und der Zielgruppenansprache zurück. Es bestehen schließlich teilweise gravierende Unterschiede zwischen der Kommunikation mit Endverbrauchern und Geschäftskontakten oder bei der Verbreitung bestimmter E-Mail-Clients und mobiler Endgeräte. Text- und Bildinhalte werden oft treffsicher erarbeitet und Wertversprechen klarer kommuniziert.

Dem steht entgegen, dass für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing natürlich ein ordentliches Maß an Kreativität notwendig ist. Und dazu gehört auch ein gewisser Blick über den Tellerrand. Ideen aus anderen Branchen zu adaptieren und damit neue Ansätze zu finden, fällt eventuell leichter, wenn eine Agentur schon vielfältige Referenzprojekte vorweisen kann. Und für den Marketingerfolg ist eine deutliche Abgrenzung von Marktbegleitern entscheidend.

Kurze Einarbeitungszeiten

Eine gute Gesundheitskommunikation zeichnet sich zudem durch eine fundierte Kenntnis der verschiedenen Kommunikationspartner – seien es Patienten, Ärzte oder etwa Fachjournalisten – und ihrer jeweiligen Bedürfnisse aus. Ob auf Healthcare spezialisierte Werbe- bzw. Online-Markting-Agenturen tatsächlich ein fundierteres Know-how besitzen, soll hier nicht beurteilt werden. Dennoch gilt es, die kürzeren Einarbeitungszeiten und die daraus resultierenden schnelleren Abläufe innerhalb der Agentur mit Branchenspezialisierung positiv zu berücksichtigen.

Agentur-Checkliste nutzen

Exemplarisch bietet die Healthcare Werbeagentur Schwarz & Bold Leistungen im Umfeld von Online, PR, Design und Social Media sowie Imagefilmen an. Auf ihrer Website gibt sie Unternehmen mit ihrer Agentur-Checkliste eine kleine Hilfestellung. Hier können sich nämlich zukünftige Auftraggeber durch einen Fragebogen klicken und herausfinden, ob die Kommunikation durch die betreuende Agentur auch die gewünschte Wirkung bei der Zielgruppe erzielt.

Obendrein findet man Fragen zu den Erfahrungswerten der Agentur im Gesundheitswesen, ihren Qualifikationen und ihrer Kooperationsbereitschaft mit anderen Partnern, die bereits in einzelne Bereiche der Marketing- und Kommunikationsstrategie des Unternehmens involviert sind. Ein schönes Tool für diejenigen, die auf der Suche nach der richtigen Healthcare-Agentur sind.

Zum  Abschluss die Frage an unsere Leser: Lieber eine Agentur mit Branchenfokus oder eine solche, die auch Anregungen aus anderen Wirtschaftszweigen einbringen kann? Wie sind hier die praktischen Erfahrungen im Alltag? Wir freuen uns über Kommentare!

Email-Expo 2014: Erstmals mit E-Mailing-Award

Die Email-Expo gilt seit 2009 als ein wichtiges Branchenevent im Bereich der modernen Kundenkommunikation. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 1.700 Fachbesucher aus dem B2B- und B2C-Bereich und fast 50 Aussteller aus dem In- und Ausland die Fachmesse. Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung – am 13.04.2014 in Frankfurt – werden alle Aspekte der Marketing-Automation und des Data-Driven Marketings durchleuchtet und aktuelle Trends wie Big Data, Personalisierung und Cross Channel Marketing besprochen. Besucher dürfen sich auf zahlreiche Aussteller und internationale Marketing-Experten aus den Bereichen Mobile sowie Leadgenerierung und Adressgewinnung freuen.

Themen im Überblick

  • Marketing-Automation
  • Data-Driven Marketing
  • Leadgenerierung und Adressgewinnung
  • Mobile E-Mail-Marketing
  • Content Marketing
  • Social Media
  • SEO
  • Recht und Datenschutz
  • Retargeting
  • Big Data
  • Cross Channel Marketing

E-Mailing-Award 2014

In diesem Jahr gibt es allerdings noch ein Highlight: Erstmals wird auf der Email-Expo der E-Mailing-Award 2014 verliehen. Besonders erfolgreiche E-Mail-Kampagnen und Newsletter werden vom Fachinformationsdienst E-Mail Marketing Forum ausgezeichnet. Die Bewerbungsunterlagen können unter bewerbunge[at]e-mailing-award.de angefordert werden, Einsendeschluss ist der 31. März 2014.

E-Mail-Marketing für Start-ups

Start-ups benötigen nicht nur eine kreative Unternehmensidee und eine ansprechende Präsenz im Web, der durch Suchmaschinenoptimierung und Online-Werbung zu einer verbesserten Auffindbarkeit im Web verholfen werden kann. Ebenso wichtig ist es für Gründer, Leads zu generieren, Kontakte zu potenziellen Kunden auf- und auszubauen sowie vorhandene Beziehungen zu pflegen. Dabei zählt E-Mail-Marketing zu einem der wirkungsvollsten Instrumente. Schließlich kann der Versender den Empfänger über einen Newsletter direkt, personalisiert und verhältnismäßig kostengünstig ansprechen, informieren und langfristig an das Unternehmen binden.

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OLG Frankfurt: Zulässigkeit von Double Opt-in und Werbe-E-Mails

Nachdem das OLG München die Zulässigkeit der Zusendung von Bestätigungs-E-Mails im Rahmen des Double Opt-ins in Frage gestellt hatte, bezieht nun das OLG Frankfurt im Rahmen seiner kürzlich erschienen Entscheidung dazu Stellung:

„Es mag dahinstehen, ob bereits die Übersendung der ersten Bestätigungsmail an den Beklagten mit dem Aktivierungslink in diesem Sinne eine unerlaubte Werbe-E-Mail darstellte, was äußerst zweifelhaft erscheint (vgl. dazu OLG München MMR 2013, 38 f.).“

Das OLG Frankfurt tendiert demnach dazu, die erste E-Mail des Double Opt-ins nicht als Werbe-E-Mail zu qualifizieren.

Zusendung von Zahlungsaufforderung als Werbe-E-Mail

Im vorliegenden Rechtsstreit hatte der beklagte Unternehmer dem Kläger wegen einer angeblichen Anmeldung auf dessen Online-Plattform eine Zahlungsaufforderungen per E-Mail geschickt. Im Falle einer Nichtzahlung drohte er dem Kläger mit  einem „negativen Schufa-Eintrag“. Allerdings hatte der Kläger seine Anmeldung zuvor nicht über das Double-Opt-in-Verfahren aktiviert und verweigerte somit die Zahlung.

Laut Gericht ist das Vorgehen des Beklagten zweifellos unbefugt. Schließlich wurde aufgrund der fehlenden Verifizierung der E-Mail-Adresse durch den Empfänger selbst der Vorgang des Double Opt-in nicht vollendet. Demnach hätte der Unternehmer weder annehmen dürfen, dass ein Vertragsschluss zustande gekommen sei, noch hätte dieser von einer Erlaubnis zur Zustellung von werblichen E-Mails ausgehen können. Desweiteren sei der Begriff der Werbung sehr weit zu fassen. Daher ist die Übermittlung von Rechnungen, Zahlungsaufforderungen und Mahnungen, die dem Absatz und der Verwertung eigener Leistungen dienen, als Werbung zu werten.

Beweislast liegt beim Werbetreibenden

Laut Gerichtsurteil liegt die Beweislast, ob ein Dritter oder der Empfänger selbst die Anmeldung vorgenommen hat, beim Versender der Werbung. Da der E-Mail-Empfänger seine Anmeldung nicht abgeschlossen hatte, hätte der Werbetreibende davon ausgehen müssen, dass die vorherige Registrierung durch einen unbefugten Dritten und nicht vom Empfänger selbst vollzogen wurde. Schließlich sei es der Sinn des Double-Opt-in-Verfahrens, solch einen Missbrauch auszuschließen, heißt es in der Entscheidung.

Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht

Das OLG Frankfurt hat weiterhin entschieden, dass die unerlaubte Nutzung der E-Mail-Adresse zu werblichen Zwecken grundsätzlich gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Empfängers verstößt. Es hat diesbezüglich klargestellt, dass der Empfänger einen generellen Anspruch auf Unterlassung der Verwendung seiner E-Mail-Adressen zu geschäftlichen Zwecken außerhalb bestehender Vertragsverhältnisse hat. Das Unterlassungsgebot bezieht sich allerdings nur auf die konkret verwendete E-Mail-Adresse. Der Versender hat es also zukünftig zu unterlassen, die jeweils bezeichnete E-Mail Adresse des Empfängers für Werbezwecke zu benutzen.

Empfehlungen

Rechtsanwälte raten Newsletter-Versendern, E-Mail-Nachrichten im Rahmen des Double-Opt-in-Verfahrens sorgfältig zu archivieren, um im Falle der Beweislast abgesichert zu sein. Weiterführende Hinweise zu dem Urteil werden in Beiträgen von Rechtsanwältin Rebekka Stumpfrock und Rechtsanwalt Christian Solmecke, LL.M. gegeben.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Zur Sicherheit sollten Sie in der Angelegenheit einen qualifizierten Rechtsanwalt konsultieren.

BGH: Unzulässige Tell-a-friend-Funktion

Liegt das Einverständnis des Empfängers gegenüber dem Unternehmen bezüglich des Versendens von Werbe-E-Mails nicht vor, dann gilt auch die von einem Dritten initiierte Empfehlungs-E-Mail an einen Bekannten als Spam. So hat der BGH im aktuellen Urteil entschieden.

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