Archiv des Autors: Dennis Sauer

Einführung in Google Analytics

Viele Anbieter von Newslettersystemen bieten die Möglichkeit, die im Newsletter untergebrachten Links mit Google Analytics zu tracken. Wer sich bisher noch gar nicht mit dem Google-Produkt beschäftigt hat, der findet beim Smashing Magazine eine sehr gute Einführung in die Webanalyse-Software.

HTML-Newsletter und Google Mail

Es gibt zwei gute Nachrichten und eine schlechte Nachricht was die Darstellungsmöglichkeiten von HTML-Newslettern bei Google Mail betrifft. Zuerst die guten Nachrichten: Es wird die CSS-Eigenschaft background-repeat untersützt, so dass nun genau festgelegt werden kann ob ein Hintergrund gekachelt werden soll oder nicht. Ein Hintergrundbild muss aber weiterhin über das HTML-Attribut background definiert werden. Desweiteren wurde die Unterstützung für die HTML-Attribute cellpadding und cellspacing wieder aktiviert, was die Darstellung von klassischen tabellenbasierten Newslettern zu Gute kommt.

Nun die schlechte Nachricht: Der <p>-Tag wird nicht mehr korrekt dargestellt. Der Abstand der normalerweise zwischen zwei solcher Tags erscheint, wird von Google Mail komplett ignoriert. Um dieses Problem zu umgehen müssen z.B. zwei <br>-Tags für den Abstand verwendet werden.

(Via The ExactTarget Blog)

Einfluss der Domain auf den Versand

Die Firma EmailDirect hat in ihrem Blog einen Artikel über den Einfluss der Domain auf den Newsletterversand veröffentlicht. Laut EmailDirect spielen viele Faktoren eine Rolle um einen reibungslosen Versand zu gewährleisten.

Z.B. sollte man bei der Registrierung auf den Provider achten. 82% des Spams kommen von Domains die bei folgenden Providern registriert sind: XIN NET, eNom, Inc., RegTime, OnlineNIC. Des Weiteren sollte darauf verzichtet werden die Registrierungsinformation seiner Domain nicht zugänglich zu machen, was bei einigen Providern möglich ist. Spam Assassin könnte nach Konfiguration solche Domains blocken.

Auch was die Top Level Domain (TLD) angeht, ist Vorsicht angesagt. Besonders über .info und .biz wird sehr viel Spam verschickt, weshalb man diese TLDs meiden sollte. Natürlich sollte auch der Domainname selbst „normal“ sein, sprich keine große Anzahl von Nummern und keine Bezeichnung die auf eine dynamische Domain hinweist: dynamic, DIA oder pool.

Das Alter der Domain spielt bei einigen Spamfiltern auch eine Rolle, weshalb EmailDirect folgende goldene Regel definiert: Es sollte keine Domain benutzt die jünger ist als 90 bis 120 Tage.  Es ist auch wichtig, dass die Domain einen gültigen MX-Eintrag besitzt, ansonsten wirkt sie für Spamfilter unseriös.

Der letzte Punkt, welcher angesprochen wird, ist der wichtigste: Die Domain sollte auf keiner Blacklist stehen. Dies versteht sich von selbst, wenn man erfolgreich E-Mail-Marketing betreiben möchte. In dem Artikel werden einige Tools genannt mit denen dies überprüft werden kann:

https://admin.uribl.com/
http://www.rulesemporium.com/cgi-bin/uribl.cgi
http://www.barracudacentral.org/lookups
http://www.rfc-ignorant.org/

Eine letzte Nachricht an Microsoft

Das Email Standards Project (ESP) hat vor knapp drei Wochen zu einer Twitteraktion aufgerufen, welche Microsoft dazu bewege sollte, die Unterstützung von Web Standards in Outlook 2010  zu berücksichtigen. Knapp 25.000 Twitternutzer haben sich an dieser Aktion beteiligt. Leider war Microsoft wenig einsichtig.

Als letzte Nachricht schickt das ESP nun ein Mosaikbild aus Bildern aller beteiligten Twitternutzer per Post an den Leiter der Office-Abteilung. Es ist zwar sehr unwahrscheinlich dass dieser sich davon bekehren lassen wird, aber es ist meiner Meinung ein guter Abschluss dieser Aktion.

Der Weg zum eigenen Newslettersystem

Die Tutorialseite Nettuts+ hat letzte Woche in ihrem kostenpflichtigen Bereich ein Tutorial mit dem Namen „Build a Newsletter System With PHP and MySQL: New Plus Tut“ veröffentlicht. Wer sich also immer schon sein eigenes Newslettersystem bauen wollte, der sollte sich dort mal umschauen. Generell sind die Tutorials auf der Seite meiner Meinung nach sehr gut. Die Mitgliedschaft die man hierfür erwerben muss, schlägt mit 9 USD für einen Monat zu Buche. Desweiteren erhält man auch Zugriff auf Inhalte anderer Seiten des Netzwerks, u.a. Psdtuts+.

Technical Preview von Microsoft Office 2010

Wer schon einen Blick auf die kommende Version von Microsoft Office werfen möchte, der hat nun die Möglichkeit sich für eine Vorabversion registrieren zu lassen. Die Registrierung garantiert allerdings keine Teilnahme an dem Programm.

Microsoft gibt in den nächsten ein bis zwei Monaten bekannt, wer die Vorabversion bekommt. Besonders für Newsletterdesigner ist dies eine Möglichkeit, sich schon mal die Möglichkeiten bzw. die Einschränkungen von Outlook 2010 in Bezug auf HTML-Mails anzuschauen.

Interessante Tweets

Ich folge schon seit längerem den Tweets von Dr. Schwarz, die aktuelle Informationen sowie Neuigkeiten zum Thema „E-Mail-Marketing“ bieten. Nachfolgend ein paar interessante Tweets der letzten Tage:

Herausforderungen für Newsletter auf mobilen Geräten

Mark Brownlow hat zwei zusammenhängende Blogbeiträge zum Thema „Newsletter auf mobilen Geräten“ veröffentlicht, welche auf die Herausforderungen eingehen, denen man auf diesem Gebiet begegnet. Er nimmt aber etwas den Wind aus den Segeln: Kommerzielle E-Mails werden zwar auf dem Handy etc. empfangen, aber eher selten direkt dort gelesen sondern für die Ansicht auf dem Desktop-Rechner aufgehoben, so dass der Fokus für das Design von Newslettern weiterhin auf diesem Bereich bestehen sollte. Nichtsdestotrotz sieht er auf mobilen Geräten Potenzial.

In erster Linie geht es darum, einen Newsletter so zu gestalten, dass er bei der ersten Ansicht nicht direkt gelöscht wird, sondern für einen späteren Abruf aufbewahrt wird. Besonders wichtig sind hierbei eine entsprechend gute Betreffzeile und ein immer wiederkehrender Absendername. Zum Beispiel sollten die wichtigsten Informationen im Betreff am Anfang stehen, da viele mobile Geräte diesen kürzen.

Desweiteren gibt es den Ansatz, einen Link auf eine mobile Version des Newsletters vorzusehen. Natürlich sollte die verlinkte Seite dann auch für mobile Geräte optimiert sein. Die zwei größten Herausforderungen sind laut Brownlow die Darstellung und das Benutzerverhalten in diesem Umfeld. Hier besteht die Frage nach dem Verhältnis von Aufwand zu Nutzen, gerade weil es so viele unterschiedliche Clients gibt. Er führt abschließend zu diesem Aspekt ein Zitat von Deirdre Cook an:

…unless there is a clear benefit to implementing a program today, for now, the best mobile strategy may be to use this time to enhance your knowledge of your customer’s mobile habits and preferences.

Es sollte zuerst herausgefunden werden ob wirklich der Bedarf für derartig optimierte Newsletter vorhanden ist.

Links:

Email Design Look Book

Nico Zorn macht in einem aktuellen Blogbeitrag auf eine kostenlose PDF-Datei mit Beispielen kreativer Newsletter-Designs aufmerksam. Das Dokument umfasst 23 Seiten und ist nach einer kostenlosen Registrierung auf der Seite der Agentur Smith-Harmon erhältlich.

Das Autorenteam fasst den Inhalt des Dokuments wie folgt zusammen:

The Smith-Harmon team reads tens of thousands of emails each year to stay current on trends and gather new ideas to give our clients an edge in the inbox. We’ve assembled 20 B2C emails from the past year that really stood out in the minds of our staffers and compiled them into the first annual Email Design Look Book.

Microsofts Antwort auf die Twitteraktion

Etwas mehr als 20.000 Twitterbenutzer haben sich an der gestrigen Aktion beteiligt, um Microsoft auf den schlechten Support von HTML im kommenden Outlook 2010 aufmerksam zu machen. Leider wohl vergebens, denn William Kennedy von Microsofts Office Team zeigt sich in einem aktuellen Blogbeitrag relativ uneinsichtig was die Problematik angeht.

Er fängt damit an, dass es durch die Nutzung der Word-Engine möglich ist, sehr einfach professionelle und visuell beeindruckende HTML-E-Mails zu verfassen und liefert auch gleich ein paar Beispiel-Screenshots. Die Initiative zielte aber gar nicht darauf ab, die Word-Engine zu verbannen, sondern sie kompatibler gegenüber Webstandards zu machen. Nach Kennedys Meinung gibt es keinen einheitlichen Konsens für die Darstellung von HTML in E-Mails:

There is no widely-recognized consensus in the industry about what subset of HTML is appropriate for use in e-mail for interoperability.

Das verstehe ich nicht ganz. Es gibt einen einheitlichen Konsens darüber wie man HTML darstellt. Ob Browser oder E-Mail-Client sollte nicht relevant sein. Das sieht auch das Email Standards Project so:

It doesn’t make sense to advocate a completely different set of standards to stipulate how HTML should be rendered in an email client as opposed to a web browser.

Des Weiteren geht er noch kurz darauf ein dass die Word-Engine keine Skripte (JavaScript etc.) ausführt, damit der Benutzer hier kein Sicherheitsrisiko hat. Davon war auch nie die Rede, nichtsdestotrotz ist das gut. Für mich liest sich das wie der Versuch, andere Clients gegenüber technisch nicht versierten Lesern zu diskreditieren. Eine Sache wird noch angesprochen, die man Microsoft zu Gute halten muss: Es ist genau dokumentiert was HTML-technisch in Outlook funktioniert oder auch nicht. Eher nicht.

Fazit: Es scheint, als ob wir uns auch die nächsten Jahre mit dem Design von HTML-Newslettern für Outlook rumschlagen müssen.