E-Mail-Marketing für Smartwatches

Ob ein Newsletter gelesen wird oder nicht, wird zukünftig wohl am Handgelenk entschieden werden – anhand einiger weniger Zeichen. Inxmail hat verschiedene Smartwatches in Hinblick auf die Darstellung und Nutzung von E-Mails getestet und gibt Tipps für die Newsletter-Optimierung. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse aus dem Whitepaper zusammengefasst.

Die Darstellungs- und Interaktionsmöglichkeiten auf Wearables sind eingeschränkt. E-Mails werden dort häufig vorselektiert, also entweder gelöscht, markiert oder zum Lesen auf das Smartphone geschickt. Ziel muss es demnach sein, auf dem kleinen Display mit relevanten Infos zu überzeugen. Dabei steht der Newsletter-Versender vor dem Problem fehlender Standards, unterschiedlicher Betriebssysteme und eingeschränkter Darstellungsmöglichkeiten.

E-Mails auf der Apple Watch

Die Benachrichtigung über neue E-Mails erscheinen auf dem Sperrbildschirm der Apple Watch, sofern das gekoppelte iPhone selbst gesperrt ist. Mit der Mail-App kann man sich den Posteingang anzeigen lassen und E-Mails vollständig lesen. Nachrichten können als ungelesen gesetzt, zum späteren Lesen markiert, archiviert, gelöscht oder auf dem iPhone geöffnet werden.

Im sichtbaren Display-Bereich der Apple Watch werden Absendername, Betreff, Preheader und der Nachrichteninhalt  angezeigt. Maximal können so insgesamt 48 breite Zeichen (W) oder 168 schmale Zeichen (I) dargestellt werden. Theoretisch greift die Smartwatch bei der Darstellung des E-Mail-Inhalts auf die HTML-Version des Newsletters zu. In der Praxis haben die Untersuchungen von Inxmail aber gezeigt, dass sie bei fast allen Newslettern die Textvariante ausgibt.

Dies geschieht, wenn der HTML-Teil zu komplex ist – dazu reicht aber bereits ein verlinktes Bild wie etwa das Tracking-Pixel aus. Links lassen sich nicht anklicken und können auch nicht über die Uhr auf dem Smartphone geöffnet werden. Telefonnummern dagegen lassen sich anklicken und anrufen. Eine ausführliche Übersicht über die von der Apple Watch unterstützten HTML–Elemente zeigt das Inxmail-Whitepaper.

E-Mails auf Smartwatches mit Android Wear

Auf Smartwatches mit Android Wear lassen sich Newsletter nur als Benachrichtigungen – sogenannte Cards – anzeigen, da kein E-Mail-Programm installiert ist. Voraussetzung dafür ist, dass kein E-Mail-Client im Vordergrund auf dem verknüpften Smartphone geöffnet ist.
Cards ermöglichen das Archivieren und Löschen von Nachrichten, das direkte Öffnen der E-Mail auf dem Smartphone sowie das Antworten per Spracheingabe. Sogenannte Peak Cards sind kleiner und werden auf dem Startbildschirm der Smartwatch am unteren Rand angezeigt. Alle Cards werden im sogenannten Context Stream gesammelt.

Die Anzahl der dargestellten Zeichen vom Absendername liegt laut Inxmail bei Smartwatches mit Android Wear zwischen 17 breiten (W) und 67 schmalen Zeichen (I). Die Darstellung von  Betreff, Preheader und Nachrichtentext ist abhängig von der Form des Displays. Durch Antippen der Card kann die E-Mail erweitert und größtenteils gelesen werden.

Die angezeigten Inhalte stammen aus dem im HTML-Teil enthaltenen Text. Formatierungen, Bilder und Links werden dabei entfernt. Sind jedoch Inhalte enthalten, die die Smartwatch nicht abbilden kann, werden nur Absender und Betreff angezeigt.

E-Mails auf der Pebble Smartwatch

Die Pebble Smartwatch besitzt ein monochromes E-Paper-Display. Der Funktionsumfang ist hier ähnlich wie bei den anderen Uhren, E-Mails lassen sich auf dem Smartphone öffnen, verwerfen, löschen und archivieren. Zudem gibt es eine Antworten-Funktion, bei der aus vorgefertigten Texten gewählt werden kann.

Als Benachrichtigung werden zunächst Absendername und Betreff angezeigt, zu Preheader und Nachrichtentext kann heruntergescrollt werden. Wie bei Android Wear wird dabei der unformatierte Text aus dem HTML-Teil herangezogen. Gibt es Darstellungsprobleme, erscheinen nur Absender und Betreff.

Die Länge des Absendernamens ist bei der Pebble Smartwatch auf 56 breite (W) bzw. 61 schmale Zeichen (I) beschränkt. Für Betreff, Preheader und Textinhalte stehen dann noch etwa 600 Zeichen zu Verfügung, sodass E-Mails und Newsletter ggf. nicht vollständig angezeigt werden.

Newsletter-Optimierung für Smartwatches

Die durch den Call to Action im Newsletter bezweckte Aktion ist auf der Smartwatch selbst meist nicht direkt durchführbar – man braucht dafür ein weiteres Endgerät. Relevanz und Interesse müssen also so hoch sein, dass die Nachricht am besten direkt auf dem Smartphone geöffnet wird.

Damit Newsletter auch auf dem kleinen Bildschirm überzeugen, sollten die folgenden vier Regeln befolgt werden – von denen übrigens auch das E-Mail-Marketing auf anderen Endgeräten profitiert:

  1. Kurz halten!
  2. Wichtiges an den Anfang!
  3. Aussagekräftigen Preheader verwenden! Dieser wird noch vor dem eigentlichen Inhalt angezeigt.
  4. Keinen Platz im HTML-Teil mit unnötigen Informationen verschwenden!

Neben der inhaltlichen zeichnet sich zumindest für die Apple Watch auch die Möglichkeit einer technischen Optimierung ab: Neben den bisher bekannten MIME-Typen für HTML (text/html) und Text (text/plain) soll auch ein eigener Typ für die Apple Watch (text/watch) kommen.

Inxmail-Whitepaper „E-Mail-Marketing für Smartwatches“ kostenlos herunterladen

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