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PreSales Marketing: Neue Wege in der Vertriebsanbahnung

Gastartikel von Rober Nabenhauer

Jahr für Jahr investieren deutsche Firmen Milliardenbeträge in ihr Marketing. Die gewaltigen Summen spiegeln die Wichtigkeit dieses Unternehmensfeldes wider, sind aber auch ein starkes Indiz für eine zunehmende Fehlentwicklung. Vorsichtigen Schätzungen zufolge werden sich die Ausgaben innerhalb der nächsten fünf Jahre um durchschnittlich 1,9 % erhöhen – und das jährlich.

Dabei birgt gerade das Internet ein erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung, von dem aber nur sehr zaghaft und nicht in ausreichendem Maße Gebrauch gemacht wird. Lassen Sie uns das heute ändern und lassen Sie mich Ihnen zeigen, wie Sie eine Vertriebsanbahnung auf Autopilot etablieren können, eine nahezu vollautomatische Kundengewinnung.

Das konventionelle Marketing und seine Entwicklung

Keine andere Form der konventionellen Kundengewinnung ist heute noch so beliebt wie die Kaltakquise. Nahezu jedes Unternehmen hat diese Methoden bereits eingesetzt: Telefonanrufe, Postwurfsendungen, Faxe – um nur die prominentesten Vertreter zu nennen. In zwei Punkten gleichen sich alle Instrumente der Kaltakquise:

  1. Sie basieren auf einem Gießkannen-Modell: Die Werbemittel werden möglichst weit gestreut, um so viele Interessenten wie möglich zu erreichen. Das geschieht mehr oder weniger im Blindflug.
  2. Ihre Erfolgsraten sinken seit Jahren und haben ein unrentables Niveau erreicht. Eine Pauschal-Werbung erzielt einfach keine nennenswerte Wirkung mehr, die Empfänger haben „auf Durchzug“ geschaltet.

Auch wenn das Traditionalisten nicht gefallen wird, stirbt die Kaltakquise langsam, aber sicher aus. Die aus ihr resultierende omnipräsente Werbewelt, in der wir uns heute alle bewegen, stößt immer mehr auf Ignoranz und offene Ablehnung – keine gute Ausgangsposition für Unternehmen.

Die Alternative: Soziale Medien

Social-Media-Agenturen schießen wie Pilze aus dem Boden, die Budgets für Facebook und Co. wachsen und viele Führungskräfte haben schon das eine oder andere Seminar zum Thema Social Media hinter sich gebracht. Dieses große Interesse der Wirtschaft hängt nicht unbedingt mit einer überschwänglichen Technikbegeisterung zusammen, resultiert aber unmittelbar aus der schwächelnden Kaltakquise.

Euphorie und Enthusiasmus für soziale Netzwerke sind jedoch in den meisten Fällen schnell geweckt. Schließlich warten in diesen Online-Welten Kunden geradezu darauf, gefunden und angesprochen zu werden. Die eigenen Werbemittel lassen sich außerdem nahezu kostenneutral verteilen – eine schöne Vorstellung. Tatsächlich treten viele Unternehmen bereits nach wenigen Wochen den Rückzug an. Entweder sie sind Opfer eines sogenannten „Shitstorms“ geworden oder sie finden schlicht keine Kontakte und Fans. Soziale Medien bergen zwar ein hohes Potenzial, aber eben auch sehr viele Risiken. Ohne ein ausreichendes Know-how ist der Ruf des Unternehmens schnell in Mitleidenschaft gezogen.

Die Symbiose: das PreSales Marketing

Viele Unternehmer und Führungskräfte stehen vor einer zukunftsweisenden Entscheidung: konventionelles Marketing oder soziale Medien? Diese Frage liegt nahe, ist aber vollkommen irreführend. Schließlich gibt es kein „Entweder, oder“, keine Schwarz-Weiß-Betrachtung. Viele Marketingexperten haben das noch nicht erkannt oder propagieren das genaue Gegenteil. Damit unterscheidet sich das PreSales Marketing von den meisten Akquise-Strategien, denn es kombiniert die Methoden des konventionellen Marketings mit denen der neuen Online-Medien. Das Ergebnis ist eine Symbiose, die nicht nur eine hohe Effektivität, sondern eben auch eine unvergleichbare Effizienz aufweist.

Im Mittelpunkt stehen dabei Sie als Unternehmer. Ihr Kontaktnetzwerk wird in einem ersten Schritt ausgebaut, um im zweiten gepflegt zu werden. Zu jedem einzelnen Ihrer Kontakte bauen Sie eine positive Beziehung auf. So wächst ein nachhaltiges Vertrauensverhältnis und der Verkaufsabschluss wird zur reinen Formsache. Mehr noch: Durch die intensiven Bindungen werden Sie von Ihren Kontakten wärmstens weiterempfohlen, aber auch direkt und selbständig angesprochen, wenn diese Bedarf an Ihren Produkten haben. So lässt sich langfristig eine Vertriebsanbahnung auf Autopilot etablieren, die mit einem Minimum an Arbeitsaufwand aufkommt – hohe Investitionen müssen Sie im PreSales Marketing ohnehin nicht tätigen.

Der typische Weg eines PreSales Marketing Interessenten

Lassen Sie uns dieses theoretische Modell an einem Beispiel aus der Praxis festmachen. Das nachfolgende Szenario ist natürlich nur einer der vielen Wege, die Sie im PreSales Marketing einschlagen können, aber es verdeutlich die Wirkungsprinzipien recht anschaulich. Sie betreiben einen Online-Shop für Gartenartikel, verkaufen also Schaufeln, Blumentöpfe, Rasenmäher und ähnliche Produkte. Ihr vorrangiges Ziel muss es nun zunächst einmal sein, neue Kontakte zu finden, die Sie dann im Laufe der Zeit in Kunden verwandeln können. In einem ersten Schritt schreiben Sie einen Ratgeber zum Thema Gartenbau.

Mit dieser Publikation sorgen Sie nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern stärken gleichzeitig auch Ihre Reputation – ein Kernziel des PreSales Marketing. Ihrem E-Book widmen Sie eine ganze Landing-Page. Um Ihren kostenlosen Ratgeber herunterladen zu können, müssen sich Ihre Besucher eintragen. Der Name und die E-Mail-Adresse genügen dabei in aller Regel. Nun haben Sie im Grunde schon neue Kontakte gefunden, die Ihnen allerdings keinen Nutzen bringen. Schließlich handelt es sich dabei nur um Leser, nicht um potenzielle Kunden.

Im nächsten Schritt richten Sie einen Follow-Up-Autoresponder ein, der Ihre neuen Kontakte mit Informationen versorgt. Diese sollten keinesfalls werblich sein, sondern redaktioneller Natur. Versenden Sie also regelmäßig Tipps, Checklisten und Empfehlungen. Während Ihre Kontakte lernen, wie sich Pflanzen winterfest machen lassen und wie ein Beet richtig angelegt werden sollte, beschäftigen sie sich indirekt auch mit Ihrem Unternehmen.

Auf diese Weise wächst nach und nach ein Vertrauen, welches sich vielleicht in einem Monat, unter Umständen aber auch erst in einem Jahr auszahlen wird. Dann nämlich, wenn Ihr Kontakt einen Bedarf an Ihren Produkten feststellt. Er wird direkt zu Ihnen kommen, denn zu Ihnen hat er Vertrauen, zu Ihnen hat er bereits eine Beziehung aufgebaut. Während dieser „Wartezeit“ versorgen Sie Ihren Kontakt natürlich weiterhin mit Informationen und festigen so Ihre Bindung.

Newsletter: Der perfekte Informationskanal

Wie Sie an diesem einfachen Beispiel bereits sehen konnten, nehmen E-Mails einen prominenten Platz innerhalb des PreSales Marketing ein. Neben Autorespondern kommen natürlich auch klassische Newsletter zum Einsatz. Sie sind der ideale Kanal, um Ihre Informationen einem großen Publikum zugänglich zu machen. Newsletter-Abonnenten gelten im PreSales Marketing als sehr hochwertige Interessenten, da sie sich aktiv über Ihr Unternehmen und Ihre Produkte informieren. Das macht es besonders einfach, sie in zahlende Käufer zu verwandeln. Der Schlüssel hierzu liegt einzig und allein in Ihren Inhalten.

Was bei unserem Beispiel für die Autoresponder gilt, das hat auch ganz allgemein für Ihre Newsletter Bedeutung: Versenden Sie redaktionelle Informationen wie zum Beispiel Tipps oder Checklisten, verzichten Sie auf werbliche Inhalte. Nur so können Sie die Aufmerksamkeit auf einem hohen Niveau halten und sich mit Ihren informativen Beiträgen als Experte profilieren. Das sorgt wiederum für eine stabile Vertrauensbasis zwischen Ihnen und Ihren Kontakten – die ideale Verkaufsgrundlage.

Außerdem sollten Sie Ihre Newsletter-Inhalte mit Ihren übrigen Marketingkanälen vernetzen. So erreichen Sie ohne große Mühe eine beachtliche Kontaktbindung. Ihre Leser werden sich nicht nur über Ihren Newsletter informieren, sondern beispielsweise auch über Ihren YouTube-Kanal, der sie dann zu Ihrem Blog führt und dieser verweist letztlich auf Ihre Webseite und damit auf Ihre Angebote.

Ihre Kontakte beschäftigen sich also fortwährend mit Ihrem Unternehmen, ohne dass Sie hierfür hohe Investitionen tätigen müssten. Die Inhalte dürfen schließlich dieselben sein, einzig die Verpackung muss jedes Mal variieren. Der große Vorteil von Newslettern liegt auf der Hand: Mit diesen weitestgehend automatisierten Systemen versenden Sie Ihre Informationen an unzählige Kontakte – mit nur einem einzigen Knopfdruck. An Effizienz ist das kaum zu übertreffen. Einzig die sozialen Netzwerke erreichen durch ihre Teil-Funktionen ein noch höheres Potenzial.

Doch auch Newsletter sind nur eine einzige Methode innerhalb des PreSales Marketing Spektrums. Im Kern geht es immer darum, eine positive Beziehung zu Ihren Kontakten aufzubauen. Dieser menschliche Aspekt sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Nur so können Sie nachhaltig Kunden finden, ohne hohe Investitionen tätigen zu müssen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Interesse geweckt? Dann besuchen Sie mich unter www.presalesmarketing-blog.com

Über den Autor

Robert Nabenhauer, geboren 1975 im „Badischen Geniewinkel“ Meßkirch, verfügt über eine breite kaufmännische Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann und Handelsfachwirt. Als jüngster Außendienstler in der Verpackungsbranche konnte er sich schon bald als deutschlandweit umsatzstärkster Verkäufer etablieren. Neben umfangreichen Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Marketing, Menschenführung, Psychologie, Selbstorganisation und Mentalarbeit hat er zusätzlich eine Ausbildung zum lizensierten Tempus-Trainer der Akademie der Tempus GmbH von Prof. Dr. Knoblauch absolviert. Das für den erfolgreichen Aufbau des Unternehmens erworbene Know-how macht Robert Nabenhauer zum Experten für Marketing, Kommunikation, Führung und Selbstmanagement. Mit seiner zweiten Firma, der 2010 gegründeten Nabenhauer Consulting GmbH, möchte er diese Kenntnisse nun in Form des PreSales Marketing aktiv weitergeben.

Eignung von E-Mails und Social Media für den Vertrieb

Eigentlich ist es nicht weiter überraschend: Eine Studie des Dienstleisters Monetate ergab, dass die E-Mail ein besserer Verkaufskanal ist als Social Media. Untersucht wurden dabei 100 Millionen Online-Shopping-Vorgänge im zweiten Quartal 2012. Dabei lag die Konversionsrate im E-Mail-Marketing bei 4,25 %, im Social Media Marketing nur bei 0,59 % und Suchmaschinenmarketing lag mit 2,49 % im Mittelfeld. Die Ergebnisse unterstreichen somit erneut, dass Soziale Netzwerke nicht in erster Linie einen Verkaufskanal darstellen und auch die Messbarkeit schwieriger ist als bei Newslettern oder Google AdWords.

Zudem wurde in der Studie die durchschnittliche Bestellsumme ermittelt. Hier liegt das Suchmaschinenmarketing mit 90,4 $ vorn, gefolgt von der E-Mail mit 82,72 $. Das Schlusslicht bilden auch hier Social Media mit 64,19 $. Betrachtet man diese beiden Ergebnisse zusammen, unterstreichen sie ein ums andere Mal die Wichtigkeit und Effizienz von E-Mail-Marketing und verdeutlichen die unterschiedliche Zielsetzung zwischen Newslettern und Unternehmensaktivitäten in Sozialen Netzwerken.

Newsletter-Idee: Best of Social Media

Es muss nicht immer nur SWYN sein: Der Begriff Social E-Mail-Marketing kann weiter gefasst werden, so versteht man darunter beispielsweise auch Lead-Generierung. In Sozialen Netzwerken kann auf den Newsletter verwiesen oder eine Anmeldung gleich integriert werden, im Newsletter selbst verlinkt man auf die sozialen Unternehmensprofile. Wer seinen Newsletter bei Veröffentlichung zusätzlich in Sozialen Medien teilt, erreicht sogar Nicht-Abonnenten – anders herum wird es schon schwieriger. Denn wie erfahren die Abonnenten, was ihnen entgeht, wenn sie dem Unternehmen nicht in Sozialen Netzwerken folgen?

Wie wäre es mit einem Sondernewsletter, der die bestens Posts und Tweets aus Facebook und Twitter oder die schönsten Pins aus Pinterest darstellt?

In einem Best of kann man das Interessanteste aus einzelnen Social Media Kanälen zusammenstellen. Viele kleinere Meldungen und Links, die sich mal eben twittern oder posten lassen, bleiben dem Newsletter-Abonnenten verborgen, bieten ihm aber dennoch einen Mehrwert. Der Call to Action sollte also ganz klar sein: „Folgen Sie uns auch in Sozialen Netzwerken und verpassen Sie nichts mehr!“

Wichtig dabei bleibt aber: Natürlich gibt es eine inhaltliche Schnittmenge, einige Themen schaffen es sowohl in den Newsletter als auch in die Sozialen Netzwerke. Damit beide Kanäle weiterhin ihre Berechtigung haben, dürfen die  kommunizierten Themen aber nicht komplett identisch sein.

Whitepaper: Social Media für kleine und mittelständische Unternehmen

Eine Bitkom-Studie hat es unlängst gezeigt: Social Media ist in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) angekommen – zumindest ebenso wie in großen. Schon oder doch eher nur etwa die Hälfte der KMU sind in Sozialen Netzwerken aktiv. Häufig ohne wirkliches Konzept, denn die Studie zeigte auch, dass Monitoring oder die Definition von Kennzahlen oft vernachlässigt werden.

Grund genug, immer wieder auf den richtigen Einstieg in Soziale Medien hinzuweisen, denn ohne Grundwissen und Konzept geht es auch hier nicht. Passend zu diesem Thema hat die Social Media Akademie das Whitepaper „Social Media für kleine und mittelständische Unternehmen“ zum kostenlosen Download bereitgestellt. Inhaltlich vermittelt es eine Wissensbasis darüber, was Social Media eigentlich ist und wie sich Kommunikation und Nutzerverhalten im Web 2.0 verändert haben.

Im Whitepaper wird mit fünf Gerüchten über Social Media aufgeräumt. Eine Zielgruppe, die nicht in Sozialen Netzwerken unterwegs ist, oder die Angst vor Kontrollverlust, wenn (negativ) über das Unternehmen gesprochen wird, werden gern als Gegenargumente für eine Präsenz angebracht. Doch gesprochen wird im Web sowieso über ein Unternehmen – warum also dem Dialog nicht eine Plattform geben, auf der man reagieren kann?

Dass Social Media auch oder gerade für KMU funktionieren kann, wird anhand von zwei Praxisbeispielen dargestellt: Westaflex und Volker Geyer Malerische Wohnideen. Abschließend werden zehn Schritte zum professionellen Einstieg in Social Media präsentiert, darunter die Definition von Zielen und Maßnahmen, sowie die Frage nach Ressourcen und Kompetenzen.

Wer vor dem Start noch tiefer in das Thema einsteigen möchte, kann einen entsprechenden Lehrgang an der Social Media Akademie belegen. Eine Kursübersicht für die berufsbegleitende Weiterbildung gibt es auf der Website – für jeden Wissensstand sollte etwas dabei sein.

BITKOM Studie: Social Media in deutschen Unternehmen

Wie nutzen Unternehmen in Deutschland Social Media? Wie sind sie dabei organisiert? Oder warum nutzen sie Soziale Netzwerke nicht? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die aktuelle BITKOM Studie Social Media in deutschen Unternehmen. Befragt wurden 732 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen (Industrie/Baugewerbe, Dienstleistungen und Handel) und unterschiedlicher Größe: kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit 1-499 Mitarbeitern sowie Großunternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern.

Die grundlegenden Erkenntnisse sind nicht weiter überraschend: Schon (oder nur?!) knapp die Hälfte (47 %) der Befragten nutzt bereits Soziale Netzwerke, weitere 15 % planen deren Nutzung. Die Aktiven glauben an die zukünftige Bedeutung und wollen die Budgets in den kommenden Jahren beibehalten oder gar erhöhen.

Unterschiede nach Unternehmensgröße und Branche

Auch die Aufteilung der Nutzung nach Branchen liefert wenig Überraschendes: Am aktivsten ist der Handel (52 %), dicht gefolgt von den Dienstleistern (48 %). In der Industrie ist die Nutzung Sozialer Netzwerke bislang am wenigsten verbreitet (34 %). Interessanter wird es, wenn man die Nutzung in KMU mit der in Großunternehmen vergleicht: Dabei stehen die kleineren Unternehmen (47 %) den großen (46 %) in nichts nach bzw. übertreffen diese sogar um ein Prozent. Doch obwohl KMU häufig Social Media nutzen – in der Auswertung der Aktivitäten werden bei ihnen allerdings Dinge wie Monitoring oder die Definition von Kennzahlen vernachlässigt. Auch haben KMU deutlich seltener (41 %) gesonderte Mitarbeiter, welche die Social Media Aktiviäten steuern, als größere Unternehmen (86 %).

Gründe für die Nutzung und Nicht-Nutzung

Die Gründe, aus denen Soziale Netzwerke von Unternehmen genutzt werden, widersprechen zum Teil der Theorie. So wird Social Media dort in erster Linie als Kanal beschrieben, der weiche Ziele verfolgt, wie beispielsweise Imagepflege, Bekanntheitssteigerung und Kommunikation. In der Praxis steht aber die Werbung (75 %) als Anwendungsfeld an erster Stelle – ein Begriff der in Sozialen Netzwerken nicht gern gehört wird. Betrachtet man die Ziele von Social Media Aktivitäten liegt an zweiter Stelle die Aquise neuer Kunden (72 %), nur noch übertroffen von der Steigerung der Unternehmens- bzw. Markenbekanntheit  (82 %).

Für die meisten Unternehmen ist die Neukundengewinnung natürlich die wichtigste Kennzahl für den Erfolg einer Marketingaktivität – in Sozialen Netzwerken sollte sie aber eher ein indirektes Ziel sein, zudem ist sie dort oft schwer messbar. Tatsächlich sollte man diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis aber nicht überbewerten, da sie ggf. aus der Art der Erhebung und der Formulierung der Fragen resultiert. Und wirft man einen Blick auf die Branchen, zeigt sich schon ein anderes Bild: Industrie und Dienstleistung sehen an zweiter Stelle der Ziele den Aufbau von Kundenbeziehungen.

Bleiben noch die Unternehmen, die sich gegen eine Nutzung von Social Media entschieden haben. Hauptgründe sind die fehlende Überschneidung mit der Zielgruppe (62 %) und der Unternehmenskultur (45 %). Auch rechtliche Unsicherheiten schrecken viele ab (50 %). Personeller (28 %) oder finanzieller Aufwand  (14 %) spricht seltener gegen eine Nutzung. Inwiefern diese Gründe tatsächlich gerechtfertigt sind, kann man verallgemeinernd nicht bewerten. Gerade das Argument, die Zielgruppe sei nicht in Sozialen Netzwerken aktiv, scheint aber aufgrund der breiten Altersstruktur in vielen Fällen nicht ganz zeitgemäß zu sein.

Fazit: Deutsche Unternehmen befinden sich auf einem guten Weg, sind aber noch lange nicht endgültig in Social Media angekommen.

Medienübergreifend Newsletter-Abonnenten generieren

Newsletter-Abonnenten können wir längst nicht nur über ein Formular auf der eigenen Webseite generieren. Im Grunde haben wir bei jedem Kontakt zu einem (potenziellen) Kunden in jedem Medium die Chance, ihn zu einem Newsletter-Abonnenten zu machen. Oft gibt es dabei Überschneidungspunkte:

Eigene Webseite

  • prominent platziertes und gut verständliches Anmeldeformular auf der Webseite, ggf. mit Beispiel-Newslettern
  • bei weiteren Webformularen, z.B. beim Whitepaper-Download, Checkbox für Newsletter-Anmeldung integrieren

Social Media

  • Link oder Anmeldeformular auf Unternehmensprofilen und -seiten in sozialen Netzwerken, z.B. Facebook, Twitter, Google+, XING
  • SWYN-Links innerhalb des Newsletters anbieten, um virale Effekte sozialer Netzwerke zur Reichweitensteigerung zu nutzen

Mobil

  • mobile Landingpage für Newsletter-Anmeldung, erreichbar z.B. über mobile Webseite, QR-Codes oder mobile Werbeanzeige

E-Commerce

  • während des Bestellprozesses Möglichkeit zur Newsletter-Anmeldung bereitstellen
  • Hinweis im Rahmen der Bestell- und Versandbenachrichtigungen
  • “Keine Neuigkeiten im Shop mehr verpassen!“

E-Mail

  • in der täglichen (Kunden-)Kommunikation über Signatur auf Newsletter hinweisen

Online Ads

  • über Online-Werbeanzeigen, z.B. Google Ads oder Facebook Ads, auf Newsletter-Anmeldung mit entsprechender Landingpage verweisen

Gewinnspiele

  • Gewinnspiel unter allen Newsletter-Abonnenten; Achtung: Diese Möglichkeit liefert ggf. qualitativ weniger „hochwertige“ Newsletter-Abonnenten, da sie nicht in erster Linie am Produkt sondern am Gewinn interessiert sind
  • Checkbox für Newsletter-Anmeldung bei der Datenübermittlung zur Gewinnspiel-Teilnahme

Print

  • in Print-Werbemitteln wie Anzeigen, Flyern, Broschüren, Mailings usw. auf Newsletter hinweisen, ggf. über QR-Code mit mobiler Landingpage

Messe

  • auf Werbemitteln und am Messestand auf den Newsletter hinweisen und Anmeldung direkt vor Ort ermöglichen, z.B. über vorgefertigte Anmeldekärtchen

Über weitere Ideen und Ergänzungen freuen wir uns.

Das war die email-expo 2012

Die email-expo 2012 in Frankfurt ist vorbei – Veranstalter, Aussteller und Besucher ziehen ein mehr als positives Fazit. Die zweitägige Veranstaltung verzeichnete 1384 Teilnemher, 33 % mehr als noch im Jahr zuvor. Einen ähnlichen Zuwachs erfuhren auch die Aussteller: 2011 waren es noch 36, in diesem Jahr 47 Aussteller. Abgerundet wurde das Veranstaltungsprogramm von etwa 40 Vorträge und Diskussionsrunden sowie weiteren Workshops und einem Live-Shootout. Dabei führte Dr. Torsten Schwarz, Geschäftsführer von Absolit,  Stärken und Schwächen von modernem E-Mailing auf.

Trendthemen der email-expo 2012

Beliebt waren vor allem die Workshops und Talkrunden zu den Themen  E-Mail-Marketing, Conversion im E-Commerce, Suchmaschinen-Marketing, Social Media und Usability. Ein klarer Trend auf der email-expo war das Thema „Lifecycle Marketing„. Dabei geht es darum, Kunden systematisch per E-Mail entlang des Kundenlebenszyklus zu begleiten. Jürgen Seitz, Geschäftsführer von United Internet Dialog, identifiziert weitere Trendthemen im E-Mail-Marketing:  rechtsverbindliche und vertrauenswürdige E-Mail-Kommunikation, E-Mail-Formate wie Video-Mails oder Interaktive Mails und natürlich die mobile E-Mail Nutzung.

Am Besten also gleich vormerken: Die email-expo 2013 findet am 5. und 6. Februar statt!

Studie: Mobile E-Mail-Marketing 2012

Es gibt wieder aktuelle Zahlen zum Mobile E-Mail-Marketing: Die  artegic AG  veröffentlicht eine aktuelle Studie zum Thema. Dabei wurde der Einsatz mobiler Endgeräte für E-Mail und Social Media sowie entsprechende Nutzungspräferenzen betrachtet. Stichprobe der Studie waren 1.565 Personen im Alter von 14-65 Jahren, die mindestens ein mobiles Endgerät besitzen. Als mobile Endgeräte definiert wurden Tablet PCs, Smartphones und Mobiltelefone.

Untersucht wurden folgende Fragestellungen

  • Wann, wie oft und auf welchen Endgeräten werden E-Mails mobil gelesen?
  • Wie viele E-Mails werden pro Tag mobil empfangen und in welchem Format?
  • Welche Art von E-Mails werden mobil gelesen?
  • Was spricht gegen die mobile Nutzung von E-Mail?

Ebenfalls in der Studie untersucht wurde die Häufigkeit der mobilen Nutzung von Social Media, allerdings nicht die genutzten Kanäle. Auch der Bereich Mobile Shopping und Mobile Couponing wurde in der Studie berücksichtigt. Alle Antworten wurden zusätzlich auf die Berufs- und Altergruppen der Befragten aufgeschlüsselt.

Die Ergebnisse der Studie stehen zum kostenlosen Download bereit.

Videos und Downloads zur ConnectEurope 2012

Die diesjährige eCircle ConnectEurope, das Gipfeltreffen für digitales Marketing, ist vorbei. Alle, die nicht in London vor Ort gewesen sind, können sich nun rückblickend einen Überblick über das Event und die diskutierten Themen verschaffen: eCircle stellt eine Reihe von Videomitschnitten und Präsentationen zum Download bereit.

Im Folgenden drei interessante Beiträge aus dem Umfeld von E-Mail-Marketing und Social Media:

The Silver Lining: Advanced Email Marketing with the Cloud

Building a Community, Not a Brand – am Beispiel von Airbnb

How Do You Make a Good Campaign Great?

Themenauszug für die Email-Expo 2012

Wir haben schon vor langer Zeit hier im Blog auf die diesjährige Email-Expo 2012 aufmerksam gemacht – in einem guten Monat ist es nun so weit: Am 24. und 25. April dreht sich auf dem Messegelände in Frankfurt am Main alles rund ums E-Mail-Marketing.

Einige Themen sind bereits durchgesickert, hier deshalb ein Ausblick:

  • Behavioral E-Mail-Marketing: nahtlose Integration von Web, Analytics und E-Mail
  • Cross-Channel-Marketing: Conversion-Rate im Marketing-Mix effektiv steigern
  • Integriertes E-Mail-Marketing für Online-Shops: A/B-Split Tests, Couponing und Incentivierung, Transaktions- und Triggermails
  • E-Mail-Marketing im internationalen Kontext: globale Posteingangsfächer zuverlässig erreichen und ROI länderübergreifend verbessern.
  • Datenschutz und Recht: Aktuelles über Opt-in, Social Plugins, Impressum und Einkauf
  • Praxisbeispiel Halfords: Umsatzsteigerung dank der Cloud
  • Praxisbeispiel Condor: inaktive Abonnenten identifizieren, differenzieren und reaktivieren
  • Praxisbeispiel AOK: mehr Relevanz durch zielgruppengenaue E-Mail-Stafetten
  • Social Media: neueste Erkenntnisse aus der Forschung

Referenten sind unter anderem wieder viele namhafte nationale und internationale Dienstleister und Anbieter von E-Mail-Marketing Software. Wer sich außerdem für das Thema Suchmaschinen-Marketing oder User-Experience interessiert sollte ebenfalls bei den zeitgleich auf dem Gelände stattfindenden Fachmessen Search-Expo und UX-Expo vorbeischauen.