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BGH: Unzulässige Tell-a-friend-Funktion

Liegt das Einverständnis des Empfängers gegenüber dem Unternehmen bezüglich des Versendens von Werbe-E-Mails nicht vor, dann gilt auch die von einem Dritten initiierte Empfehlungs-E-Mail an einen Bekannten als Spam. So hat der BGH im aktuellen Urteil entschieden.

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Gamification im E-Mail-Marketing

Gamification ist einer der aktuellen Trends im Web. Dabei werden spieltypische Elemente in einen spielfremden Kontext übertragen. Typische Ansätze sind Bewertungssysteme, Bonuspunkte, Ranglisten, Wettbewerb unter Nutzern oder Rätsel. Ziel ist es, den (potenziellen) Kunden zu motivieren, sich mit dem Unternehmen zu beschäftigen – langfristig soll so die Kundenbindung erhöht werden. Warum also nicht auch den Spieltrieb der Newsletter-Abonnenten wecken?

Reaktivierungskampagne von Condor und optivo

Um inaktive Newsletter-Abonnenten wieder zu aktivieren oder endgültig aus dem Verteiler zu löschen, entwickelte der E-Mail-Marketing Dienstleister optivo für die Fluggesellschaft Condor eine mehrstufige Reaktivierungskampagne mit Gamification-Charakter. Kurz gesagt ging es darum, über mehrere Newsletter-Ausgaben hinweg bestimmte wiederkehrende Elemente zu zählen – für das richtige Zählergebnis gab es einen 10 € Buchungsgutschein. Das Ergebnis: Condor konnte rund 7 % der Empfänger reaktivieren, viele davon hatten bereits seit über zwei Jahren keinen Newsletter des Unternehmens mehr geöffnet.

Neue Newsletter-Abonnenten gewinnen

Ein Gamification-Ansatz, um neue Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, kann folgender sein: die Empfänger dazu motivieren, möglichst viele neue Abonnenten zu werben, denn wer die meisten Leads generiert, wird belohnt. Gemessen werden kann dies, indem im Anmeldeformular der Name des Werbenden eingetragen werden muss. Verbreitung über Tell-a-Friend Funktionen via E-Mail sind dabei rechtliche Grauzone, Empfänger können die Aktion aber beispielsweise über ihre Pinnwand in Sozialen Netzwerken kommunizieren. Hierzu empfiehlt sich ein passender SWYN-Link direkt in der E-Mail.

Trusted Shops White Paper: E-Mail-Marketing für Shopbetreiber

Trusted Shops, Anbieter von Zertifizierungen und Gütesiegel für Onlineshops, hat ein Whitepaper zum Thema rechtssicheres E-Mail-Marketing speziell für Shopbetreiber herausgebracht. Wer sich für den wöchentlichen Trusted-Shops-Newsletter anmeldet, erhält das White Paper als Dankeschön gratis zum Download.

Zunächst werden im Dokument einige allgemeine Erläuterungen zum E-Mail-Marketing sowie Tipps zu Versandzeitpunkt, Versandfrequenz und Betreffzeile gegeben. Auch die Segmentierung des Empfängerkreises ist für Onlineshops wichtig – hier gibt es auf Basis des Kaufverhaltens der Kunden viele interessante Ansatzpunkte und Trigger.

Doch bevor der Newsletter versendet werden kann, müssen Adressen generiert werden. Grundsätzlich gilt natürlich auch für Shopbetreiber, dass eine Einwilligung zum Erhalt von Werbung per E-Mail vorliegen muss. Doch wie lässt sich diese Einwilligung nachweisen? Erlischt sie irgendwann? Und gibt es vielleicht Ausnahmen, bei denen keine Einwilligung erforderlich ist? Welche Konsequenzen drohen bei Nicht-Einhaltung? Was ist mit Werbung in Bestellbestätigungen?

Tell-a-Friend Funktionen

Besonders attraktiv für Onlineshop sind die sogenannten Tell-a-Friend Funktionen, also Weiterempfehlung durch Freunde, z.B. per E-Mail. So lässt sich die Reichweite durch Dritte enorm erhöhen. Doch ist das eigentlich zulässig? Der Empfänger hat ja nicht in den Erhalt der Werbung eingewilligt. Trusted Shops antwortet in seinem Whitepaper auf diese Frage klar mit einem Nein. Auf Basis eines aktuellen Urteils des LG Berlin zum Facebook-Freunde-Finder, kommen Anwälte allerdings in Bezug auf Tell-a-Friend Funktionen per E-Mail zu einem anderen Ergebnis: Demnach ist die Weiterempfehlung durch Freunde durchaus rechtlich zulässig, sofern der Shopbetreiber in Inhalt und Absender der E-Mail selbst im Hintergrund bleibt und einige weitere Grundsätze beachtet.