CSA-Anforderungen für Zustellbarkeit: 20 Newsletter-Anbieter im Test

Die Zustellbarkeit spielt beim E-Mail-Marketing eine besonders wichtige Rolle. Denn was nützt der schönste Newsletter, wenn er statt im Posteingang im Spam-Ordner landet? Die Certified Senders Alliance hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine zentrale Whitelist zu schaffen. Massenversender können sich diesem Projekt anschließen, um die erfolgreiche Übermittlung ihrer Nachrichten sicherzustellen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die Erfüllung von Aufnahmekriterien. Die Publicare Marketing Communications GmbH hat 20 E-Mail-Marketing Plattformen und CSA-Mitglieder auf die tatsächliche Umsetzung der technischen Zustellbarkeitskriterien überprüft.

Technische Anforderungen der CSA

Als Untersuchungsgrundlage diente eine Stichprobe von jeweils drei Nachrichten unterschiedlicher Unternehmen pro Newsletter-Anbieter. Überprüft wurden dabei die folgenden technischen Grundlagen:

  • Reverse-DNS-Eintrag: Der Reverse-DNS-Eintrag ordnet der IP-Adresse eine Domain zu und überprüft so, ob die IP-Adresse, über die eine E-Mail verschickt wird, der Versender-Domain tatsächlich zugeordnet werden kann.
  • SPF-Eintrag für die Envelope-Senderdomain: Das Sender Policy Framework (SPF) dient der Sender-Authentifizierung und soll erschweren, dass Absender einer E-Mail auf SMTP-Ebene gefälscht werden können.
  • DomainKeys Identified Mail (DKIM): DKIM ist ein Identifikationsprotokoll, das ebenfalls der Sender-Authentifizierung dient und auf asymmetrischer Verschlüsselung basiert.
  • Whois-Eintrag zur versendenden IP-Adresse: Der Versanddientsleister sollte bei Problemen über eine Whois-Anfrage ermittelt werden können, z.B. bei DENIC.
  • List-Unsubscribe-Link: Der E-Mail-Empfänger sollte in jeder Newsletter-Ausgabe die Möglichkeit besitzen, sich aus der Verteilerliste auszutragen.
  • SPF für die HELO-Identität: Das SPF kann ebenfalls dazu genutzt werden, die sogenannte HELO-Identität des Versenders zu prüfen.
  • List-Id-Header: Das List-Id Feld im E-Mail-Header dient zur Identifikation von Empfängerlisten, sodass der Versender bei Problemen oder Beschwerden über eine Kampagne schnell herausfinden kann, welcher Empfängerkreis angeschrieben wurde.
  • X-CSA-Complaints-Header: Das Feld X-CSA-Complaints im E-Mail-Header enthält eine E-Mail-Adresse über die sich Empfänger bei Beschwerden über den Versender direkt an die CSA wenden können.

Ergebnisse und Tendenzen

Die wichtigsten CSA-Anforderungen für die Zustellbarkeit wurden von der Mehrheit der E-Mail-Marketing-Plattformen eingehalten. Nahezu lückenlos wurden sie von Anbietern wie emarsys, Teradata eCircle und Mailingwork erfüllt, gefolgt von Artegic, Optivo, Responsys und ExactTarget. Gravierende Lücken bei der Umsetzung der technischen CSA-Vorgaben gab es dagegen z.B. bei Agnitas, Kajomi, Rapidmail und Silverpop. Die vollständigen Ergebnisse im Vergleich können hier eingesehen werden. Es sollte aber berücksichtigt werden, dass in der Untersuchung aufgrund der kleinen Stichprobe eher von Tendenzen als von vollständig belastbaren Ergebnissen ausgegangen werden kann.

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